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Jahrbuch 2014/2015

Grußwort des Schulleiters des Dr.-Wilhelm-André-Gymnasiums

Das Dr.-Wilhelm-André-Gymnasium ist eine 107 Jahre alte Schule, die sich ständig regeneriert und immer noch viele neue Ideen entwickelt und umsetzt.
Auch in diesem Jahrbuch finden Sie wieder zahlreiche Aktivitäten unserer Schüler und Lehrer, die weit über das normale Niveau hinausgehen. In diesem Zusammenhang möchte ich mich bei den vielen engagierten Eltern bedanken, ohne deren Hilfe und Verständnis viele Projekte nicht möglich wären. Neu ist eine Schulpartnerschaft mit einer Schule aus Sumatra.
Der Neubau unserer 2-Feld-Halle ist vorangeschritten und wir hoffen, dass eine Nutzung zum Jahresende möglich sein wird. Seit Mai können die Schüler bereits die Sportaußenfläche intensiv „bespielen“.
Auch in diesem Schuljahr wurde der Kooperationsvertrag mit der Sächsischen Blindenschule mit viel Leben erfüllt und unser gemeinsamer Wunsch nimmt Konturen an: „Ein blinder Schüler soll in Sachsen sein Abitur ablegen können und zwar an unserem Gymnasium.“ Eine Vereinbarung des sächsischen Kultusministeriums mit der Stadt Chemnitz ist in Arbeit.
Immer am Sonnabend vor der letzten Schulwoche wird ein Ehemaligentreffen stattfinden. Für unser diesjähriges Treffen am 04.07.2015 haben wir bereits zahlreiche Zusagen. Es ist bereits unser 3. ANDRE-Treffen!
http://www.andre-treffen.de
Ich bedanke mich bei unserem sehr aktiven Förderverein für seine Arbeit und die Erstellung des Jahrbuchs, mein Dank geht auch an die Sponsoren.
Autor: Andreas Gersdorf, Schulleiter

Ab sofort treiben wir’s bunt!

Endlich ist es so weit. Ab sofort kommt unser Jahrbuch in Farbe daher. Und zwar nicht nur außen, sondern nunmehr auch innen. D.h. künftig werden die Werke aus dem Kunstunterricht zu voller Geltung kommen, Piccadilly Circus and the Streets of London zeigen sich in all ihrer lebendigen Farbigkeit und endlich werden wir auch in zehn oder zwanzig Jahren erkennen können, welche Haarfarbe in welchem Schuljahr en vogue war…
Mit diesen wunderbaren Aussichten grüße ich im Namen des 2014 neu gewählten Vorstands des Fördervereins herzlich und wünsche allen Käufern, Lesern und Durchblätterern eine unterhaltsame Lektüre.
Allen, die nun dieses Exemplar in Händen halten, danken wir zudem, dass sie sich nicht von dem erhöhten Preis haben abschrecken lassen. Dazu ein Wort der Erklärung: In den vergangenen Jahren hat der Förderverein keine Mühen gescheut, um den Verkaufspreis stabil bei 5 Euro halten zu können. Ein immer größer werdender Anteil der z.B. wegen der Papierpreise steigenden Kosten wurde Jahr für Jahr aus den Eigenmitteln des Vereins getragen. In diesem Zusammenhang gilt der Dank auch all jenen, die als Subskribenten die Herausgabe der Jahrbücher unterstützen.
Nun also hat sich der Vorstand schweren Herzens entschieden, Ihnen und euch einen höheren Preis abzuverlangen. Damit setzen wir einerseits ein Zeichen, dass wir uns zu dieser einzigartigen Tradition bekennen und sie gern fortsetzen wollen. Zum anderen gibt es dem Förderverein die gute Möglichkeit, neben dem Jahrbuch in Zukunft auch andere Projekte noch wirkungsvoller zu unterstützen. Die Farbigkeit des neuen Jahrbuchs sei deshalb bitte als unser Dank für alle Unterstützung und tatsächlich nicht als Ursache des erhöhten Preises zu verstehen.
In dem Zusammenhang sind wir ganz besonders stolz, dass es in diesem Schuljahr gelungen ist, 70 neue Mitglieder aufnehmen zu können. Damit hat sich unsere Mitgliederzahl auf bemerkenswerte 273 erhöht! Auf diesem Weg allen einmal mehr ein herzliches Willkommen in unserer bunten Mitte!
Last but not least gilt der ganz besondere Dank Frau Haubensak, die in diesem Jahr die Aufgabe der Gesamtredaktion aus den bewährten Händen von Frau Opitz übernommen hat. Gemeinsam mit vielen Helfern aus Schülerschaft und Kollegium ist es ihr gelungen, dass nun auch in diesem Jahr ein im doppelten Wortsinne vielseitiges und vor allem buntes Jahrbuch vor uns liegt, das Ihnen und euch Anlass zur fröhlichen Erinnerung an ein ereignisreiches Schuljahr 2014/15 sein möge.
Autorin: Susanne Kruggel, im Namen des Fördervereins

