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Jahrbuch 2015/2016

Grußwort des Schulleiters des Dr.-Wilhelm-André-Gymnasiums

Das Dr.-W.-André-Gymnasium ist eine 108 Jahre alte Schule, die Tradition und Innovation verbindet, sich ständig regeneriert und immer neue Ideen entwickelt und umsetzt. Die bereits im Jahr 2000 vom Schulausschuss beschlossene Sporthalle und das zugehörige Sportgelände konnten in diesem Schuljahr feierlich eingeweiht werden. Damit ergeben sich für unsere Schüler viele neue sportliche Möglichkeiten und die zeitaufwendigen „Wanderungen“ zu anderen Hallen haben ein Ende. Gleichzeitig wurde die alte Sporthalle im Schulgebäude zu einer modernen Mehrzweckhalle umgebaut. Hier können unsere Schüler nun die Sportarten Tanz, Gymnastik und Judo betreiben, es ergeben sich aber auch neue Räumlichkeiten für das künstlerische Profil und unsere Streicherklassen.

Nach wie vor ist unsere Schule sehr gefragt, der Zustrom an neuen Schülern hoch. Aus der ehemalig geplanten 4-Zügigkeit ist eine 5-Zügigkeit geworden, was uns vor große planungstechnische Herausforderungen stellt. Wir werden im nächsten Schuljahr über 1000 Schüler haben und sind damit das mit Abstand größte Gymnasium in Chemnitz. Die hohe Akzeptanz bei Schülern und Eltern verdanken wir der fleißigen Arbeit unserer Lehrer. Besonders stolz sind wir auf die enge Zusammenarbeit mit der Landesschule für Blinde und Sehbehinderte. Seit mehreren Jahren wird daran gearbeitet, die Voraussetzungen zu schaffen, dass blinde und sehschwache Schüler an unserer Schule lernen und ihr Abitur ablegen können. Das ist in Sachsen einmalig. Mit ihrem Besuch am 25.06.2015 bestätigte uns die Sächsische Ministerin für Kultus, Frau Brunhild Kurth, dass ihr Ministerium und die Stadt Chemnitz hinter unserem „Blindenprojekt“ stehen.

Ich bedanke mich ganz ausdrücklich bei unserem Förderverein für die Herausgabe dieses Jahrbuches und wünsche allen viel Vergnügen beim Lesen.

Auto: Andreas Gersdorf Schulleiter

Grußwort des Fördervereins

Sehr geehrte Leserinnen und Leser, und wieder halten Sie eine Ausgabe des Jahrbuches in der Hand. Damit gelang es ein weiteres Mal, Kontinuität zu zeigen – nicht nur durch die Herausgabe des Jahrbuches an sich, sondern auch dadurch, dass es viel zu berichten und zu dokumentieren gibt, was für die Arbeit der Schulleitung und des Lehrerkollegiums spricht. Das Jahrbuch soll diese vielen Aktivitäten dokumentieren und zum späteren Nachlesen festhalten. Nicht nur für die Schüler, sondern für alle Interessenten.

Der Förderverein freut sich, dass auch seine Arbeit in dem Jahrbuch ihren Niederschlag findet. In jedem Jahr ist die Finanzierung des Projektes Jahrbuch ein großer Posten in unserer Bilanz. Die Nachfrage nach dem Jahrbuch ist jedoch auch nach der Preiserhöhung hoch geblieben und die Rückmeldungen, welche uns erreichen, ermutigen uns zusätzlich. Deshalb auch Ihnen vielen Dank, dass Sie uns nach der Preiserhöhung im vergangen Jahr die Treue gehalten haben. Was können Sie in diesem Jahr erwarten? In den Beiträgen berichten wir unter anderem über die lang ersehnte Turnhalleneröffnung, Ausstellungen, Konzerte, Gelegenheiten zum Lernen jenseits von Tafel und Lehrbuch, Lebenswege von jetzigen und ehemaligen Schülern. Sie sehen, das Schulleben war interessant, abwechslungsreich und lehrreich im besten Sinne des Wortes.

Für die Zukunft wollen wir das Jahrbuch noch interessanter gestalten. Dazu werden wir mehr mediale Inhalte und Verknüpfungen hinzufügen, ohne dass die gedruckte Ausgabe leidet. Sie soll zum Stöbern und Schmökern anregen. Für Anregungen dazu sind wir jederzeit dankbar. Mein Dank gilt all denen, die mit besonderem Engagement arbeiten und bei allen Ereignissen an den dokumentarischen Anspruch des Jahrbuches denken. Nur beispielhaft sei hier Frau Haubensak für die Gesamtredaktion genannt.

Im Namen des gesamten Fördervereins wünsche ich allen Leserinnen und Lesern eine unterhaltsame Lektüre.

Autor: Frank Irmscher

Liebe Leserinnen und Leser!

In diesem Jahr bestand der Elternrat aus gewählten Elternvertretern der Klassen 5 bis 12. Da die im Schuljahr 2014/2015 von den Elternsprechern gewählten Elternräte für zwei Jahre ihr Amt begleiten, vertraten diese Elternräte die Eltern in der Schulkonferenz und nach außen: Silvana Broszeit-Focke, Klasse 11/6 Vorsitzende, Bianca Belusa, Klasse 9/1 Silvia Riedel, Klasse 12/6 Christian Bartsch, Klasse 6/3.

Elternmitwirkung an unserem Gymnasium:
Regelungen zur Elternmitwirkung finden sich im Schulgesetz des Freistaates Sachsen und in der Elternmitwirkungsverordnung. Danach sind Elternvertretungen unabhängige, von den Eltern selbst gewählte oder gebildete Organe. Organe der Elternmitwirkung an unserer Schule sind dabei die Klassenelternversammlung, Klassenelternsprecher, der Elternrat und die Vorsitzende des Elternrats. Des Weiteren gibt es in Chemnitz den Stadtelternrat sowie in Sachsen den Landeselternrat. Ein Vertreter unseres Elternrates vertritt unser Gymnasium nach außen und nimmt an den Sitzungen des Stadtelternrates teil.

Aufgaben der Elternvertretung
Die Elternvertreter haben verschiedene Aufgaben und Rechte: In der Klassenelternversammlung werden Informationen, Probleme und Meinungen über alle schulischen Angelegenheiten besprochen (Unterrichts- und Erziehungsarbeit). Gibt es Meinungsverschiedenheiten zwischen Eltern und Lehrern hat die Klassenelternversammlung die Aufgabe zu vermitteln. Der Klassenelternsprecher ist der Ansprechpartner für die Eltern seiner Klasse und hat ein Informationsrecht gegenüber dem Klassenlehrer. Er vertritt die Interessen der Eltern gegenüber Lehrern, Schulleitung und Schulaufsichtsbehörden. Falls notwendig führt er Gespräche. Er ist Berichterstatter gegenüber den Eltern aus den Elternratssitzungen. Mindestens einmal pro Schulhalbjahr hat er die Klassenelternversammlung einzuberufen. Auch unterstützt er die Klasse bei der Organisation von Klassenfahrten, Ausflügen und ähnlichen Veranstaltungen. Der Elternrat hat eine Berichtspflicht gegenüber den Klassenelternsprechern sowie ein Auskunfts- und Beschwerderecht gegenüber der Schulleitung. Er nimmt die Vertretung der Interessen der Eltern gegenüber der Schule, dem Schulträger und den Schulaufsichtsbehörden wahr Vor Beschlüssen der Lehrerkonferenzen, die von grundsätzlicher Bedeutung für die Erziehungs- und Unterrichtsarbeit der Schule sind, ist ihm Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben. Der Elternrat wählt aus seiner Mitte einen Vorsitzenden und dessen Stellvertreter.

Die Schulkonferenz ist paritätisch besetzt. Ihr gehören in der Regel der Schulleiter als Vorsitzender ohne Stimmrecht und vier Vertreter der Lehrer, der Vorsitzende des Elternrats als stellvertretender Vorsitzender und drei weitere Elternvertreter sowie der Schülersprecher und drei weitere Schülervertreter an.

Aktuelles im Schuljahr 2015/16 Auf unserer Agenda stand und steht in diesem Schuljahr der Umgang mit dem „Handy“ – generelles Verbot während der Anwesenheit in der Schule? Gerade in den Klassenstufen 5 bis 7 zeigen sich vermehrt Probleme im Umgang mit dem Handy, der Pausengestaltung und dem Verhalten untereinander. Die Schüler reden nicht mehr miteinander; statt sich in den Pausen zu erholen oder auf den Schulhof zu gehen, wird „gezockt“, die Konzentration im Unterricht nimmt ab. Nach den Rückmeldungen aus den Klassen scheinen von diesem Verhalten insbesondere die Klassenstufen 5 bis 7 betroffen zu sein, so dass ein striktes und generelles Handy-Verbot in unserem Gymnasium nicht mehrheitsfähig ist. Für die Beteiligung und Thematisierung bedanken wir uns bei allen Klassenelternsprechern insbesondere bei Frau Gräßler. Wir wünschen allen erholsame Ferien und freuen uns auf eine vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit im neuen Schuljahr.

Silvana Broszeit-Focke,
Elternratsvorsitzende

Der neue Schülerrat – eine Wegbeschreibung

September 2015 nach den Wahlen zum Schülerrat: Eine Hand voll unerfahrener Köpfe, die versuchten sich erst einmal mit ihren Aufgaben und Zielen vertraut zu machen und merkten, was sie sich nun eigentlich eingebrockt hatten - die Vertretung der Schüler eines Gymnasiums von fast 1000 Schülern. Nach einigen Treff en zwischen uns Mitgliedern fanden wir heraus, worauf wir uns spezialisieren wollten. Ende November stand unser erstes Projekt bereits auf den Beinen, die Organisation einer Spendenveranstaltung für die Gruppe „Jugend gegen Aids“. Mit Basaren im Schulfoyer war es uns möglich einige Spenden zu sammeln. Durch diese erste organisatorische Leistung fanden wir Gefallen an unserer Arbeit als Schülervertretung. Doch die größte Hürde, an der wir uns gehörig die Zähne ausbissen, war noch in der Kinderstube. Der letzte Donnerstag im Schuljahr, welcher letztes Jahr den Toleranztag darstellte, musste neu geplant, eingerichtet und mit Leben erfüllt werden.

Anlässlich der Eröffnung unserer lange ersehnten Turnhalle kam uns die Idee zum André-Tag. Eine bunte Mischung aus Turnieren, Sponsorenläufen und Workshops rund um das Th ema Toleranz. Das Gerüst stand. Nach einigen Unterhaltungen entpuppte sich unsere Lage jedoch als ziemlich heikel und undurchsichtig. Doch mit der Hilfe von Herrn Reuther, bei dem wir immer ein off enes Ohr fanden und den FSJ-ler Carl Lang gelang es uns einen roten Faden ziehen zu können. Nicht zuletzt mit Hilfe des Jugend-Forums und vielen anderen Trägern konnten wir bald erste Erfolge in der Planung erzielen. Durch sie und auch einige Mitschüler, welchen wir an dieser Stelle noch einmal besonderen Dank aussprechen wollen, gelang es uns Workshops für mehr als 400 Schüler zum Angebot hinzuzufügen. Sport verbindet, er macht es möglich sich auch mit anderen und noch unbekannten Mitstreitern auszutauschen. Dann entstanden zahlreiche Workshops, die Aufmerksamkeit und Engagement erfordern sowie tolerantes Miteinander lenken. Dies war unser Beitrag für unsere Schule dieses Jahr.

Das Erlebnis und die Erfahrung „Schülerrat“, der uns in diesem Jahr anvertraut wurde, ermöglichte uns viele Eindrücke und neue Kontakte innerhalb und außerhalb unserer Schule. Das einzige, was von uns nun noch zu sagen ist, ist Danke. Danke für das entgegengebrachte Vertrauen.

Euer Schülerrat
Max Kroll
Lara Steinbrecher
Lynn Rüger
Jonas Beulich und Alexander Gerwitz als Ersatzmann

Kooperationsvereinbarung zwischen Gymnasium und Landesschule

Im Rahmen der Kooperation zwischen unseren beiden Einrichtungen besuchten auch in diesem Schuljahr wieder vier Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 und 8 der Landesschule für Blinde und Sehbehinderte für drei Wochen das Dr.- Wilhelm-André-Gymnasium. Als blinde oder hochgradig sehbehinderte Schüler wollen sie sich auf ein mögliches Abitur vorbereiten. Im letzten Schuljahr nutzten sie schon einmal eine Woche im Juni für das Hineinschnuppern in das Schulleben am Gymnasium. Damals hatte sich sogar Frau Kultusministerin Kurth auf den Weg gemacht, um sich dieses Projekt vor Ort anzuschauen. In diesem Schuljahr lernten die vier Schüler nach den Winterferien am Gymnasium. Dabei brachten sie sich in alle Fächer ein, sammelten zu den unterschiedlichsten Th emen und Inhalten Erfahrungen und erhielten natürlich auch Zensuren. Die vier Jugendlichen fühlten sich in dieser Zeit richtig wohl. Sie wurden in den Klassen und von den Lehrern angenommen, wirkten am Unterrichtsgeschehen mit und waren froh, mal in den Trubel einer großen Schule eintauchen zu können. Neben der zunehmenden Selbstständigkeit gewannen sie auch wichtige Erkenntnisse: Es muss noch viel geschehen! Nachdem wir aber mit dieser 3-wöchigen Beschulung bereits die zweite Etappe erfolgreich gemeistert haben, sind wir sicher, auch für die kommenden Ziele die richtigen Entscheidungen zu treffen. Gleichzeitig wissen aber auch alle Lehrer beider Schulen und die beteiligten Familien, dass es weitere wichtige Vorbereitungen geben muss. So gilt es auf technischem Gebiet in Sachen Unterrichtsmaterialien, Taschenrechner und digitale Medien wie auch bei der personellen Ausstattung weiter zu arbeiten. Denn dann werden Sätze von Eltern, die mit einem „riesengroßen Dankeschön an die Schüler und Lehrer des Dr.-Wilhelm-André-Gymnasiums“ enden, nicht zu einer Seltenheit. Über eine erfolgreiche Fortsetzung der gemeinsamen Arbeit und dieser Beschulungsmöglichkeit freuen sich aber nicht nur die vier Schüler mit ihren Eltern, sondern auch die Lehrerinnen und Lehrer der Landesschule. Denn mit diesem Projekt können wir in Chemnitz die Schullandschaft mit einem tollen Angebot bereichern.