Liebe Leserinnen und Leser!

Im September 2014 haben wir die langjährige Elternratsvorsitzende unserer Schule, Frau Annett Bartl, verabschiedet und ihr für die gute Arbeit gedankt! Aus den Elternvertretern der Klassen 5 bis 12 sind im Nachgang vier Elternvertreter gewählt worden, die die Elternschaft in der Schulkonferenz vertreten und stimmberechtigt sind.

Schulelternvertreter (Stand März 2015):
Silvana Broszeit-Focke, Klasse 10/3
(Vorsitzende)
Bianca Belusa, Klasse 8/1
Silvia Riedel, Klasse 11/6
Christian Bartsch, Klasse 5/3

Der Schulkonferenz gehören in der Regel der Schulleiter als Vorsitzender ohne Stimmrecht und vier Vertreter der Lehrer, der Vorsitzende des Elternrats als stellvertretender Vorsitzender und drei weitere Elternvertreter sowie der Schülersprecher und drei weitere Schülervertreter ab Klassenstufe 7 an. Es wird gemeinsam über Angelegenheiten der Schule entschieden.
Klassenelternsprecher sind unabhängige, von den Eltern selbst gewählte oder gebildete Organe und Ansprechpartner für die Eltern ihrer Klasse/Jahrgangsstufe. Sie vertreten deren Interessen gegenüber Lehrern, Schulleitung und Schulaufsichtsbehörden.
Wir als Schulelternsprecher vertreten unsere Schule abwechselnd auch im Kreiselternrat. Sicherlich ist es nicht einfach, jedem Anliegen gerecht zu werden. Wir stehen aber allen Eltern gern mit Rat und Tat zur Seite und haben ein offenes Ohr für Ihre Belange.
Wir bedanken uns bei allen Elternvertretern, die uns im Schuljahr 2014/15 aktiv unterstützt haben und hoffen, dass Sie uns auch im nächsten Schuljahr Ihr Vertrauen schenken. Ein Dank gilt auch der Schulleitung, dem Lehrerteam und dem Schülerrat für die gute Zusammenarbeit.
Autorin: Silvana Broszeit-Focke, Elternratsvorsitzende

Eindrücke zum gelungenen Feldversuch „Toleranztag“

„Oh man, was haben wir uns da nur vorgenommen...“ - so saßen wir als Schülerrat im Dezember da, bei dem Gedanken für 900 Schüler und Schülerinnen im Alter von 11 bis 19 Jahren im Sommer einen Projekttag zum Thema Toleranz durchzuführen. Der anfängliche Enthusiasmus wich, als die Arbeit wirklich losgehen sollte, langsam der Verzweiflung. Wo fängt man am besten an? Letztendlich hat sich herausgestellt: Egal, Hauptsache man fängt überhaupt an. Was Ihr als Schüler- und Lehrerschaft in der letzten Woche des Schuljahrs 2013/14 als Endergebnis miterlebt und maßgeblich mitgestaltet habt, war das Resultat einer zeitaufwändigen Vorbereitung, die uns teilweise an unsere persönlichen Grenzen gebracht hat. Das lag natürlich auch an den hohen Ansprüchen an uns, denn wir wollten zum Beispiel nur kleine Gruppenstärken, inhaltlich sollten die Workshops so breit aufgestellt sein, dass jede/r etwas findet, was ihn oder sie interessiert und verschiedene Klassenstufen sollten zusammen arbeiten und Themen diskutieren, damit wir uns als riesige Schulgemeinschaft etwas kennen und miteinander umzugehen lernen. Die Workshops sollten sich weitestgehend mit Toleranz und all ihren Facetten auseinander setzten, außerdem sollte der Tag für alle Schüler und Schülerinnen kostenfrei sein. Da so ein Vorhaben allerdings zwangsläufig mit bestimmten Ausgaben verbunden ist, haben wir uns von der Projektplattform O2-Think Big finanziell helfen lassen. Wir waren aber auch mehr als dankbar für die Hilfe des Fördervereins, der einen nicht unerheblichen Restbetrag beigesteuert hat.
Wir haben in der Zeit von Dezember bis Juni gefühlt tausend Organisationen und Einzelpersonen angeschrieben, davon 9990 Absagen bekommen, uns mit möglichen Workshopleitern getroffen, um die Konzepte für die Workshops auszuarbeiten und deren Fragen zu beantworten, Herrn Gersdorfs Büro belagert, damit er wiederum unsere Fragen beantwortet, Listen über Listen geschrieben und aktualisiert und nebenbei noch für die Schule gelernt – je näher wir dem Toleranztag kamen, desto mehr haben wir uns darauf gefreut, dass er endlich vorbei sein wird und wir einmal wieder einen freien Tag genießen können.
Spaß hat es trotzdem gemacht und gelohnt hat sich die Arbeit allemal, denn das Ergebnis kann sich auf alle Fälle sehen lassen: knapp 40 Workshops zu Themen von Zivilcourage über Theater bis hin zu Asyl. Vier Stunden haben Studenten, ehemalige Schüler und vor allem Referenten von Organisationen, wie der Aktion Zivilourage, dem Netzwerk für Demokratie und Courage, Jugend gegen AIDS und der Opferberatung Chemnitz mit euch aktuelle politische und gesellschaftliche Phänomene diskutiert und hinterfragt.
Es wurden Themen in den Vordergrund gestellt, die im normalen Schulbetrieb eine untergeordnete Rolle spielen, die Euch aber im Leben auf die ein oder andere Weise wieder begegnen.
Wir hoffen, dass ihr alle etwas mitgenommen habt, auch wenn ihr vielleicht „nur“ in einem Tanz- oder Kunstworkshop wart: Toleranz ist nicht nur im großen, internationalen Rahmen wichtig, sondern sie greift schon in eurem direkten Umfeld: Sich verschiedene Meinungen anhören und in Betracht zu ziehen, unbekannten Menschen aus anderen Klassen unvoreingenommen gegenübertreten, wissen wer man ist und sich selbst behaupten können ohne dabei über Leichen zu gehen. Manchmal ist Toleranz auch nur ein Lächeln im Gang in der Schule oder die Arbeit von anderen wertzuschätzen.
Autorin: Elisabeth Kapust