Michael Theiss
Schulleiter der Landesschule für Blinde und Sehbehinderte

Besuch aus der Landesschule für Blinde und Sehbehinderte an unserer Schule

Dieses Schuljahr hatte unsere Klasse 8/1 zwei sehbehinderte Schülerinnen zu Besuch. Helene und Lena waren schon vergangenes Jahr eine Woche bei uns gewesen, dieses Schuljahr waren es ganze drei Wochen. Dieses Projekt findet statt, weil es in Zukunft die Möglichkeit geben soll, dass blinde oder sehbehinderte Schüler an unserem Gymnasium ihr Abitur machen können. Und die drei Wochen bei uns dienten als Probewochen für sie und für uns. Es sind drei sehr lehrreiche Wochen für uns alle gewesen, denn auch wir haben viel dabei gelernt. Die wichtigsten Regeln waren z.B.: alle Ranzen aus dem Gang räumen, auf Treppen und im Flur immer rechts gehen und natürlich durften wir die beiden nicht in einem Zimmer einfach alleine stehen lassen. In diesen drei Wochen haben wir also auch gelernt Verantwortung zu tragen. Insgesamt hat uns dieses Projekt gut gefallen und wir hoffen erstens, dass es im nächsten Schuljahr wieder ein solches gibt und zweitens, dass Helene und Lena, sowie andere Sehbehinderte bald hier an unserer Schule Abitur machen können.

Autoren: Lena A., Annika C., Klasse 8/1

Drei Wochen mit zwei Jungen von der Blindenschule: Vom 22.02.16 bis zum 11.03.16 haben uns (die Klasse 7/2) zwei Jungen von der Blindenschule besucht, Julien und Lucas. Sie waren schon ein Jahr zuvor bei uns, da allerdings nur eine Woche. Unsere Klasse hatte sich schon ein bisschen ausgemacht, wer wann den beiden ein bisschen unter die Arme greift, aber sie haben sich so schnell bei uns zurecht gefunden, dass das schon fast nicht mehr nötig war. Da Julien und Lucas nicht so gut mit den speziellen Büchern zurecht gekommen sind, haben wir die meisten Texte einfach vorgelesen, was dann auch kein großes Problem war. Außerdem hatten die beiden auch immer ihre Laptops mit, mit denen sie dann die Aufgaben z.B. von Mathe und Physik bekamen. Für uns war es natürlich am Anfang noch etwas Ungewöhnliches, aber irgendwann hatte man sich dann daran gewöhnt und es war, als wenn alles wie normal ablaufen würde. Das Besondere war allerdings der Geschichtsausflug nach Dresden. Benno Fuchs und ich haben den beiden geholfen sich zurecht zu finden und vor allem Julien geführt. Da noch eine Klasse dabei war, war es sehr unruhig und so für die beiden nicht so leicht alles zu verstehen aber ich glaube es hat ihnen trotzdem gefallen. Am Ende der drei Wochen gab es noch ein Gespräch mit 2 Schülern aus unserer Klasse, zwei Lehrern von der Blindenschule, den Klassenlehrerinnen der 7/2 und der 8/2, Herrn Reuther und natürlich Julien und zwei weiteren Schülern der Blindenschule, die bei der 8/2 waren. Lucas war leider an dem Tag krank. Dort haben wir über Probleme und Dinge, die man verbessern müsste, gesprochen. Alle drei haben am Ende noch gesagt, dass es ihnen sehr bei uns gefallen hätte, was uns natürlich sehr gefreut hat. Und wer weiß, vielleicht können sie am Ende bei uns auch Abitur machen …

Autorin: Jasmin Schwabe, Klasse 7/2

Unser 1. gemeinsames Halbjahr am Gymnasium

23.08.2015, Sonntag
Morgen ist der 1. Tag am Gymnasium. Mann, bin ich aufgeregt. Ob ich überhaupt schlafen kann?

24.08.2015, Montag
Um 6:30 Uhr morgens klingelt mein Wecker. Jetzt ist es also soweit! Ich habe wenig geschlafen, aber ich bin so aufgeregt, dass ich das schon beim Zähneputzen vergessen habe. Ich esse wenig Cornfl akes und mache mich bereit für‘s Gymnasium. Eine Stunde später sitze ich mit meinen Eltern im Auto und fahre los. Das wird ab nun mein neuer Schulweg sein. Am Gymnasium bin ich kurz auf mich gestellt. Ich betrete das riesige Gebäude und befi nde mich schnell in einer Halle mit sehr sehr vielen, ebenfalls sehr aufgeregt schauenden Kindern. Zum Glück standen einige Lehrer da, die Schilder in der Hand hatten. So fand auch ich schnell meine neue Lehrerin und wir marschierten in unseren Klassenraum. Was ist das für ein riesiges Bild in diesem Zimmer? Wir machen Kennenlernspiele und schauen uns das Gebäude an. Einige meiner neuen Mitschüler kommen mir aus der Grundschule bekannt vor – sie müssten in meiner Parallelklasse gewesen sein. Der Tag geht sehr schnell zu Ende. Mit einem Mal sagt meine Lehrerin, dass es schon 12 Uhr sei und der Schultag bereits zu Ende wäre. Wenn das immer so schnell läuft , ist alles gut.

18.09.2015, Freitag, 25 Tage nach dem 1. Schultag
Ich habe echt viele Freunde gefunden in der kurzen Zeit und in der Schule scheint immer etwas los zu sein! Vormittags sahen wir einfach einmal einen Karpfen von innen (meine Klassenlehrerin sezierte ihn im Schulbiozentrum) und wir merken uns: Beim Aufschneiden eines Fisches ist es leicht möglich, die Schwimmblase zu verletzen. Nachmittags lernten dann auch meine Eltern die Eltern meiner neuen Freunde im Küchwald kennen. Aber ziemlich peinlich: ICH musste meine Familie vor allen anderen vorstellen – ich glaube, nicht nur ich bin dabei ein wenig rot geworden. Aber: Cooler Spielplatz – leckeres Picknick!

23.09.2015, Mittwoch, 30 Tage nach dem ersten Schultag
Jugendherberge! Nice! Und das tollste daran ist, dass es gleich nach der Zimmerauft eilung mit der Fähre in den Kletterwald ging. Wir haben alle nur ein wenig zu kurze hintere Extremitäten, deshalb können wir leider nicht jeden Kletterpfad bewältigen. Das macht jedoch nichts, denn der Kletterwald bleibt defi nitiv das schönste Erlebnis!!!

18.12.2015, Freitag
Ich zähle die Tage, die seit dem ersten Schultag vergangen sind, schon seit den Herbstferien nicht mehr. An diesem letzten Schultag vor Weihnachten basteln wir in der Klasse am Nachmittag Weihnachtssterne, dekorieren Plätzchen und verteilen Wichtelgeschenke.

05.02.2016, Freitag
Hilfe, Zeugnisse – äh, ich meine Halbjahresinformationen! Ich konnte erneut die Nacht nicht so richtig schlafen, aber das war ehrlich grundlos. Ich hatte – wie meine Klasse auch – recht gute Zensuren. So bin ich heute stolzer Besitzer meines ersten Zeugnisses (äh, der Halbjahresinformation) am Gymnasium. Ich denke, nun bin ich offi ziell ein Gymnasiast und freue mich auf das nächste halbe Jahr und natürlich auf die folgenden Schuljahre. Vor allem aber erstmal auf meine Ferien!

Von der Klasse 5/3 – ein kurzes gesammeltes Gefühlswerk

GAPP – Zu Gast an der Kell High School, Marietta/Georgia

Tag 4 – Impressionen
aus Washington D.C. Der Tag begann wie immer mit dem Aufstehen. Aber diesmal etwas eher, weil wir schon 8:30 Uhr aufbrechen mussten. Also hieß es schnell frühstücken, Zähne putzen, Sachen packen und los zum Bus. Wir fuhren ca. eine halbe Stunde und liefen dann noch ein Stück zum Capitol. Dort mussten wir wegen der strengen Sicherheitsvorschriften unsere Flaschen leeren, Essen aufessen und Linda, Luise und ich (Emily M.) unsere Deoflaschen wegwerfen (seufz)… Im Capitol schauten wir erst einen Film an und nahmen danach an einer Führung teil, bei der uns sehr viele Räume und der Senatsraum gezeigt wurden. Anschließend besuchten wir den Sitzungsraum, in dem aber keine Sitzung stattfand. Durch einen sehr vezweigten Tunnel gelangten wir zur Library of Congress. Auf dem Weg dahin machten wir Mittagspause bei Subways. Danach begann unsere Führung in der Library mit einem Guide, der sogar aus Deutschland kam, somit war die Führung auf Deutsch . In der Library war alles sehr beeindruckend - die ganzen alten, wertvollen Bücher, die Decken- und Wandbemalung,… Nach unserer Führung ging es wieder nach draußen und wir bekamen zwei Möglichkeiten wie wir den restlichen Tag verbringen konnten: 1. Arlington Friedhof, 2. Zum B&B zurück gehen. Außer vier Leuten, Frau Behrendt und Herrn Matthes gingen alle zurück zum B&B, mit kurzem Zwischenstopp bei STARBUCKS. Danach ging es dann aber ins Hostel, es wurde Essen fürs Abendbrot gekauft und gegessen (bei uns mal wieder Rucola ;-)) Dann packten wir für den nächsten Tag unsere Koffer, quatschten noch etwas und dann ging es ins Bett.

Autorinnen: Emily M. und Emelie B.

Tag 7 – Bei unseren Gastfamilien in Marietta
Mein Tag startete um 7 Uhr mit einem klingelnden Wecker… Was für eine Freude! Nachdem Nicole, meine Austauschpartnerin und ich uns fertig gemacht hatten, ging es auch schon los in die Schule, wohin uns meine Gastmutter Jamie fuhr. Ein kleiner Zwischenstopp an der Tankstelle durfte nicht fehlen, da ich meinen morgendlichen Kaffee brauche. In der Schule angekommen trafen wir uns alle erst einmal in unserem German-Klassenzimmer. Für den heutigen Schultag durften wir uns unseren persönlichen Stundenplan zusammenstellen. Als erstes stand bei mir Psychologie auf dem Plan. Zusammen mit Luise, Claire, Ivana und Emily S. machte ich mich auf den Weg, um das entsprechende Zimmer zu finden. Sofort wurden wir von neugierigen Blicken gemustert. Nachdem wir uns kurz vorgestellt hatten, folgte auch schon ein Ansturm an Fragen über Deutschland. Doch irgendwann begann dann auch der Unterricht. Unsere restlichen Stunden waren Kunst, Drama und Yearbook. Bemerkung hierbei: Drama ist haargenau so, wie man es aus High School Musical kennt. Die Bühne, die Kostüme, die Darsteller, einfach alles ist gleich. Nach der Schule fuhren Nicole und ich mit dem Schulbus nach Hause. Dort ruhten wir uns kurz aus, bevor wir zusammen mit Gastmama Jamie zur Kirche fuhren, wo an diesem Abend unsere Welcome-Party stattfand. Als wir dort ankamen, erwartete uns bereits Natalie mit ihrer Gastfamilie, die alles dekoriert und vorbereitet hatten. Nach und nach kamen auch die anderen Gastfamilien und unsere Lehrer, Frau Behrendt, Herr Matthes und Mr Snider, an. Als alle da waren, begannen wir mit ein paar Spielen, um die Stimmung etwas aufzulockern. Danach ging es ans Essen. Jeder hatte etwas mitgebracht und zu einem großen Buffet beigesteuert. Es war super lecker und auch an uns Vegetarier wurde gedacht. Als alle satt waren, wurden wir deutschen Schüler nach vorn gebeten, wo wir von unseren amerikanischen Partnern einen Coca Cola Beutel mit Geschenken bekamen. Jeder begrüßte uns mit den Worten „Willkommen in meiner Familie“! Dabei floss auch die eine oder andere Träne. Höhepunkt des Abends war wohl definitiv das Verspeisen der großartigen GAPP-Torte! Ich befürchte nur, dass wir alle vom Buffet schon so vollgefuttert waren, dass das Stück Torte kaum noch in den Bauch passte. So ließen wir den Abend ausklingen, bis sich jeder auf den Weg zurück nach Hause machte. Es war ein gelungener Abend, wir haben uns wirklich willkommen gefühlt!

Autorin: Lara

Tag 11
Am Montag, den 5. Oktober, hatten wir unseren ersten Gruppenausflug. Nach ungefähr zwei Stunden Fahrt kamen wir am Civil War Museum an. Dort schauten wir einen Film über die entscheidende Schlacht 1863 zwischen den Nordstaaten und den Südstaaten, danach besichtigten wir das Museum. Dann besuchten wir einige Plätze, wo damals der Kampf ausgetragen wurde, der Ort nannte sich Chicamauga. Man muss sagen, dass dieser Rundgang zu einer echten Herausforderung wurde, denn es war ziemlich warm an dem Tag und keiner war wirklich vorbereitet, was zumindest Klamotten betraf. Unser erster Stopp: ein Feld. Wir konnten unseren Augen nicht trauen, denn kaum gingen wir auf den Acker zu, rannten alle Amerikaner los, wie ein wildes Rudel Hunde was zum ersten Mal von der Leine loskommt, es war ein ziemlich lustiges Ansehen. Wir blieben dort ca. 5min und gingen dann weiter. Nein, falsch, wir fuhren weiter, denn laufen bzw. wandern scheint hier sowas wie ein Fremdwort zu sein. Nach einer 2min Autofahrt kamen wir an einem Waldstück an und sahen uns einige kleine Memorials an. Nach kleineren Stopps erreichten wir eine Art Turm und machten dort eine Rast. Dann ging es zu unserem letzten Stopp und damit auch zum Highlight des Tages. Nach einer etwas längeren und schwierigeren Fahrt gelangten wir auf die Spitze eines Berges, genannt Lookout Mountain, wo die Nordstaaten gewannen und der Weg für sie in den Süden frei war. Der Ausblick, den wir genossen, war atemberaubend. Es wurden unzählige Fotos geschossen und alle starrten auf dieses riesige Land, was von da oben zum ersten mal klein erschien. Damit endete dieser faszinierende Tag bei wunderbarem Wetter. Wir fuhren zurück und einige Familien gingen noch etwas essen oder verweilten den Rest des Tages zu Hause und entspannten.

Von Emily S.

Zur Weihnachtszeit in Dresden

Wie hoch ist die höchste Weihnachtspyramide Deutschlands? Ist der goldene Reiter wirklich aus Gold? Was haben Dinosaurier mit unseren heutigen Vögeln gemeinsam? Und: Wieviel kostet eine Zuckerwatte auf dem Weihnachtsmarkt?

Mit diesen und vielen anderen Fragen im Rucksack machte sich die 6/2 am 01.12.15 auf den Weg in die Landeshauptstadt. Es wurde der im letzten Jahr beim Spendenlauf gewonnene Gutschein für die Saurierausstellung im Japanischen Palais eingelöst und auf dem Weg dahin gab es allerlei Interessantes zu den Sehenswürdigkeiten der Dresdner Altstadt zu erfahren. Dafür hatte jeder einen kleinen Beitrag vorbereitet. Und wer glaubte, schon alles über Saurier zu wissen, wurde in der Ausstellung eines Besseren belehrt. Am Nachmittag auf dem Striezelmarkt setzte so mancher sein ganzes Taschengeld um. Doch so waren schon die ersten Weihnachtsgeschenke gekauft und man hat ja nicht so oft die Gelegenheit, sich an Zuckerwatte und kandierten Früchten satt zu essen.

Einmal Hamburg und zurück

Nach wochenlangem Warten war es endlich so weit: Unsere Hamburgfahrt stand bevor. Trotz des zeitigen Treffens am 14. März 2016 konnten wir die Fahrt mit Frau Schneider, Frau Loße und Herrn Gersdorf in unserem komfortablen Reisebus genießen. Nach der Ankunft und dem Beziehen der Zimmer nutzen wir den restlichen Tag zur Erkundung der Umgebung unseres A&O-Hostels und für nötige Einkäufe. Am Dienstag ging es dann gleich auf eine zweistündige Fahrt durch die Hansestadt mit einem lustigen Stadtführer. Daraufhin hatte jedermann Freizeit und konnte die Sehenswürdigkeiten auf eigene Faust und zum Glück bei schönem Wetter erkunden oder das Dungeon, ein Horrormuseum mit echten Schauspielern, besuchen. Abends gingen einige von uns in das Musical „Aladdin“ – ein tolles Erlebnis! Am dritten Tag stand Bremen als nächstes Ziel im Fokus. Eine kleine Gruppe nutzte die Möglichkeit und besuchte die interaktive Wissenschaftsausstellung „Universum“, während die restlichen Schüler die berühmte Hansestadt sowohl in ihrer Historie als auch Moderne besuchten. Ein Muss – die Skulptur der Bremer Stadtmusikanten am Alten Rathaus! Nach der Rückkunft stand noch ein gemeinsames Pizzaessen in einem nahe gelegenen Restaurant auf dem Programm. Die Schokoladenliebhaber unter uns konnten sich am Donnerstag im Chocoversum austoben und dabei ordentlich Schokolade naschen. Danach folgte eine Schiffsrundfahrt durch die Speicherstadt und die Hafenanlagen. Wirklich sehenswert! Abschließend konnte jeder die letzten Stunden Hamburg auf eigene Faust erkunden, besonderer Beliebtheit erfreute sich dabei der Alte Elbtunnel. Am Abend fuhren wir ins Schwarzlichtviertel, um eine Runde Indoor-Minigolf zu spielen. Die im Schwarzlicht leuchtenden Malereien dort sind besonders eindrucksvoll. Nun war leider die Woche auch schon wieder zu Ende. Das war unsere letzte gemeinsame Klassenfahrt, schade! Aber Hamburg ist auf alle Fälle eine Reise wert …

Text: Alexander Gerwitz (Kl. 10/2)
Fotos: Julius Goller und Michelle Friedrich (Kl. 10/2)

Our trip to London

On 13th March in the afternoon we started our trip to London. After a long night on the bus we went on the ferry. The crossing to Dover took about 1½ hour. Then we went by bus to Canterbury, an old city with lots of small shops and a big cathedral. Then we went to Greenwich to the Prime Meridian. On Tuesday we went on a bustour through London. In the afternoon we visited the Tower of London. On Wednesday we went into a museum. We could choose between the Science Museum and the Natural History Museum. Then we went to Camden Market and later to the musical „Charlie and the Chocolate Factory“. The next day we went by bus to Brighton. At Seven Sisters we got out of the bus and it was really cold. But when we started our walk the weather was pleasant. We walked up a hill to the coast and found the view so amazing. We took a lot of photos. But it was very sad to see how many people had died at the steep coast. After that we went to Brighton and had the best fish and chips ever. Friday was our last day. First we went on a cable car over the River Thames and then by underground to King‘s Cross Station to take photos from Platform 9 ¾. From there we went to Buckingham Palace and finally to Trafalgar Square. London and the Londoners were great and it was hard to say Good bye. Form 8/3

Englandexkursion 2016

Wie jedes Jahr starten unsere Achtklässler im Frühjahr zu ihrer Englandexkursion!
Aufregung pur! Und diese Aufregung hat sich auch gelohnt! Wunderbare Eindrücke von dem kleinen Örtchen Rye, liebevolle Aufnahme in Gastfamilien, spektakuläre Blicke auf London, eigene Interviews in Brighton und nicht zuletzt ein amüsanter Ausflug in das viktorianische Zeitalter! Während einer Cream Tea Ceremony in Hastings erfuhren wir alles über das gute, alte und vornehme Benehmen während einer Teaparty. Wir können uns nun gepflegt unterhalten, Tee richtig zubereiten, aus Teeblättern lesen, viktorianisch tanzen und die Spiele der Society spielen. Ein Abenteuer der besonderen Art! Damit all die wunderbaren Eindrücke nicht verloren gehen, konnten die Schüler ihre Eindrücke in die von unserem Partner s-e-t gesponserten TravelBooks festhalten. Wir danken allen, die diese Reise ermöglicht haben! Auf eine Neues! Brighton 2017 wartet!

Autorin: Annette Kailus

Dienstag 15.03.16 – Ausflug nach Hastings
Am Morgen wurden wir von unseren Gastfamilien an unseren Treffpunkt am Meer in Seaford gefahren. Da wir uns alle sehr viel Neues mitzuteilen hatten, verging die einstündige Fahrt nach Hastings sehr schnell. Die weißen Klippen, die vielen kleinen bunten Häuser und das Meer ergaben ein wunderschönes Bild. Die kurze Freizeit verbrachten die meisten damit, am Strand zu sitzen und ihr Lunchpaket zu leeren. Danach sollte es zu einer typisch englischen Tea-Party gehen, bei der wir auf lustige Art und Weise lernen sollten, wie man z.B. die Tasse ordentlich hält, wie früher getanzt und was zum Tee gegessen wurde. Wir wurden mit einem kleinem Tee-Gedeck auf jedem Platz und „How do you do?“ begrüßt. Wir lernten so manches Neue dazu und hatten viel Spaß, ebenso wie die Lehrer! Im Anschluss an die Tea-Party besuchten wir die Schmuggler-Höhlen. Anhand eines Filmes wurde uns erzählt, wie damals alles ablief und wie mit den Schmugglern umgegangen wurde. Nachdem wir, eingedeckt mit Skeletten, Plastikschwertern und Glibberschleim, aus dem Souvenirshop wieder ans Tageslicht kamen, bekamen wir noch eine Stunde Freizeit, um durch die Stadt zu bummeln und uns die kleinen und auch großen Läden sowie Cafés anzuschauen. Zur verabredeten Zeit trafen wir uns alle wieder mit ein paar Beuteln und Tüten am ausgemachten Treffpunkt und fuhren mit dem Bus nach Seaford zurück, wo unsere Gastfamilien uns abholten. Wir verabschiedeten uns voneinander – mit großer Vorfreude auf den nächsten Tag – London!

Mittwoch 16.03.16 – London
Am Mittwoch, dem 16.03.2016, fuhren wir nach London. Es war ziemlich windig und die Sonne ließ sich nur ab und zu blicken, aber auch das konnte unsere Aufregung nicht wirklich beeinflussen. Wir sollten 8 Uhr losfahren, also mussten uns unsere Gastfamilien schon etwas eher zum Bus bringen. Zweieinhalb Stunden sind wir bis zu einem Londoner Parkplatz gefahren, wo wir etwas Freizeit hatten, bis Tim, unser Stadtführer, endlich kam. Anschließend fuhren wir durch die Londoner Innenstadt über die Tower Bridge und vorbei an weltweit bekannten Sehenswürdigkeiten wie Westminster Abbey, St. Pauls Cathedral und Big Ben. Tim versorgte uns währenddessen die ganze Zeit mit Informationen und zwischendurch eingefügten deutschen Wörtern. Als wir ausgestiegen sind, verabschiedete sich Tim und wir gingen schließlich zum Buckingham Palace. Die Queen war, erkennbar an der königlichen Flagge, da, ließ sich aber leider nicht sehen. Nur die „Beefeater“ gingen zwischendurch einige Minuten auf und ab. Kurz darauf gingen wir dann weiter, um zum Piccadilly Circus zu kommen, vorbei an Chinatown und mehreren Kinos und Theatern. Erstmal angekommen, so schwärmten wir wieder aus. Die meisten waren im „M&M World“ oder in einem riesigen Souvenirladen. Man ist schließlich nicht jeden Tag in London. Nach einem langen, anstrengenden Tag kamen wir schließlich zurück zum Bus, mit dem wir wieder nach Seaford zurückfuhren. Jedoch kamen wir eine Stunde zu spät in Seaford an, da wir zwischendurch noch die Busfahrer gewechselt haben und der Verkehr in London sehr stockend war. Trotz aller „Unebenheiten“ war der Ausflug unglaublich und wir danken unseren Lehrern und dem Stadtführer Tim, uns alles ermöglicht zu haben.

Autorin: Eris Bartl 8/2

Skilager im Bayerischen Wald

Einer Tradition unserer Schule folgend, waren wir, die Klasse 7/2 und unsere Parallelklassen 7/1, 7/3 und 7/4, vom 10.1.16 bis zum 15.1.16 im Skilager. Wir fuhren nach Hinterschmiding in den Bayerischen Wald. Das Skigebiet Mitterdorf war ca. 20 Minuten von unserer Unterkunft entfernt. Endlich war es soweit und wir trafen uns an der Ermafa-Passage. Nach ein paar Minuten kamen zwei Busse und wir durften einsteigen, zwei Klassen in den einen Bus und die anderen zwei in den anderen. Nachdem das viele Gepäck verstaut worden war, verabschiedeten wir uns von unseren Eltern und die Fahrt und damit das Erlebnis gingen los. Wir fuhren mehrere Stunden, aber machten zwischendrin Pausen. Bevor wir im Gasthof ankamen, machten wir einen Zwischenstopp an einem Skiverleih. Dort konnten sich diejenigen Schüler Skier, Skistöcke, Skischuhe und Helme ausleihen, die keine Skiausrüstung dabei hatten. Einige von uns hatten ihre Ausrüstung schon von zu Hause mitgenommen. Als wir in unserer Unterkunft ankamen, schafften wir unser Gepäck erst einmal in den Vorraum des Gasthofes. Dort bekamen wir auch unsere Zimmerschlüssel. Es gab Dreibett-, Vierbett- und auch ein paar Fünfbettzimmer, also mussten wir uns in Gruppen aufteilen. Nachdem jede Gruppe ihren Schlüssel hatte, gingen wir in unsere Zimmer, packten unser Gepäck aus und bezogen unsere Betten. Später trafen wir uns unten im Speisesaal, um von den Lehrern die Belehrung für das Skilager anzuhören. Montag und Dienstag mussten wir früh aufstehen, frühstücken, dann in den Skianzug schlüpfen, unsere Skischuhe holen und in die Busse steigen. Während der ca. zwanzigminütigen Fahrt zum Skigebiet sangen wir und hörten Lieder an. Als wir ankamen, nahmen wir unsere Skier und Snowboards und los ging es zum Hang. Es gab Anfängergruppen und Gruppen für fortgeschrittene Skiläufer außerdem eine Snowboardgruppe. Wir fuhren mehrere Stunden Ski, machten verschiedene Übungen zum Bewegungsablauf und durften dann auch alleine fahren. Mittags aßen wir immer in einem Restaurant am Skigebiet. Das Essen war lecker, aber es hätte ruhig ein bisschen mehr sein können. Danach fuhren wir wieder Ski und gegen 16.00 Uhr ging es ab in unsere Jugendherberge. Dort hatten wir ein paar Stunden für uns. Wir konnten auch in den Supermarkt, der in der Nähe lag, um dort Lebensmittel zu kaufen, für die, die schon wieder Hunger hatten. Nach dem Abendessen gab es meistens eine „handyfreie“ Zeit, in der wir uns im Speisesaal mit Brettspielen beschäftigten. Danach war „offiziell“ Ruhezeit. Am Mittwoch ging es nach dem Skifahren noch ins Schwimmbad oder zum Eislaufen. Am Donnerstag waren wir wieder den ganzen Tag auf dem Hang. Abends war Disko angesagt. Am Freitagnachmittag mussten wir leider schon wieder unsere Sachen packen, denn es ging nach Hause. Auf der Rückfahrt waren wir alle müde von der anstrengenden, aber sehr schönen Woche. Als wir in Chemnitz gegen 22.00 Uhr eintrafen und an der Ermafa-Passage hielten, erwarteten uns dort schon unsere Eltern.