Wir werden ein Team – Klassenfahrten der Klasse 5/1 – 5/5

Einige Fünftklässler aus dem André-Gymnasium hocken im Kreis ums Lagerfeuer und halten ihr Knüppelbrot über die Glut. Gerade ist eines der Lieder, die jeder mitsingen kann, verklungen. Nur das Knistern des Feuers und von Weitem die Stimmen derer, die von der Kälte ins Haus getrieben wurden, sind zu hören.
„Müssen wir morgen schon nach Hause fahren? Wir könnten doch noch ein bisschen hier bleiben.“ sagt einer in die Runde. Spontane Zustimmung anderer: „Ja, hier ist es schön, wir könnten ruhig noch ein bisschen bleiben.“
„Was hat euch denn am besten gefallen?“, fragt eine in die Runde. Da sind sich die Stimmen nicht mehr so einig: „Ich finde das Lagerfeuer schön“, „Ich fand das Nonsenssportfest heute Vormittag lustig, vor allem das Skischuhangeln und den Gummistiefelweitwurf. Aber es wurde dann ganz schön kalt. Gut, dass wir danach warm duschen konnten.“
„Aber das Kegeln gestern Abend war auch lustig. Ich hatte noch nie vorher gekegelt.“ „Unser Orientierungslauf durch den Wald bis zum Heimatmuseum war ein ganz schönes Gerenne. Mist, dass wir nur den zweiten Platz gemacht haben!“ „Ich finde das Essen gut“, kommt vom Knüppelbrotbackspezialisten, der einem anderen hilft, den Teig richtig um den Stock zu wickeln. Wieder ein anderer, der schon genüsslich am Brot knabbert, meint: „Ich finde es schön, dass wir hier immer Fußball oder Tischtennis spielen können.“... Dann wird das nächste Lied angestimmt. Ein Blick zu den voll beleuchteten Zimmerfenstern zeigt, dass die Vorbereitungen einer Pyjamaparty im vollen Gange sind.
Das Feuer brennt langsam nieder, wir gehen rein und wärmen uns kurz auf. Die Tür des Pyjamapartyzimmers steht offen, fast die ganze Klasse hat sich darin versammelt. Einige bleiben Zaungäste: „Die spielen mit Küssen. Ich küsse doch nicht jemanden, den ich erst vier Wochen kenne,“ ist die Erklärung eines der Kinder, die beim Nonsenssportfest nicht müde wurden, die anderen anzufeuern.
Als die Lehrer zur Bettruhe rufen, scheinen einige erleichtert zu sein. Sie sind müde von den vielen Ereignissen der letzten beiden Tage und in den Zimmern ist schneller als erwartet ruhig.
Autorin: Susan Wolfram, Klasse 5/2

Eine Klassenfahrt und die Stunde der Streiche

Wir trafen uns am Montag um 9:30 Uhr auf dem Parkplatz neben der Johanniskirche. Als wir in den Bussen saßen, ging eine etwa einstündige Fahrt Richtung Sayda los. Auf der Fahrt ging es schon nicht so gut los, weil mehrere Kinder brechen mussten. Als wir endlich da waren, mussten wir noch ein wenig warten, bis wir unsere Zimmer und Mittagessen bekamen. Nachdem wir bis 14:00 Uhr Freizeit hatten, machten wir einen sogenannten Orientierungslauf, bei dem wir vier Aufgaben erledigen mussten. Einmal gingen wir sogar in einen kurzen Stollen. Am Ende des Laufes stellten wir fest, dass wir alles richtig hatten.
Als wir wieder in der Jugendherberge waren, begann eine „Stunde der Streiche“. Zuerst warfen die Jungs eine Spielzeugbombe in ein Zimmer der Mädchen, die dann leise explodierte und das eine oder andere Mädchen in Panik versetzte. Das ließen sich die Mädchen natürlich nicht gefallen und führten den uralten „Zahnpasta-an-Türklinken-Trick“ bei den Jungszimmern aus. Darüber waren die Jungs richtig sauer und sie rächten sich knallhart. Auf einem Handy war ein Ton, der klang wie eine Alarmanlage. Als wir die vor einem Zimmer der Mädchen anmachten und uns schnell versteckten, rannten die Mädchen raus, weil sie dachten, es wäre ein echter Alarm.
Am Ende des Tages machten wir noch Knüppelkuchen über dem Lagerfeuer.
Am nächsten Vormittag machten wir eine Rallye zum Heimatmuseum Sayda. Dabei mussten Jungs und Mädchen getrennt einen Fragebogen ausfüllen. Die Lösungen fand man auf dem Weg, den wir gingen. Es war kalt und der Weg war lang, aber irgendwann standen wir dann vor dem Museum. Drinnen waren schöne Sehenswürdigkeiten von Sayda und einige Zimmer um 1900 herum ausgestellt. Auf dem Rückweg verpassten wir zwar den richtigen Weg und mussten mitten durch den Wald laufen, aber wir kamen heil in die Jugendherberge zurück.
Am Nachmittag machten wir noch ein Nonsenssportfest, bei dem es acht eigentlich sinnlose Stationen gab, wie z.B. Erbsenweitspucken und Streichholzweitwurf. Danach aßen wir noch Abendbrot und kegelten von 19:00 – 20:00 Uhr.
Für uns galt es, die 5/1 mit 650 Punkten zu schlagen, was uns mit 678 Punkten auch gelang.
Nachdem wir am nächsten Morgen Frühstück gegessen hatten, holten uns die Busse wieder ab. Damit gingen drei schöne Tage zu Ende.
Autor: Luis Peukert Kl. 5/4

„Packt nur das Nötigste ein, denkt an die regenfeste Kleidung und vergesst das Zelt nicht!“

Wasserwanderlager 2014
Vom 06.–12.07.2014 paddelte eine 28-köpfige Gruppe aus den 9./10. Klassen mit den Lehrern Frau Zetzsche, Herr Schmidt und dem Referendar Herr Spiller für eine Woche in der Natur auf der mecklenburgischen Seenplatte.
Hier mal eine kleine Zusammenfassung der Woche: Zugfahrt, Wanderung zum Zeltplatz, Wanderung zur Bootsausleihe, Paddeln zum Einkaufen, erstes Mal Anziehen der Regenjacken, Paddeln zum nächsten Zeltplatz, Regen, Sonne, Gewitter, alles nass, 7:1 Deutschland – Brasilien, alles wieder trocken, Wasserschlacht mit Kanus, Schwanenhavel, Boote umsetzen, letztes Mal Fisch zum Mittag, Grillen am Abend, wunderschöner Sonnenuntergang, Zurückgeben der Boote, Wanderung zum Anfangszeltplatz, Ausklingen des Abends, Aufstehen um 5:40 Uhr, Wanderung zum Bahnhof, Zugfahrt nach Hause.
Ab und zu gab es ein paar kleine Regenhuschen, von diesen haben wir uns allerdings nicht die Laune verderben lassen. Auch das Essen war immer lecker, vor allem der Räucherfisch zum Mittag! Untereinander haben wir uns immer super verstanden und es war eine tolle Woche für alle!
Wir möchten uns hiermit auch nochmal bei Frau Zetzsche und Herrn Schmidt bedanken, die dieses Erlebnis Jahr für Jahr ermöglichen und hoffentlich weiter betreiben, denn es ist eine gute Gelegenheit vom Schulstress und auch vom Alltag abschalten zu können.
Autorinnen: Sophie Reinhold und Lara Steinbrecher, Klasse 10/3