David Wiedemann, 7/2

Albertina, Burgtheater und Goldener Saal

Anfang Oktober 2015 begab sich zum zweiten Mal eine Gruppe 12er auf Wienexkursion. Auf unserem Exkursionsplan standen u.a. ein Besuch der Jubiläumsausstellung zu Edvard Munch in der Abertina, eine Führung durch das Burgtheater sowie für die Leistungskursler Musik ein Konzertbesuch mit dem Gewandhausorchester Leipzig im Goldenen Musiksaal des Wiener Musikvereins. Daneben blieb viel Zeit, Wien auf eigene Faust zu erkunden u.a. mit einem Musicalbesuch „Mozart“; der Theatervorstellung von Sophokles` “Antigone“ im Burgtheater, einem Besuch des Naschmarkts, eine Stippvisite Haus der Musik sowie den verschiedensten Kunstausstellungen sowie einen Ausflug zum Prater.

Autorin: B. Eichelkraut

Besuch aus Indonesien

04.09.2015 – was für ein Datum! Endlich ist es soweit und wir können unsere Freunde aus Indonesien vom Flughafen Berlin/Tegel abholen. Seit drei Jahren besteht die Schulpartnerschaft zwischen unserem Gymnasium und der „Yari School“ Padang, Sumatra, Indonesien. Dieses Projekt wäre nicht denkbar ohne die großzügige Unterstützung teilnehmender Elternhäuser. Ein großes Dankeschön an alle, die sich der Herausforderung gestellt haben für drei Wochen Englisch als Familiensprache anzunehmen, Reis zu kochen, einer anderen Kultur und Religion vorübergehend eine Heimat zu geben und keinen Aufwand zu scheuen Familie zu sein. Dankeschön! Nach fast zwei Tagen Anreise stand natürlich zunächst ein Familienwochenende an, gefolgt vom Empfang in der Schule, Ausflügen nach Dresden, Leipzig und Berlin, einem Besuch des Rathauses Chemnitz und der Eissporthalle mit anschließendem ersten Kontakt mit Schnee, Dank dem Team des Synchrontanzens und der Eissporthalle ein ganz besonders Event für unsere Gäste, Besuch und Käseherstellung im Rößlerhof und als ein ganz besonders Highlight ein Besuch der Blindenschule mit gemeinsamen Kochen mit den dort lernenden Schülern. Einen wunderbaren Abend durften aber auch wir an unserem Gymnasium erleben, denn unsere indonesische Delegation gestaltete eine farbenprächtige Show mit Einblicken in die indonesische Kultur der Geschichte und Gegenwart. Vieles konnten wir voneinander lernen, Gemeinsamkeiten entdecken, Unterschiede akzeptieren und Freundschaften schließen. Nun steht unser Gegenbesuch an! Im September werden unsere Schüler mit einem Programm, bestehend aus Gesang, Musik und Tanz die Reise nach Indonesien antreten. Ein Abenteuer, prägend für Wochen, Monate, eventuell Jahre! Dank allen, die diese Herausforderung annehmen und unterstützen! Und wahrscheinlich wird dann der Abschied in Padang genauso tränenreich und emotional werden wie hier in Chemnitz! Annette Kailus Am 04.09.2015 hielt ein Reisebus vor dem Andrégymnasium. Und aus diesem stiegen unsere Austauschschüler aus Padang, Indonesien.
Die Aufregung war groß. Jeder bekam seinen Austauschschüler und nahm diesen mit nach Hause. Die Indonesier blieben drei Wochen, in denen wir viele Sachen erlebt haben und viele Freundschaften geschlossen wurden.
Wir waren in Berlin, um uns den Bundestag anzusehen und wir waren in Leipzig und hörten uns den Thomanerchor an. Am Wochenende hatten wir Zeit, selbst etwas mit den Indonesiern zu unternehmen – etwa die Stadt Chemnitz vorstellen oder gemeinsam ins Bergwerk gehen. Die Indonesier besuchten in den drei Wochen auch unsere Schule und hatten da auch Unterricht. Die drei Wochen vergingen leider sehr schnell und am 24.09.2015 hieß es für uns Abschied nehmen. Es war ein sehr emotionaler Abschied und fast alle weinten, denn die Indonesier waren ein Teil unserer Familien geworden und diese gehen zu sehen ist nie schön. Doch wir ließen den Kopf nicht hängen, denn wir würden sie ja 2016 wiedersehen und darauf freuen wir uns natürlich. Und all die Sachen, die wir mit den Austauschülern erlebt haben, die Eindrücke und die Erinnerungen, die wir gesammelt haben, werden wir so schnell nicht vergessen.

Autorin: Sarina Löbig

15 Jahre Andrégymnasium

15 Jahre im Andrégymnasium – Wie geht das denn?
Moritz: „Meine große Schwester Pauline geht in die 12. Klasse und macht gerade ihr Abi. Sie war die Erste von uns vier Geschwistern, die auf das Andrégymnasium gegangen ist. Das war im September 2008. In diesem Schuljahr sind meine beiden kleineren Schwestern, Nora und Lena, in die 5. Klasse gekommen. Sie werden hoffentlich ihr Abi im Jahr 2023 absolvieren. Daher würden wir zusammen insgesamt 15 Jahre dieses Gymnasium besuchen.“

Pauline, du bist die Älteste von euch vier Geschwistern. Warum hast du dich damals für das Andrégymnasium entschieden? Pauline: „Ich wollte auf dieses Gymnasium, weil nur hier das künstlerische Profil angeboten wurde. Außerdem ist diese Schule für mich sehr gut zu erreichen, sowohl mit dem Bus, als auch mit dem Fahrrad.“

Und bist du mit deiner Entscheidung zufrieden? Pauline: „Ja, klar. Ich habe hier viele gute Freunde kennengelernt. Auch der Kunstleistungskurs hat mir super gefallen und ich mag die aufgeschlossene Atmosphäre an der Schule.“

Habt ihr anderen drei euch deswegen auch für das Andrégymnasium entschieden? Moritz: „Ja, aber nicht so sehr wegen des künstlerischen Profils. Ich habe das naturwissenschaftliche Profil gewählt, da ich gerne experimentiere und wir öfters Exkursionen unternehmen. Außerdem kann man so gut die Hausaufgaben von der großen Schwester abschreiben.“ Nora und Lena: „Wir gehen auf das Andrégymnasium, weil wir gern mit unseren beiden großen Geschwistern noch ein Jahr gemeinsam die Schule besuchen wollten. Wir wollten auch in die Streicherklasse – und die gibt es ja nur am Andrégymnasium.“

Was gefällt euch denn besonders an diesem Gymnasium? Pauline: „Ich finde den Toleranztag gut, da wir Schüler ihn hauptsächlich selbst organisieren können. Ich finde es auch schön, dass die Arbeiten der Kunstkurse im Schulhaus hängen und es dazu immer eine Ausstellungseröffnung gibt.“ Nora und Lena: „Uns gefällt es in der Streicherklasse richtig gut. Es gibt auch viele tolle Arbeitsgemeinschaften, z.B. „Plants for the planet“ und den Chor.“ Moritz: „Unsere Eltern finden die Konzerte und das Sommerfest „Andre-Treffen“ immer ganz toll. Und ich freue mich schon auf das Wasserwanderlager im Juni!“

Soll man wegen einer Mondfinsternis um 1:00 Uhr nachts aufstehen?

Wer diese Frage sofort mit ja beantwortet, sollte sich zunächst mal vorstellen, dass der Tag, für den eine totale Mondfinsternis in Aussicht stand, der 28. September 2015, ein Montag war, also eine ganze Schulwoche im Blick und das Wochenende noch nicht ganz überstanden. Der Himmel war zu der Zeit mit Wolken verhangen. Selbst hartgesottene Freunde seltener astronomischer Ereignisse haben sich da doch lieber noch einmal im warmen Bett umgedreht. Auch mir als Lehrer, der ich das Geschehen in der Vorwoche im Unterricht angekündigt und ab 2:00 Uhr zu einer Beobachtung vom Physikraum 2.05 aus eingeladen hatte, kamen da berechtigte Zweifel. Wird man zu so ungemütlicher Stunde wegen der Aussichten auf meist bedeckten Himmel überhaupt etwas sehen können? Hat es Sinn, in die Schule zu gehen und die Teleskope und Kameras aufzubauen? Die Vorstellung aber, einige Enthusiasten würden frierend und müde vor der Schule stehen und der Lehrer, der gerufen hatte, ließe sich nicht blicken, ergab dann den entscheidenden Ruck, mich dennoch aufzuraffen. Und das sollte für alle, die es genauso taten, belohnt werden. Das Wort vom „Blutmond“ geisterte schon einige Tage vorher durch die Presse. Alle möglichen schon längst vergessen geglaubten Sagen vom Unheil kündenden verdunkelten Vollmond wurden aufgewärmt. Dabei passiert ja nichts weiter als ein Durchgang des Mondes durch den Schatten der Erde. Da ein kleiner Rest vom roten Anteil des Sonnenlichtes den Weg in den eigentlichen Schattenraum hinter der Erde findet, ist der Mond nicht ganz verfinstert, sondern erscheint in tiefem Orange-Rot. Fotos täuschen da immer einen helleren Schein vor. Bei längerer Belichtungszeit wird die ganze Farb-Dramaturgie der Situation etwas glattgebügelt. Und tatsächlich: Fünf hartgesottene Schülerinnen und Schüler, auch Ehemalige, standen vor der Schultür. Insgesamt wurden es nach und nach sogar über zwanzig. Die Wolken verzogen sich allmählich, der Vollmond strahlte erstmal noch in vollem Glanze. Doch dann, so gegen 2:15 Uhr, begann der Mond, sich von der linken Seite her zu verfinstern. Dieser Vorgang schritt schnell voran und die nächste Stunde ging zügig vorüber, bis die sogenannte Totalität der Finsternis erreicht war. Schließlich mussten die Teleskope richtig aufgestellt sein und mit den Kameras wurde ständig um Schärfe der Aufnahmen und die richtige Belichtungszeit für den passenden Kontrast und realistische Farbe gekämpft. Die meisten der anwesenden Schülerinnen und Schüler hatten noch nie in ihrem Leben eine Mondfinsternis beobachtet und nun gleich eine totale dekorativ über den Dächern des Kaßbergs. Besonders beeindruckend ist, dass die Sterne in der Nähe des Mondes wieder gut zu sehen sind, von denen bei Vollmond sonst gar kein Licht gegen die gleißende Helligkeit des Erdbegleiters ankommen kann. Von 4:30 Uhr bis etwa halb sechs bewegte sich der Mond dann aus dem Erdschatten und wurde wieder zum gewöhnlichen Vollmond. Zum Glück gibt es ja im Physik-Vorbereitungsraum eine Kaffeemaschine und nicht weit entfernt von der Schule einen Einkaufsmarkt, der schon sehr früh öffnet. So konnte der Ausklang der Mondfinsternis von einem mehr oder weniger ausgiebigen Frühstück begleitet werden. Die Beteiligten konnten frisch gestärkt die folgenden bis zu acht Schulstunden bewältigen, die an dem Tag noch für manche folgen sollten. Und um die Anfangsfrage zu beantworten: Ja, auch unter ungünstigen Umständen soll man bei einer totalen Mondfinsternis den Wecker stellen und wenigstens mal kurz aus dem Fenster schauen.

Autor: E. Preuß

About Australia (1)

Der „Australien-Kurs“ bietet einen Einblick in die kulturellen und geografischen Aspekte und Bereiche
Australiens. In Verbindung zur englischen Sprache, beschäftigten wir uns ein Halbjahr mit den kulturellen Aspekten. Wir lernten den „Australian-slang“ kennen, stellten uns gegenseitig typische australische Tiere vor und hatten sogar die Chance, mit einem echten Australier zu sprechen und ihm unsere Fragen zu stellen. Außerdem hörten wir einen spannenden Vortrag über das Leben eines Backpackers in Australien. Wir lernten vor allem generelle und interessante „insider“-Fakten über Australien und dessen Bevölkerung kennen. Im nächsten Schuljahr werden wir uns mit der Kunst der Aborigines beschäftigen und unsere Facharbeiten mündlich präsentieren. Denn in diesem Kurs muss jeder Schüler eine Facharbeit über ein selbstgewähltes Thema verfassen und im Schuljahr 12/1 präsentieren. Im Halbjahr Geografie geht es vor allem um die Naturräume, das Klima und die Landschaft Australiens. Wir werden viel mit dem Atlas arbeiten und uns mit dem Tierreich, der Flora und dem Tourismus in Australien
beschäftigen. Unsere Exkursion ging leider nicht nach Australien, aber das Grassimuseum in Leipzig war ein guter Ersatz. Wir hatten die Möglichkeit, selbstständig die Australienausstellung zu besichtigen und hörten zusätzlich einen spannenden Vortrag über die Ureinwohner Australiens, die Aborigines. Bis jetzt haben wir nur positive Eindrücke gesammelt und sind froh den „Australien-Kurs“ gewählt zu haben. Wir sind gespannt, was im Geografieteil im nächsten Halbjahr auf uns zu kommt und ebenso auf die Themen in der 12ten Klasse.

Sabrina & Miriam Lang, 11/2; 11/3

About Australia (2)

Ein sehr außergewöhnlicher Kurs, der an unserer Schule angeboten wird, ist der Australienkurs, der die Kultur, das Alltagsleben, die Sprache sowie die Natur des Landes thematisiert. Praktisches Arbeiten ist im Unterricht aufgrund der großen Entfernung und vielen Unterschiede Deutschlands zu Australien schwierig, wurde uns aber dennoch im Arktisch-Alpinen-Garten in Glösa ermöglicht, den wir im Rahmen einer Exkursion am Ende der 11. Klasse besuchten. Die Natur weit entfernter Länder kennen zu lernen und zusätzlich noch eine kostenlose Führung durch die Pflanzenwelt dieser Erde zu erhalten, war eine interessante Ergänzung zum Unterricht. Nach einem freundlichen Empfang mit anschließendem Rundgang bekamen wir die Möglichkeit, australische und neuseeländische Pflanzen zu zeichnen. Der Arktisch-Alpine-Garten befindet sich in einer Höhe von 352 m NN am nordöstlichen Rand der Stadt Chemnitz. Seine geografische Lage beläuft sich auf 50°53´15´´ nördliche Breite und 12°56´23´´ östliche Länge. Der Garten beherbergt auf einer Fläche von nur 2.000 m² ca. 4.000 Pflanzenarten vor allem kalter bis gemäßigter Regionen in einer Gestaltung nach geografisch-ökologisch-soziologischen Gesichtspunkten. Der Arktisch-Alpine-Garten wurde vom Musiker, Komponisten und Autor verschiedener zoologischer und botanischer Bücher und weiterer Publikationen, Walter Meusel, im Jahre 1956 gegründet und privat geführt. Nach dem Tode Walter Meusels (1990) wird der Arktisch-Alpine-Garten unter der Trägerschaft der gemeinnützigen Walter-Meusel-Stiftung erhalten und fortgeführt.

Der Australienkurs der Stufe 12

Eine Woche fächerverbindender Unterricht in der Klassenstufe 7

Vom 05. – 08.10.2015 fand bei uns im Gymnasium eine Woche mit fächerverbindendem Unterricht statt.
Die Schüler der 7. Klassen widmeten sich dem Thema „ENERGIE“.

Tag 1 = Montag Am ersten Tag bekamen wir in der Aula eine Einführung zum Thema Energie und wurden in vier circa gleich große Gruppen eingeteilt. Jede Gruppe unternahm am Mittwoch und Donnerstag zwei Exkursionen mit Besuchen des eins-Kältespeichers, des Stadtbads sowie vom Fitnessstudio und Industriemuseum Chemnitz.

Tag 2 = Dienstag Am nächsten Tag hatten die Gruppen 1 und 2 jeweils drei Blöcke Unterricht, nämlich Physik, Chemie oder Informatik. Die Gruppen 3 und 4 bekamen eine Einweisung und wurden auf das Fitnessstudio vorbereitet.

Tag 3 = Mittwoch Heute waren die Exkursionen angesagt, Gruppe 1, 2, 3 und 4 hatten die ersten zwei Blöcke Unterricht und gingen am Nachmittag ins Stadtbad, Fitnessstudio oder ins Industriemuseum. So circa 15:30 Uhr war für alle Schluss.

Tag 4 = Donnerstag Am letzten Tag ging es gleich zu den Exkursionen. Treffpunkt war vor Ort. Alle Schüler der Klassen 7 mussten selbstständig mit Auto, Bus oder Bahn zum Ziel hinkommen. Jede Gruppe kam zu verschiedenen Zeiten an den jeweiligen Exkursionsschauplätzen an.
Und danach war für alle die schöne Woche zu Ende. Die Woche war sehr schön und informativ, im Stadtbad, zum Beispiel, wurden wir durch den Keller geführt und haben alle Heizungen und Sanitäranlagen betrachten können, im Industriemuseum wurden uns Maschinen der Zukunft gezeigt wie ein BMW mit Elektroantrieb. Und im Fitnessstudio durften wir an verschiedenen Geräten Sport treiben. Wir danken allen Lehrern und Schülern für diese tolle Woche.

Weil Kontroverse lohnt – der Regionalwettbewerb „Jugend debattiert“

Am 10.03.2016 begaben sich die zwei im Schulwettbewerb qualifizierten Debattanten unserer Schule Eris Bartl (Kl. 8/2) und Helena Kothe, (Kl. 8/4) und die zwei Juroren Henning Hartmann und Julian Keppler (aus Klasse 8/4) zum Regionalwettbewerb „Jugend debattiert“, der im Gymnasium Einsiedel statt fand. Begleitet wurden sie von Frau Wagner und von einer kleinen Fangemeinde. Auf der Hinfahrt waren Eris und Helena noch recht entspannt, doch die Aufregung stieg, als die Positionen vor der ersten Debatte zum Thema: „Sollen Eltern frei entscheiden können, welche weiterführende Schule ihre Kinder besuchen?“ ausgelost wurden. Danach zogen sie sich zurück, um noch eine paar Absprachen mit ihren Mitstreitern zu treffen. Dabei wurde schon klar, die Konkurrenten sind stark. Diese erste Debatte lief leider nicht so gut wie erhofft, doch wie echte Profis konzentrierten sich die beiden gleich auf die 2. Runde zum Thema: „Soll ein Mindestgewicht (BMI) für Models festgelegt werden?“ Diesmal waren Eris und Helena sichtlich sicherer im Gespräch und die Jurorenrückmeldung gab Anlass zur Hoffnung auf eine Qualifizierung für das Finale. Doch dafür hatten sie wahrscheinlich in der ersten Runde zu viele Punkte gelassen. Dennoch haben sie unser Gymnasium würdig bei diesem Wettbewerb vertreten. Danke an Euch zwei und selbstverständlich auch an die Juroren für ihren Einsatz. Sieger des Wettbewerbs wurde übrigens Jonas R. vom Karl-Schmidt-Rottluff Gymnasium. Fazit: Für Eris und Helena war es eine tolle Erfahrung und im nächsten Jahr werden sie sich bestimmt nicht mehr von der unbekannten Wettbewerbssituation verunsichern lassen. Vielleicht können wir sie dann auch zum Landeswettbewerb begleiten. Als Juroren nehmen Helena, Henning und Julian schon in diesem Jahr am Landeswettbewerb teil. Dafür werden sie bei einer professionellen Jurorenschulung in Dresden vorbereitet. Francine Riewoldt, Sarah Schmidt Klasse 8/2

Matheolympiade 2016

Nachdem wir erfolgreich bei der 2. Stufe der Matheolympiade den 2. und 3. Platz belegten, hatten wir die Möglichkeit bei der 3.Stufe der Matheolympiade teilzunehmen. Als wir diesem Angebot zugesagt hatten, bekamen wir eine Einladung, wo wichtige Termine und Infos draufstanden. Die Matheolympiade, bestehend aus zwei Klausuren, fand am Wochenende vom 27. bis zum 28. Februar 2016, statt. Am 27. Februar startete endlich die erste Klausur. Ab 13:00 Uhr hatten wir die Möglichkeit, drei schwierige Knobelaufgaben in vier Stunden zu lösen. Nachdem wir diese anspruchsvollen Aufgaben bewältigt hatten, fuhren wir mit unseren Eltern nach Hause, um uns auf die nächste Klausur vorzubereiten. Am nächsten Tag erwartete uns die zweite und noch schwierigere Klausur, welche ab 8 Uhr wiederum drei Aufgaben beinhaltete. Eine von diesen Aufgaben handelte von einem Männlein, welches auf einer Würfelpyramide stand. Nun da wir es geschafft hatten, waren wir beide sehr erleichtert und glücklich. Aber es sollte noch besser werden. Um 17 Uhr stand zum Abschluss dieses Wochenendes die Siegerehrung auf dem Plan. Für uns sprangen eine Anerkennung für gute Leistungen und ein 2. Platz heraus. Das freute unsere Mathelehrerin ungemein, da bei der 3. Stufe sehr lange nichts für unsere Schule herausgekommen war.

Magnus Gräßler & Luis Peuckert
(Klasse 6/4)

1. Platz beim Regionalfinale im Volleyball/Mädchen WK II

Nachdem Anfang Januar der Stadtausscheid in einem knappen Finale gewonnen wurde, machten wir uns am 19.01.2016 auf den Weg nach Oederan. Dort warteten im Regionalschulamtsfinale Mannschaften aus Olbernhau, Brand-Erbisdorf und Zschorlau auf uns Chemnitzerinnen.

Im ersten Spiel gegen Zschorlau konnten wir dank der Tipps beider Trainer, Andreas S. und Axel R., des SSV-Chemnitz und unserer Sportlehrerin Frau Schlupp viele gute Punkte machen. Ungefährdet gingen beide Sätze (25:18, 25:19) an uns sieben Spielerinnen. Da auch Brand-Erbisdorf das erste Spiel gewonnen hatte, ging es gegen die Bergstädterinnen nun um alles. Doch wir starteten alle sehr motiviert und mit Spaß in dieses Match. Schnell hatten wir uns durch viele gute Spielzüge eine kleinen Vorsprung erarbeitet und gewannen schließlich diesen Satz souverän mit 25:18. Aber geschlagen gaben sich die Brand-Erbisdorferinnen natürlich nicht. Nachdem der zweite Satz dem Ende zu ging und wir mit einigen Punkten zurück lagen, rappelten wir uns noch einmal auf und gewannen diesen Satz letztendlich doch noch (26:24).  

Nach den zwei Siegen gingen alle gutgelaunt ins letzte Spiel des Tages gegen das Gymnasium aus Olbernhau. Von Anfang an spielten wir konzentriert und konnten uns so schnell ein beruhigendes Punktepolster erkämpfen. In beiden Sätzen gaben wir noch einmal alles und konnten diese damit für uns entscheiden (25:19, 25:21).

Zusammenfassend können wir sagen, dass es ein sehr gelungenes und spannendes Turnier war. Wir haben alle gezeigt, was wir können, haben tolle Punkte erzielt und hatten vor allem viel Spaß an diesem Tag.

Michelle, Karo, Natalie, Emi, Jenny, Lilli und Michi 

Frankenstein – The Monster and the Myth

“There is always a choice between ordinary good and ordinary evil.” On Monday 2nd November we had the great opportunity to watch a play based on the novel “Frankenstein”
by Mary Shelley. It was put on the stage by the American Drama Group, a theatre company that has given highly successful guest performances at Stadthalle Chemnitz for years. This year’s play focused on the recreation of a dead human body and the moral issues arising from this situation. Funnily enough, the play was anything but only serious, although it still included philosophical quotes from the original. The cast consisted of only four really talented actors, but we found one of them to be an outstanding performer: Igor, the weird grave digger. He is obsessed with brains, maybe because he hasn’t got one himself. Due to the small number of actors, every one of them to take on more than one part. Igor, for example, was not only Igor but played also the part of a prison officer, a monkey and a dealer selling vegetarian sausages: ”Not sausages for vegetarians but of vegetarians!“ The audience, in the majority young people, enjoyed the entertaining performance which was easy to follow. That afternoon we had the choice between an extraordinary theatre performance or an ordinary day at home – our decision proved definitely worth it.