Unsere Woche im Skilager

Vom 11.1.–16.1.2015 waren wir im Skilager. Wir fuhren in den Bayrischen Wald nach Hinterschmieding.
Auf der Hinfahrt waren alle aufgeregt. Wir hatten uns früh auf dem Parkplatz der Ermafa-Passage getroffen, wo zwei große Reisebusse bereitstanden. Das beste an den Bussen waren die Fernseher, so dass wir während der Fahrt zwei Filme geschaut haben. Die Fahrt dauerte ungefähr fünf Stunden, weshalb wir eine Pause gemacht haben. Es war schon Abend, als wir ankamen. Wir mussten erst mal unsere Skisachen in einem Abstellraum unterbringen.
Danach wurden uns die Zimmer zugeteilt. Die waren zwar nicht die besten, aber man konnte in ihnen schlafen. Jeden Morgen sind die zwei Busse, mit denen wir gekommen sind, mit den Ski-Gruppen, den Snowboardern und den Langläufern zum Skihang bzw. in den Wald gefahren. Zum Mittag sind wir in ein Restaurant am Skihang gegangen. Dort gab es immer extra für uns zubereitetes Essen. Natürlich konnten nicht alle auf einmal essen, deswegen waren wir zu unterschiedlichen Zeiten im Restaurant. Über die Woche haben alle Schüler für einen Wettkampf trainiert. Die Abfahrtkinder und Snowboarder sind Slalom gefahren und die Langläufer eine 5,5-km- Runde. Es war ein großer Erfolg. Nach dem Wettkampf am späten Nachmittag haben sich alle nochmal am Skihang versammelt, um dem Skigott Uller für die schönen Tage im Schnee zu danken. Der kam aber nicht einfach so, man musste ihn rufen! „Uller“ kam mit einer Gruppe von Lehrern mit Fackeln den Skihang runtergefahren. Am Abend war die Siegerehrung der Wettkämpfe. Insgesamt war das Skilager eine sehr schöne Erfahrung.
Autorinnen: Ronja Richter, Anne-Lea Zühlke, Antonia Renner

Ab nach London 2015

Anreisetag:
Sonntag, der 15.03.2015: Ein Tag, den sich jeder Schüler der 8. Klasse rot im Kalender markiert hatte.
Es ging – endlich – los nach London. Treffpunkt war 17:30 Uhr an der ErmafaPassage in Chemnitz. Alle waren extrem aufgeregt, was auch der Grund dafür war, dass wir etwas später losgekommen sind als geplant. Doch bis wir in London ankommen würden, sollte es 12 Stunden dauern …
Tag 1 = Montag:
6:00 Uhr: Ankunft in Calais, Frankreich nach einer sehr langen Nacht. Dort ging es auch durch den Zoll, vorbei an mehr oder weniger freundlichen Zollbeamten. Wir hatten Glück: Wir konnten schon eine Fähre früher nehmen. So waren wir schon um 11:00 Uhr Londoner Zeit in Dover. Von dort aus ging es mit dem Bus weiter zu einer kleinen englischen Stadt namens Canterbury. Diese durften wir drei Stunden lang auf eigene Faust erkunden. Während die einen die schöne, alte Stadtmauer begutachteten, nutzten die anderen die 1. Gelegenheit zum Shoppen. Danach fuhren wir nach Greenwich. Alle waren schon sehr gespannt auf den berühmten Nullmeridian. Leider musste man in ein Museum, um ihn besichtigen zu können. Die meisten haben sich das Geld gespart, ihn also nicht gesehen. Schade! Die Müdigkeit nahm nun immer mehr zu. Deshalb waren wir sehr froh als wir, nach einem kurzen Museumsbesuch, endlich London ansteuerten, wo uns unsere Gastfamilien in Empfang nahmen.
Tag 2 = Dienstag:
8:00 Uhr: Treffpunkt am Pick up Point. Heute war große Sightseeingtour angesagt! Insgesamt haben wir sechs Stopps gemacht, unter anderem an der St. Pauls Cathedral. Dort sind wir sogar bis ganz nach oben, also auf 85 Meter Höhe, gestiegen. Die Aussicht war trotz etwas Nebels fantastisch. Allerdings waren die steilen Wendeltreppen und engen Gänge nicht für jeden etwas. Natürlich war auch wieder Shoppen angesagt. In der Oxford Street kamen alle voll auf ihre Kosten. Wer keine Lust auf Stadt hatte, konnte aber auch in den nahe gelegenen Hyde Park gehen. Nach einem ereignisreichen Tag waren wir abends gegen 7:00 Uhr wieder bei den Gastfamilien.
Tag 3 = Mittwoch:
Vormittags waren wir diesmal im National Science Museum. Dort war auf fünf Stockwerken für jeden etwas dabei. Man konnte sogar per Computer feststellen, wie man aussähe, wenn man ein Junge/ Mädchen wäre. Von dort aus ging es weiter nach Camden Lock – einem riesigen Straßenmarkt. Dort kriegt man wirklich alles: von Souvenirs über Taschen bis hin zu Drogen und Alkohol. Letzteres durften wir natürlich nicht kaufen. Danach folgte ein überraschender Stopp beim London Eye. Wer wollte, konnte mitfahren, allerdings auf eigene Kosten. Aber es hat sich gelohnt, der Blick über das abendlich beleuchtete London war fantastisch. Zum Abschluss des Tages war der Musicalbesuch angesetzt. Das hieß für uns: Les Miserables! Es war wunderschön: die Musik war toll und man hat es eigentlich recht gut verstanden. Danach ging es todmüde zurück zu den Gastfamilien.
Tag 4 = Donnerstag:
An diesem Tag stand die Fahrt nach Brighton auf dem Programm. Vormittags haben wir eine Klippenwanderung gemacht. Der Anblick war überwältigend. Weiße, steil abfallende Klippen, grüne Wiesen und dahinter das Meer. Man musste allerdings höllisch aufpassen, denn es gab keine Absperrungen und dazu wehte ein starker Wind. Dann fuhren wir, ziemlich durchgepustet, das letzte Stück nach Brighton. Dort hatten wir ganze vier Stunden Freizeit. Man konnte sich also aussuchen, ob man in die Stadt shoppen oder an den Strand Steine sammeln gehen wollte. Es war sehr schön auch mal einen anderen Teil Englands kennenzulernen.
Tag 5 = Freitag:
Da der Bus vor der Heimfahrt neun Stunden stehen musste, hieß es heute … Underground! Also sind wir mit der U-Bahn zu unserem ersten Programmpunkt, dem Tower of London, gefahren. Dort haben wir uns unter anderem die Kronjuwelen angesehen. Man durfte sie allerdings leider nicht fotografieren. Als wir wieder aus dem Gebäude herauskamen, hatten wir plötzlich wunderschönes Wetter. Da war es fast schade, wieder unter die Erde in die U-Bahn zu müssen. Am Nachmittag haben wir uns Covent Garden angesehen. Das ist eine große Markthalle mit vielen Ständen. Dort gab es auch einige Straßenkünstler und Musiker. Von dort aus hat uns dann der Bus wieder abgeholt und es ging nach einem kurzen Stopp im Supermarkt wieder zur Fähre nach Dover. Hier setzten wir wieder nach Calais über, wo wir um 0:00 ankamen. Dort wurden überraschend einige der Koffer durchsucht. Dann hieß es noch mal 12 Stunden Busfahren und wir waren wieder in Chemnitz. Es war eine wunderschöne Reise, die wir alle nie vergessen werden.
PS: Hätte ich fast vergessen: Vielen Dank an alle Lehrer und besonders an unsere beiden Busfahrer Sigi und Thomas.
Autorin: Lena Buscher, Kl. 8/1