Nathalie Milke, Pauline Brückner
Kl. 12

Komplexe Leistung Englisch – Kurzgeschichte

Sweet Sixteen

The music was ear-splitting loud and she felt the bass vibrating in her head and her chest. The darkness was somehow comforting. She felt a bit insecure in this room full of dancing people. It was her birthday and all of her friends should have been there with her, celebrating the age of sweet sixteen.
But none of them had shown up. Anyway, it was her time finally. All those nights spent crying, because she had been the only one of her friends that was too young to go out at night. All those weeks and months spent waiting for that one birthday that would be the ticket to the glimmering and exciting world of adolescence.
Oh, she was so prepared for this night. She had watched tons of films that told about the first true love. It was always the same story: The girl turns sixteen and at her first party she meets the boy of her dreams. She was so ready to find her first love today, so excited for the flirts, the shy glances, the soft touches and intense kisses of a man that she hadn‘t met yet. She was obsessed with falling in love. Even the idea of a first heart break impressed her.
The air was filled with cigarette smoke and the fog of a dry ice generator when she pushed her way to the bar. The first beer in her life tasted bitter and made her feel lonely. It tasted too bad to drink another, but one was not enough to make her drunk and brave enough to talk to some strange and handsome boys.
She almost slipped on the broken glass on the ground when she entered the dancefloor. She tried to dance but it was more like the crowd carried her body to the beat like she was a weak-willed wave in a boundless sea. Every few seconds a flashlight broke through the darkness, revealing hundreds of faces and flickering eyes. Sixteen. What a magical age. Suddenly a boy behind her wrapped his arms around her hips and pressed his body against her back. “There we go.” she thought. “The first touch of my first boyfriend.” She was about to turn around to have a look at his face, but he held her so tight, that she couldn‘t move. A cold shiver ran up her spine although the boy´s body behind her was hot and wet. She tried to get away from him. He seemed miles away and his touches became more obtrusive. But when he relaxed his grip, she pushed his hands away. In the moment of hesitating before she would lose his face in the darkness again, she scrutinized him and saw a nearly unconscious glance in his eyes. A tired gaze, dilated pupils trying to focus on something through the heavy haze of vodka and beer.
His breath smelled like alcohol when he leaned forward to kiss her. Her first kiss. Stolen by a ruthless boy. No romantic feeling of tension, just panic filled her heart as his hands slowly wandered down to her butt. Sweet Sixteen. Sweet like she was a cake handed on a silver plate to all the drunken boys that would love to taste her helpless lips.
“Get us while we‘re hot! Get us while we‘re hot!” The lyrics of the roaring music ringed in her head. The pieces of broken bottles crunched under her feet and on her arm she felt the cold sweat of half-naked high school girls that stumbled around her. They were living the dream, she always wished for. But this evening tonight was more like a nightmare. These people were blind and numb zombies, dancing in the dark. They were intoxicated souls craving for attention. How she wished that just all the lights would turn on at once, creating a spotlight that would creep those paralyzed human beings away from her young body, poor lips and innocent mind.
When the boy finally gave up kissing her, she ran out of the door. The security man gave her a suspicious look. He was the one that checked her ID. The one to open her the world to parties and bars and love and adolescence. He even wished her a happy birthday when he saw the date of birth on her ID. “Happy Birthday!” She got dizzy because of the fresh and cool air that surrounded her so peacefully after the terrible hugs and kisses in the club. She began to shake. Oh, bitter-sweet tears of sixteen.

By Sarah Möller 10/5

DELF – Ein Zertifikat für die Zukunft

Unsere Schule hat sich nicht nur auf Kunst- und Musik-AGs spezialisiert. Auch für Sprachbegeisterte gibt es einige Angebote. Die meisten von euch werden Cambridge kennen. Aber es wissen leider nur wenige, dass es ein ähnliches Zertifikat auch für Französisch gibt. Das DELF-Zertifikat kann man in verschieden Stufen ablegen. Das Diplom, das man in der elften Klasse ablegt, entspricht Muttersprachlerniveau. Um das zu erreichen, reicht der normale Schulunterricht natürlich nicht aus. Und deshalb gibt es jedes Jahr einen sehr jungen Lehrer oder eine sehr junge Lehrerin, der oder die direkt aus Frankreich an unsere Schule kommt und denen Privatunterricht gibt, die auch ihre Freizeit mal gerne in Französisch investieren. Da die DELF-Gruppen nur aus sehr wenigen Schülern bestehen, kann sehr spielerisch an dem Stoff gearbeitet werden. Alles passiert auf freiwilliger Basis, das heißt, dass es auch keine Pflichthausaufgaben gibt. Die Begeisterung, mit der die Lehrer ihre Muttersprache weitergeben, steckt auf jeden Fall an. Wer also motiviert ist und zum Beispiel später mal in Frankreich studieren will, dem bringt DELF wirklich was.

Sarah Möller Kl. 10/5

Fremdsprachenassistentin am Dr.-Wilhelm-André-Gymnasium

Als ich die Bestätigungs-Mail erhielt, dass ich als Fremdsprachenassistentin am Dr.-Wilhelm-André-Gymnasium in Chemnitz angenommen worden war, hatte ich mich sehr gefreut. Ich kannte Chemnitz schon durch ein Semester als Erasmus-Studentin 2013, das mir sehr gefallen hat. Seitdem war ich in Leipzig und habe als Kundenberaterin gearbeitet. Das Jahr als Fremdsprachenassistentin ist nicht mein erstes: 2008 war ich in England Assistentin. Diese Erfahrung war sehr bereichernd und dieses Mal wollte ich wissen, ob der Beruf als Lehrerin für mich passen würde. Jetzt kann ich sagen, dass mich die Arbeit am Andrégymnasium in meiner Idee bestärkt hat. Seine eigene Sprache in einem fremden Land zu unterrichten ist eine große Herausforderung. Ich habe viel über meine eigene Sprache gelernt, indem ich sie weitergegeben habe. Ich habe meine Kultur aus einer anderen Perspektive kennenlernen dürfen. Ich habe meine Deutschkenntnisse verbessert und auch viel über Deutschland gelernt dank der Lehrer, mit denen ich arbeiten durfte und auch durch die Kontakte mit den Schülern. Ich danke allen ganz herzlich für dieses unvergessliche Jahr. Eine Sprache zu lernen, egal welche, ist faszinierend und schwer zugleich. Es ist das Eintauchen in eine andere Denkweise. Man darf keine Angst haben, Fehler zu machen. Das ist ein bisschen wie laufen lernen.

Maëlle Prosper

Talentakademie Berlin

In der TalentAkademie, in Rangsdorf nahe Berlin, hatte ich viel Spaß mit vielen anderen Schülern meines Alters. Vier verschiedene Projekte standen zur Auswahl, ich entschied mich für das Projekt Design, in dem das Thema Konstruktionen und Design im Vordergrund behandelt wurde und wo wir viel darüber lernten. Wir zeichneten und bauten viele Modelle und dann richtig große Bauwerke. Ich entwarf zum Beispiel meine „Blubberblasenlampe“ und gemeinsam in einer Gruppe ein „Unterstand-Ufo“. Aber natürlich waren wir nicht nur den ganzen Tag mit unseren Projekten beschäftigt, sondern wir hatten auch Freizeit mit einer Vielzahl von Angeboten. Angefangen von einer Band über die Politische Gesprächsrunde bis hin zum Fußball. Und diese Freizeitangebote haben wir selbst gestaltet. Auch konnten wir uns zwischen verschiedenen Ausflügen entscheiden. Ich war im Technikmuseum in Berlin, mit anschließendem Besuch des Potsdamer Platzes. Unsere „Betreuer“, genannt „Teamer“, waren total cool und haben oft ein Auge (manchmal sogar zwei) zugedrückt, denn sie waren selbst fast nie älter als 30 Jahre. An sich soll man aber, wie der Name schon sagt, in der
TalentAkademie sein Talent entdecken. Das habe ich da auch. Es war eine tolle Erfahrung. Ich kann jedem nur empfehlen, sich einmal bei der TalentAkademie zu bewerben. Ich würde sofort wieder teilnehmen.

Maxime Hobusch

Die TalentAkademie in der Seeschule Rangsdorf bei Berlin richtet sich an Acht- und Neuntklässler aller Schulformen aus ganz Deutschland. Dort haben sie die Chance, sich in ganz unterschiedlichen Projekten auszuprobieren, neue Interessen und Talente an sich zu entdecken und Freundschaften zu schließen.

«Les Bandes de filles»

Am 19. Januar 2016 trafen sich die Französisch-Klassen der Jahrgangsstufe 10 im ersten Unterrichtsblock am CineStar-Kino in der Innenstadt, um sich gemeinsam den französischen Film „Les bandes de filles“ im Rahmen des 7. Französischen Filmfestivals „Cinéfête“ anzuschauen. Im Mittelpunkt des Films steht vor allem das harte Leben der 16 jährigen Marieme, ein Leben in den tristen Neubaublöcken der Pariser Banlieue. Zu Hause muss sie sich um ihre jüngere Schwester kümmern, da die Mutter als unterbezahlte Putzkraft ständig Überstunden schieben muss. Wenig Unterstützung darf sich Marieme zudem von ihrem großem Bruder erhoffen, der seine erzieherischen Maßnahmen auf Gewalt und Einschüchterung beschränkt. Auch in der Schule wird dem Mädchen klar gemacht, dass eine Versetzung aufgrund ihrer schlechten Noten aussichtslos sei. Einzig Lady, Fily und Adiatou – zusammen mit Marieme die Hauptprotagonisten und Namensgeber des Films – schaffen sich während ihrer gemeinsamen Treffen ein Stück Freiheit neben ihren Pflichten. An manchen Tagen ziehen sie durch die Blöcke, tanzen zu Hip – Hop Musik oder quatschen mit den Jungs. Dieser Eindruck einer normalen Mädchenbande wird an solchen Tagen widerlegt, wenn sich die „ bande de filles“ Schutzgeld von ihren Mitschülern erpresst, in Pariser Geschäften Diebstahl begeht oder sich brutale Prügelduelle mit anderen Gangs liefert. Ergaunertes Hab und Gut investieren die vier Mädchen zum Beispiel in ein gemietetes Hotelzimmer. Für eine Nacht schminken sie sich, tragen die geklauten Kleider, genießen ein anderes Leben, jenseits von Armut und Gewalt. Während dieser Schlüsselszene wird dem Zuschauer klar vorgeführt, welch Glücksgefühl den Mädchen widerfährt, als sie unbeschwert und sorglos vor dem Hotelspiegel den Song „Diamonds“ von Rihanna singen. Doch auch wenn sich im weiteren Verlauf des Films die Wege der Mädchen trennen, so bleibt die Solidarität zwischen den Mädchen genauso wie der starke Charakter von Marieme im Gedächtnis des Zuschauers bestehen. Einerseits erwies sich der Film nicht als langweiliger „Vorzeigefilm“ für den Französischunterricht, entgegen der Erwartungen. Andererseits bereitete die französische Sprache in Form eines jugendlichen Jargons teils große Sprachbarrieren. Die Regisseurin Céline Sciamma gewährte uns Schülern mit ihrem Film, der u.a. 2014 beim Internationalen Filmfestival in Stockholm ausgezeichnet wurde, einen völlig neuen Einblick auf eine andere Seite von Paris, welche uns eigentlich im Unterricht nie so vorgestellt wurde.

Marvin Hahn 10/5

Jahresausstellung Leistungskurs Kunst

Es ist 8 Uhr, Samstagmorgen. Frühe Sonnenstrahlen legen sich sanft über die Spitze unserer Nase, bringen diese erst zum Rümpfen und kitzeln dann ein erhebliches Niesen hervor. Hellmunter springen wir auf, ein kurzer Trip ins Bad und schon werfen wir uns Klamotten über und schlagen die Tür hinter uns zu. Wenn wir die noch schläfrigen Straßen unseres Wohnorts entlangschlendern, einfach, weil uns dazu zumute ist, so nehmen wir mit unseren Sinnen nichts anderes wahr, als Überlagerung. Wir sehen sie in den Wolken am Himmel, welche vor unserem inneren Auge, die erstaunlichsten Formen bilden. Wir fühlen sie in den frischen Morgenwinden und den Sonnenstrahlen, die unsere Haut streifen. Wir riechen sie auf der Straße. Abgas, Orangen von einem Obststand, den Duft des Parfüms von der Dame nebenan. Vielleicht schmecken wir sie auch, in letzten Zahnpastaresten zum Beispiel. Vor allem aber hören wir sie – überall. Das Bellen von Hunden, das Brummen von Autos, das Weinen eines Babys und das Rascheln der Blätter im Wind. Wir gehen weiter, schlagen eine andere Richtung ein und lassen uns von unseren Schritten leiten in eine schmalere Gasse, auf einen noch schmaleren Trampelpfad und in die Säume des Waldes. Sobald wir das Dickicht betreten, wird es still um uns. Wir lassen den Lärm der Straßen zurück. Bis auf unsere Schritte, ist nichts zu hören – außer dem Gesang einiger Vögel in den Ästen über uns. Während wir weiter gehen, ganz in Gedanken und die Natur um uns vertieft, haben wir die Zeit vergessen. Am Nachmittagshimmel ziehen dunkle Wolken auf, der Wind bringt die vorher säuselnden Blätter zum Rascheln und nimmt immer stärker zu. Da – Platsch! – der erste Tropfen fällt. Genau auf unsere Nasenspitze und ehe wir uns versehen folgen unzählige weitere, es gießt aus allen Wolken. Von weitem Hören wir ein Grollen und es donnert so laut, dass wir uns die Ohren zuhalten müssen. Wir rennen los – spurten in Richtung Stadt, zu unserer kleinen Wohnung, als ob der Teufel hinter uns her wäre. Und die Tür knallt. *Stille* Durchatmen – wir haben es geschafft. Endlich zuhause angekommen und noch außer Puste von unserem kleinen Abenteuer, legen wir die Jacke ab und machen uns eine Tasse heißen Kakao. Kurz bevor wir uns in unser gemütliches Bett begeben und in den weichen Daunen in unseren wohlverdienten Schlaf fallen.

Rhapsodie in School

Im Rahmen der Veranstaltung „Rhapsody in school“ besuchten der Pianist Matthias Kirschnereit – gemeinsam mit der Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz ECHO-Klassik-Preisträger – sowie der Cellist Julian Steckel unser Gymnasium. Sie stellten den Schülerinnen und Schülern der Klassenstufe 8 Ludwig van Beethovens Konzert für Violine, Violoncello, Klavier und Orchester op. 56 vor. Die Musiker erzählten vom Alltag eines Berufsmusikers, vermittelten Wissenswertes zu Ludwig van Beethoven und zum Ablauf eines Solokonzertes.

B. Eichelkraut

La Cenerentola

Am 03.12.2015 waren wir, die Klasse 6/4, im Opernhaus Chemnitz. Zuerst wurden wir durch das Opernhaus geführt. Wir durften auf die Bühne und hinter die Kulissen schauen. Frau Dr. Vieht, die Theaterpädagogin des Opernhauses, erklärte und zeigte uns vieles. Danach sahen wir uns das Making Off von „La Cenerentola“ an. „La Cenerentola“ ist die italienische Version des deutschen Märchens „Aschenputtel“.
In dieser Vorstellung sahen wir, wie aufwendig es ist, ein ganzes Stück glaubhaft wirken zu lassen und so die Menschen zu ergreifen. Anschließend waren wir noch gemeinsam auf dem Weihnachtsmarkt. Wie man sieht, hat es allen geschmeckt. Zu unserer Weihnachtsfeier, am 15.12.2015, gingen wir dann zu einer richtigen Vorstellung von „La Cenerentola“ ins Opernhaus. Am nächsten Morgen waren wir alle ein bisschen müde, denn die Aufführung dauerte von
18 Uhr bis 21 Uhr. Einige waren doch ziemlich spät erst im Bett.
Uns begleitete die DAZ-Klasse (DAZ = Deutsch Als Zweitsprache) des Beruflichen Schulzentrums für Technik II. Zur Vorbereitung auf diesen Besuch haben wir im Deutschunterricht den Schülern das Märchen erklärt und miteinander diskutiert. Rundum hat es allen gut gefallen und wir freuen uns auf unseren nächsten Besuch im Opernhaus.

Vera Krüger, Hannah Baehring, Kl. 6/4

Einmal Dublin, Glendalough und zurück

Irland – da denkt man doch als erstes an ewig grüne Wiesen, Schafe und alte Burgruinen, oder?

Die Mitglieder des Jugendsinfonie-orchesters der Städtischen Musikschule Chemnitz und so auch einige Schüler unseres Gymnasiums durften Irland und seine wunderschöne Hauptstadt Dublin für eine Woche hautnah erleben. Der Besuch in Irland war Teil eines Austauschprojekts mit einer Schule in Dublin, dem Luttrellstown Community College. Die irischen Schüler besuchten uns im Dezember 2015, so durften wir auch hier an unserer Schule einige der Austauschschüler begrüßen. Nun stand also der Gegenbesuch an, und an dieser Stelle möchte ich unserem Schulleiter, Herrn Gersdorf, ganz herzlich danken, dass wir außerhalb der Ferien die Möglichkeit hatten, nach Irland zu fliegen und dieses faszinierende Land kennenzulernen. Danke!

Am 1.05.2016 hieß es für uns „Auf nach Irland!“ Busfahrt und Flug verliefen problemlos, und bereits mittags kamen wir am Dubliner Flughafen an, wo wir von den irischen Schülern und ihren Familien sehnsüchtig erwartet wurden. Die Freude war groß, denn in der Woche im Dezember in Deutschland hatten sich Freundschaften gebildet und nun gab es also ein Wiedersehen. Den ersten Tag verbrachten wir bei unseren Gastfamilien, die übrigens alle supernett waren. Ich habe mich in meiner Gastfamilie wirklich sehr wohl gefühlt und auch die Verständigung klappte ganz gut – am ersten Tag war ich zwar noch etwas geschockt aufgrund des Sprechtempos, doch man gewöhnt sich an alles ;-) Am Montag, unserem ersten kompletten Tag in Dublin, konnten die Gastfamilien den Tag individuell mit ihrem deutschen Austauschschüler gestalten, ich fuhr gemeinsam mit meinem irischen Host und ein paar anderen Schülern aus Deutschland und Irland ans Meer. Abgesehen von einem plötzlich und ohne Vorwarnung aufkommenden Platzregen allererster Güte hatten wir einen wundervollen Tag an der Küste Irlands.

Am Dienstag durften wir mit in den Unterricht am College. In der Schule prasselten tausend neue Eindrücke auf uns ein und auch wenn wir nur kurz mit im Unterricht waren, war es doch eine interessante Erfahrung, da es doch einige Unterschiede zu unserer Schule gab. Nach dieser Stunde war für uns eine Orchesterprobe angesetzt, denn am folgenden Tag sollte unser Konzert stattfinden. Am Mittwoch besuchten wir das Haus der Familie Guinness und den wundervollen Phoenix Park, den größten Stadtpark Europas. Abends fand schließlich das Konzert statt, welches ohne große Pannen über die Bühne ging und vor allem bei unseren Gastfamilien sehr gut ankam. Am Donnerstag hieß es Wandern in Glendalough. Da durften wir Irland erleben, wie es im Buche steht, mitsamt grüner Wiesen, einem alten Friedhof und natürlich mit original irischen Schafen. Die Wanderung führte durch den Wald, immer weiter nach oben. Alle Anstrenungen wurden aber schließlich mit einem wunderbaren Ausblick belohnt (siehe Bild oben), der alle begeisterte und uns Irland nochmal von einer ganz anderen Seite zeigte.

Der Freitag war auch schon unser letzter Tag in Dublin. Wir fuhren in die Schule, wo wir gemeinsam mit den irischen Schülern unsere Backkünste unter Beweis stellen durften (irische Scones, sehr zu empfehlen!) und anschließend alle zusammen noch einen African Drumming Workshop hatten. Am Ende war noch eine kleine Party mit Pizza geplant und auch wenn die Zeit etwas knapp wurde, war das ein schöner Abschluss für diese wunderbare Woche in Irland, in der wir viele tolle Menschen und ein neues Land mitsamt seiner eigenen Kultur kennengelernt haben. Danke an alle Menschen, die diese Erfahrung möglich gemacht haben!

Thea Kruggel, 11/2

Aktivitäten unseres Schulchores

Ab Juni 2015 hatte der Chor unseres Gymnasiums wiederum vielfältige Möglichkeiten innerhalb der Schule und über die Stadtgrenzen hinaus wirksam zu werden. n „Schulen musizieren 2015“ – ein jährliches Treffen von Schulensembles aus ganz Sachsen – fand in Oelsnitz u.a. auf dem Gelände der Landesgartenschau statt. Da am selben Tag jedoch unser großes Sommerfest „andre treffen“ stattfand, nahm der Chor nur am Kirchenkonzert teil – im Nachhinein eine gute Entscheidung bei Hitze mit Temperaturen über 30° Celsius. n Am 21. Juni 2015 – dem Mittsommertag – war der Chor neben der Schülerband und der Theatergruppe mit dem „Sommernachtstraum“ präsent. n September 2015: Kleiner Auftritt zum Herbstfest n Vielleicht der Höhepunkt des ersten Halbjahres war – neben dem jährlichen Adventskonzert – ein Konzert mit dem ensemble musica e.V. u.a. mit der Aufführung einer Weihnachstliederkanate durch beide Chöre.

B. Eichelkraut

Adventskonzert
Am Samstag, dem 05.12.2015, fand das Adventskonzert in der Kreuzkirche Chemnitz statt. Von weitem sah man schon die lange Schlange, die vor der Kirche stand. Jeder Platz war besetzt. Alle freuten sich auf den schönen Abend, den nicht nur das Schulensemble des Dr.-Wilhelm-André-Gymnasiums gestaltete, sondern auch der Chor der Grundschule Rottluff. Am Anfang sangen unsere Musiklehrer das Weihnachtslied „Alle Jahre wieder“. Danach begrüßte Herr Gersdorf die Gäste. Es folgte ein kurzweiliges Programm aus Chor, Streichern und Solisten. Das Konzert verging wie im Flug und am Ende sangen alle gemeinsam den Song: „Deck the hall“. Der Song war ein wunderbarer Abschluss für den Abend.

Sarina Löbig Klasse 8/3

Spendenaktion

Am 2.10. besuchten einige Schüler der 6/4 mit vielen über Wochen gesammelten Kleider- und Spielzeugspenden die vom DRK geleitete Flüchtlingsunterkunft. Wir erfuhren eine tolle Unterstützung durch das DRK, insbesondere das DRK-Krankenhaus in Rabenstein, denn unsere Spenden wurden von der Schule abgeholt und in Kleinbussen verstaut. Dann fuhren auch wir mit DRK-Mitarbeitern in die Flüchtlingsunterkunft. Wir wurden von den syrischen, afghanischen und aus dem Irak stammenden Familien vorsichtig begrüßt und von den Mitarbeitern über das Gelände, die Lebensbedingungen, die Ausstattung und das Leben vor Ort hautnah aufgeklärt.

Die Sanitärcontainer sind eng, die abgetrennten Schlafabteile der Turnhalle sehr sauber, sehr einfach ausgestattet, aber das Freigelände war schließlich groß genug für ein spontanes Fußballspiel. Das war schön. Dann durften wir die Geschenke austeilen. Viele Süßigkeiten, mindestens ein Kuscheltier für jedes Kind und alle Spenden wurden gut verteilt. Es waren sehr schöne, aber auch berührende Momente für uns alle. Bevor wir die Heimfahrt antraten – die Zeit verging viel zu schnell – gab es noch traditionelle süße Speisen. Diese sind von einem DRK Mitarbeiter, der selbst aus Tunesien stammt, liebevoll vorbereitet worden. Wir haben gern geholfen. Danke an alle Helfer und Unterstützer, dass unsere Spendenaktion so gut gelingen konnte.

Felizitas Groschütz

Wo liegt eigentlich Timbuktu?

Zum Toleranztag am 9. Juli 2015 haben wir uns mit dieser Frage beschäftigt.
Zu Beginn haben uns, ein paar Fünft- und Siebtklässler, Frau Barthel, Frau Stöckel und Herr Gottschalk kurz etwas über Mali und Timbuktu vorgetragen. Anschließend haben wir uns in vier Gruppen aufgeteilt und zu folgenden Themen recherchiert: 1. Geschichte Timbuktus 2. Schule und Bildung in Mali 3. Afrikanische Kunst 4. Afrikanische Musik (speziell Blues) Danach haben alle Gruppen ihre Ergebnisse präsentiert. Über die guten Präsentationen, die in so kurzer Zeit erstellt wurden, waren alle sehr erstaunt. Als kleinen Höhepunkt riefen wir die Deutschlehrerin des Lyceé „Mahamane Alassane Haidara“ in Timbuktu, Aissatou Toure, an. Bei lautgestelltem Telefon konnten alle mithören und Fragen stellen.

Über die Antworten waren wir zum Teil sehr überrascht, z.B. haute uns die Anzahl der Schüler in einer Klasse ganz schön von den Socken. Sie erzählte uns außerdem, dass es an diesem Tag geregnet hat, was eine Seltenheit für die Gegend ist. Es war für alle sehr erstaunlich, dass wir über diese große Distanz mit der Lehrerin in Timbuktu reden konnten. Nach diesem Ferngespräch bereiteten wir noch einen Hirsebrei nach einem original malischen Rezept zu. Den meisten schmeckte er jedoch nicht. Zum Abschluss schrieben wir noch kleine Briefe an die Schüler des Deutschclubs des Gymnasiums in Timbuktu. Obwohl Mali und Timbuktu sehr weit entfernt sind, half uns dieser Tag den Menschen und der Kultur ein Stück näher zu kommen.

Luis Peuckert, Klasse 6/4

Poetry slam – Freiheit

Ich möchte frei sein, so frei wie eine Blume. ich möchte mich nach der Sonne richten und mich immer wieder vom Frühling wecken lassen. Ich möchte so stark sein, dass ich den Schnee schmelzen lassen und den Asphalt durchbrechen kann. Doch Blumen blühen nur einmal und wenn sie mehrmals blühen, dann immer an der selben Stelle.

Ich möchte frei sein, so frei wie eine Biene. Denn ich will nicht die schönste Blume sein sondern dorthin, wo die schönsten Blumen stehen. Alles was ich mache soll sich gut anfühlen, so gut wie der Geschmack von Honig. Ich möchte dorthin, wo der Nektar am süßesten schmeckt. Doch will ich mich keiner Königin unterordnen, nichts Autoritäres, dass mich einschränkt. 

Ich möchte frei sein, so frei wie ein Vogel. Möchte der Adler sein, der über allem steht und doch nicht über allem stehen. Also will ich höher und weiter und weg von allem und jedem und vergesse dabei, dass ich doch eigentlich gar nicht allein sein möchte. 

Ich möchte frei sein, frei wir ein Delphin. Der nicht alleine ist und sich trotzdem in unendlichen Weiten bewegt. In der Strömung treiben, nur um in der Strömung zu treiben und wenn ich, sollte es an der Zeit sein, alldem immer noch entfliehen kann, dann ist das Freiheit. Doch was bringt Freiheit wenn man nicht wahrnimmt, dass man frei ist? 

Dann lieber Mensch. Und all das tun können, all das als Freiheit begreifen und wenn ich es verstanden habe, will ich, kann ich und muss ich frei sein. Dann werde ich all das tun – ich breite meine Flügel aus und fliege weg. Ich spüre das Wasser des Ozeans auf meiner Haut, die Kraft der Luft, wie sie an mir vorbei zieht. Ich gehe dorthin, wo es sich am besten anfühlt und ziehe weiter, wenn es das nicht mehr ist. 

Ich weiß was ich will und das macht mich noch freier. Ich will die Welt erkunden und trotzdem einen Platz haben, an dem ich bleiben möchte. Wiederkommen weil ich will. Ich muss nicht weg, ich kann auch bleiben, dort wo ich hin gehöre. Keine Heimat, ein Zuhause.

Ich entscheide mich für das, was sich richtig anfühlt und wenn es an der Zeit ist, dann kann ich mich hinlegen und loslassen. 

Carl Geißler, Amanda Pauline Marschk

Alicia – Kurzgeschichte von Klara Kuhnert, Klasse 9/2

Zwei Tränen tropfen auf die Rückseite des Hochglanzfotos. Eine fällt genau auf das Datum, Siebzehnter Oktober Neunzehnhundertachtundneunzig. Die Zahlen sind unverkennbar von meiner Mutter geschrieben, ihre Achten sind komisch eingedellt und ihre Einsen sind wie immer krumm. Die wenigen krakeligen Worte daneben – Willkommen in deinem neuen Zuhause, Alicia – brennen sich in meine Netzhaut. Ich weiß, wenn ich an die weiße Wand vor mir gucken würde, dann könnte ich sie dort grün und grell auf- und abtanzen sehen. Weitere Tränen tropfen auf das Foto, sie lassen die Tintenspuren verlaufen.

Meine Hand zittert.

Ich muss mehrmals hintereinander schlucken, um das trockene Gefühl in meinem Hals loszuwerden.

Ich muss blinzeln.

Ich muss versuchen, das Zittern in meinen Händen unter Kontrolle zu bringen.

Aufstehen sollte ich auch, denn durch das Knien schlafen meine Beine ein.

Es gibt viele Dinge, die ich jetzt tun sollte, doch ich bin nicht im Stande, sie zu tun, und Aufstehen ist eines dieser Dinge. Vielleicht hoffe ich aber auch, dass das taube Gefühl sich weiter in meinem Körper ausbreitet.

Mein Kopf ist wie leergefegt, da sind keine Gedanken, nur Schlucken und Zittern und Blinzeln. Die Tränen kommen von alleine.

Dennoch wird die Leere allmählich ersetzt. Nicht durch Wut, Enttäuschung, Trauer. Das Gefühl ist kalt, hohl. Ich kenne es nicht und ich kenne auch kein Wort, es zu beschreiben. Vielleicht gibt es aber auch keines für das Gefühl, das dich überkommt, wenn dein Leben sich als Lüge entpuppt. Wenn die große, schillernde Seifenblase, auf die du immer zeigen und stolz „Das ist mein Leben, das ist meine Identität, das bin Ich“ sagen konntest, auf einmal zerplatzt.

Als kleines Kind bin ich Seifenblasen gerne hinterhergejagt, habe sie zum Platzen gebracht. Jetzt weiß ich nicht mehr, ob ich, Mila das war, oder sie, Alicia. Mit immer noch zitternder Hand drehe ich das Foto wieder um, starre auf das fröhliche Mädchen in dem roten Kleid. Mein Lieblingskleid. Oder doch ihr Lieblingskleid, und ich empfinde nur gleich, weil sie ich ist; nein, ich sie bin?

Auf einmal drängen sich unzählige Gedanken und Fragen in meinem Kopf; es sind so viele, dass ich das Foto fallen lasse, es irgendwie schaffe aufzustehen. Ich taumle in Richtung meins Bettes. Bisher hatte ich es nicht für möglich gehalten, aber gerade wird mir bewusst, dass einem von zu vielen Gedanken sehr wohl schwindelig werden kann. Ich lasse mich nach hinten fallen; die kühle Decke ist angenehm. Ich bedecke meine Augen mit einem Arm und versuche, mich zu beruhigen. Schnell stelle ich jedoch fest, dass diese Mission zum Scheitern verurteilt ist. Deshalb strecke ich meinen Arm lang aus und beginne, Muster an die Zimmerdecke zu zeichnen. Es hat mich immer beruhigt, mich auf etwas zu fixieren, und auch jetzt merke ich, wie die Tränen immer weniger und die Gedanken immer klarer werden.

Am Ende bleibt nur einer übrig. Bin ich es, die es beruhigt, sich auf Dinge zu konzentrieren, oder ist es mein Original und ich als Kopie kann gar nicht anders? Ist es mein Lieblingsessen, weil es auch das meines Originals war? Sind meine Verhaltensweisen wirklich meine Verhaltensweisen oder die meines Originals, in die auch ich verfallen bin, weil meine Gene es wollten? Treffe ich meine Entscheidungen, wie ich sie treffe, weil ich es will oder weil die Gene meines Originals mich zwingen?

Dass ich geklont bin, daran zweifle ich nicht. Klonen ist mittlerweile, 2035, nichts Ungewöhnliches mehr. Es ist keine Frage, dass ich geklont bin; ich meine, welche logische Erklärung gibt es sonst für ein Foto, dass mein elfjähriges Ich zu einem Zeitpunkt zeigt, an dem ich noch gar nicht am Leben war.

Ich weiß nicht, was ich jetzt tun soll. Ich habe Angst etwas zu tun, denn ich will nicht, dass mein Original entscheidet; im selben Moment kommt mir der Gedanke, dass ich meinem Original vielleicht gar nicht entkommen kann. Was, wenn ich immer so handle, wie mein Original es in ebendieser Situation getan hätte? Macht uns das zur selben Person, oder bin ich eine Kopie, oder bin ich eine Person, die Alicia sehr ähnelt, was zufällig an den selben Genen liegt?

Was bin ich?

Ich weiß es nicht.

Ich weiß nicht, ob es sich lohnt, darüber nachzudenken.

Ich weiß nicht, ob die Wahrheit es einfacher machen wird oder ob ich mir dann, wenn ich sie endgültig kenne, wünsche, es doch nicht zu tun.

Ich weiß nicht, ob ich vielleicht Angst haben sollte.

Was, wenn Alicia eine Person war, ist, die ich nicht mögen würde? Ich weiß nicht, ob es richtig ist, nichts zu fühlen, aber da ich Angst habe, etwas Falsches zu fühlen, ist es einfacher, nichts zu fühlen.

Eine Weile fahren meine Gedanken so fort. Ich tue nichts dagegen. Es wird besser werden, hoffe ich.

Irgendwann ist eine Entscheidung da. Ich zerreiße das Foto, ohne noch einmal einen Blick darauf zu werfen. Vielleicht werde ich es bereuen, doch für den Moment ist es richtig. Ich werde nichts sagen. Sicher, irgendwann werde ich es die Welt wissen lassen, aber für den Moment muss ich mit dem Gedanken alleine sein. Ich werde mich arrangieren, oder mein Original würde sich arrangieren und weil Mila Alicia ist, wird sie sich mit ihr arrangieren. Es spielt keine Rolle, das Ergebnis zählt. Und weil ich ein Ergebnis bin, werde auch ich irgendwann zählen.

Ich weiß nicht, ob das ein tröstlicher Gedanke ist, aber es ist mein letzter, bevor die Schlaftablette ihre Wirkung zeigt.

Alte Fotos – Kurzgeschichte von Clara Bießmann

Ich konnte es kaum erwarten, bis meine Mutter nach Hause kam. Noch nie in meinem Leben hatte ich diesen Moment so herbeigesehnt. Doch wie jeden Tag ließ meine Mutter auf sich warten. Mittlerweile war sie schon eine Stunde zu spät. Eigentlich machte ich mir nichts daraus, wenn sie so spät kam, aber diesmal war es wirklich wichtig.

Wir hatten in der Schule die Aufgabe bekommen, alte Kinderfotos von uns herauszusuchen. Ich wusste, dass wir viele Bilder von früher zu Hause hatten. Meine Mutter ist jemand, der alle Erinnerungen festhalten möchte.
Als ich nach Hause kam, schmiss ich meine Tasche in die Ecke, und ging sofort in den Keller. Wenn ich Lust darauf hatte, machte es mir echt Spaß, alte Fotos anzuschauen. Wie alles andere in unserem Haushalt auch, waren die Fotos fein säuberlich nach Jahren sortiert. Ich begann also in 2001, meinem Geburtsjahr, und von Karton zu Karton wurde die Person auf den Fotos größer.
Schließlich war ich beim Karton von 2012 angelangt. In diesem Jahr war ich gerade 11 geworden, als ich mit meiner Familie Urlaub in Afrika machte. An die Wüstensafari, die wir gemacht hatten, konnte ich mich noch genau erinnern, deshalb freute ich mich auf diesen Karton besonders. Als ich die Bilder anschaute, war ich in Gedanken wieder in Afrika, doch plötzlich wurde meine Träumerei jäh unterbrochen. Mein Blick schweifte zufällig auf das Datum unten in der Ecke. 20.07.1998. Wie bitte konnte das möglich sein? Die Person auf dem Foto stand an jenem Ort, wo wir die Safari damals unterbrochen hatten, damit meine Mutter Fotos machen konnte.
Im ersten Moment dachte ich, ICH stehe da und schaue fröhlich in die Kamera. Doch das war unmöglich, denn 1998 war ich ja noch gar nicht geboren.
Wer bitte war dann diese Person, die genauso aussah wie ich, jedoch 14 Jahre älter war? Ich schaute auf mein Handy. 13.55 Uhr. In einer guten Stunde würde meine Mutter zu Hause sein, und mir erklären, was es damit auf sich hatte.

Obwohl meine Mutter immer versucht hatte mir einzutrichtern, dass man den Raum wieder aufräumt, wenn man ihn verlässt, ließ ich alles stehen und liegen und rannte die Treppe nach oben. Diese Person ging mir nicht mehr aus dem Kopf. Die ganze Zeit dachte ich darüber nach, wie es möglich war, dass ich 1998 eine Wüstensafari in Afrika gemacht hatte.

Ich konnte es kaum erwarten, bis meine Mutter nach Hause kam. Noch nie in meinem Leben hatte ich diesen Moment so herbeigesehnt. Doch wie jeden Tag ließ meine Mutter auf sich warten. Mittlerweile war sie schon eine Stunde zu spät. Eigentlich machte ich mir nichts daraus, wenn sie so spät kam, aber diesmal war es wirklich wichtig.

Als nach quälend langer Zeit endlich die Tür aufging, gab es für mich kein Halten mehr. Ich ließ meiner Mutter gar nicht erst Zeit, in Ruhe Jacke und Schuhe auszuziehen, sondern hielt ihr sofort das Foto vors Gesicht.
Erst wusste sie gar nicht, was ich von ihr wollte, doch als ich mit dem Finger auf das Datum tippte, schien sie endlich zu verstehen.

Sie nahm mir das Foto aus der Hand, ging ins Wohnzimmer, setzte sich aufs Sofa, und dann begann sie endlich zu erzählen. Dass ich eine große Schwester hatte, welche an Leukämie erkrankte. Weil sie diese Tochter aber nicht verlieren wollten, beschlossen meine Eltern, sie zu klonen. Außerdem erklärte meine Mutter mir, dass ich als der Klon die selben Erlebnisse wie meine Schwester haben sollte. Deshalb hatten meine Eltern dieselbe Safari mit mir wie 14 Jahre zuvor mit meiner Schwester gemacht. Ich konnte das alles gar nicht glauben. Ich fühlte mich richtig schlecht, denn in mir baute sich das Gefühl auf, dass meine Eltern mich nie als „mich selbst“, sondern immer als meine Schwester gesehen hatten.

Ich weiß nicht, ob ich mich jemals an den Gedanken gewöhnen kann, zwei Leben zur gleichen Zeit zu leben.

Clara Bießmann

Sommerregen und Blütenschnee

Aus dem Rilkeprogramm von Denise Rosenke, Johanne Gensler, Nadine Koop,
Sally Uhlig und Anna-Maria Ketter

 

„Der Lesende“

Ich las schon lang. Seit dieser Nachmittag,

mit Regen rauschend, an den Fenstern lag.

Vom Winde draußen hörte ich nichts mehr:

Mein Buch war schwer. […]

 

„Winterliche Stanzen“

[…] Stürze in dich nieder, rüttle, errege

Die liebe Lust: sie ist in dich verschwunden.

Und wenn du eins gewahrst, das dir entgangen,

sei froh, es ganz von vorne anzufangen.

 

III

Einen Maitag mit dir beisammen sein,

und selbander verloren ziehn

durch der Blüten duftqualmende Flammenreihn

zu der Laube von weißem Jasmin. […]

 

„Rosen Sommer“

Sommer: Für etliche Tage

Begleiter der Rosen zu sein;

Was um erblühende Seelen

weht, das atmen wir ein. […]

 

„Herbst“

Die Blätter fallen, fallen wie von weit,

als welkten in den Himmel ferne Gärten;

sie fallen mit verneinender Gebärde. […]

 

„Der Lesende“

[…] Und wenn ich jetzt vom Buch die Augen hebe,

wird nichts befremdlich sein und alles groß.

Dort draußen ist, was ich hier drinnen lebe,

und hier ist alles grenzenlos; […]

 

„Schluss-Stück“

Der Tod ist groß

Wir sind die Seinen

lachenden Munds.[…]

 

„Königslied“

[…] Tage weben aus leuchtender Sonne

Dir deinen Purpur und Hermelin,

und, in den Händen Wehmut und Wonne,

liegen die Nächte vor dir auf den Knien.

Impressum

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Redaktion:
AG Jahrbuch, Romy Haubensak

Auflage:
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