GAPP – Schüleraustausch mit der Kell High School, Marietta/Georgia

In den letzten zwei Juniwochen 2014 fand der Gegenbesuch unserer amerikanischen Partner aus Marietta in der Nähe von Atlanta bei uns am Andrégymnasium statt. Die Tage waren angefüllt mit Unterrichtsbesuchen in fast allen Klassen, Exkursionen in die nähere Umgebung und natürlich gemeinsamem Fußballgucken und Feiern – schließlich war gerade Fußball-WM! Die nächste Gruppe bereitet sich übrigens schon seit Februar auf die Begegnung im Herbst 2015 in Marietta vor.

„Do spüt d‘ Musi!“ – Wien-Exkursion 2014

Getreu der Überschrift begann unsere Reise ins musikalische Zentrum Europas schon um gefühlt 7:00 Uhr im Bus – mit mehr oder minder harmonischen Chor- und Kanongesängen, angestimmt durch einige Vertreter der Musikkurse. Diejenigen, die an dieser Exkursion für den Deutschunterricht teilnahmen, hielten sich hierbei bescheiden zurück.
Wenigstens war durch diese Kulturbeiträge die Unterhaltung auf unserer angeblich siebenstündigen, in Realität aber fast zehnstündigen Busfahrt gesichert.
Ein Hoffnungsschimmer auf eine luxuriöse Unterkunft blitzte auf, als wir eine pompöse, herrschaftliche Residenz samt Prachtgarten mit dem Bus passierten – leider stellte sich heraus, dass dies das Schloss Schönbrunn war und nicht das für uns vorgesehene 2-Sterne-Hostel in einem – im Vergleich dazu eher schmucklos wirkenden – Stadtteil.
Wir ließen uns trotzdem nicht entmutigen und hievten mit vereinter Manneskraft (bereitgestellt durch unsere zwei männlichen Exkursionsteilnehmer) unsere Koffer durchs Treppenhaus in die dritte Etage.
Später am Abend, nach der ersten von vielen U-Bahn-Fahrten wurden wir dann von Frau Ehmann und Frau Eichelkraut im Stadtzentrum ausgesetzt – allein in der Wiener Wildnis, konfrontiert mit einer uns gänzlich unbekannten Sprache, auch „Wienerisch“ genannt.
Aber auch diese Hürde wurde überwunden, da wir uns im Verlauf der Tage immer besser in der Stadt auskannten und es uns so möglich wurde, einige Museen und Sehenswürdigkeiten erfolgreich zu finden und dann zu besichtigen. Besonders gut zur musisch-literarischen Ausrichtung der Exkursion passend erwiesen sich hierbei die Besuche des Hauses der Musik und der Stefan-Zweig-Ausstellung im Theatermuseum.
Ein Highlight war der abendliche Besuch des Praters, der von vielen der kleineren Schülergrüppchen angegangen wurde. Dort brachte uns selbst die Kinderachterbahn zum Schreien, was aber maßgeblich an deren fragwürdiger (und sehr wackeliger) Konstruktion lag. Dort wagten auch viele von uns eine Fahrt mit dem höchsten Kettenkarussell Europas, dessen Aussicht zwar nicht mit der von der Plattform des Stephansdomes mithalten konnte, dafür aber um einiges bequemer (wenn auch kälter) war. Am Muskelkater des nächsten Tages stellte sich nämlich heraus, dass die 343 Stufen des Domes nicht zu unterschätzen sind.
Besonders eindrucksvoll war auch die Besichtigung des Burgtheaters, wo man neben Deckengemälden von Gustav Klimt und Franz Matsch auch den Innenraum des Theaters bewundern durfte. Den Zuschauerraum betrachteten wir dabei aus einer einmaligen Perspektive: Gemeinsam war es uns erlaubt, auf der Bühne zu stehen – hier traute sich seltsamerweise niemand, ein Liedchen anzustimmen.
Jene, die vom Kulturprogramm Wiens noch nicht genug hatten, konnten zusätzlich noch eine Oper oder ein Theaterstück ansehen. Ein kleines Dankeschön gilt unseren beiden Exkursionsleiterinnen, die die Woche mit uns auf wundersame Weise überstanden haben. Wir sind uns selbst auch noch nicht ganz sicher, wie wir heil und vor allem vollständig wieder in Chemnitz angekommen sind – an dieser Stelle noch ein großer Dank an die Wiener Stadtverwaltung, die in weiten Teilen der Stadt kostenloses WLAN zur Verfügung stellte und uns somit durch Google Maps die Existenz und Orientierung gesichert hat (besonders praktisch für verwirrte Touristen, die es verlernt haben, mit einem Stadtplan umzugehen).
Auch wenn wir für euch nicht das Geheimnis der originalen Sachertorte lüften konnten und eine Fahrt mit dem Fiaker das Reisebudget sprengte, blicken wir auf eine sehr schöne Woche in der Heimat von Sissi, Franz und anderem Kaiserschmarrn zurück.
Autorinnen: Lydia Ramm und Maika Nitzl, Kl. 12/4

Wenn man an Paris denkt…

Wenn man an Paris denkt, fallen einem natürlich automatisch Baguettes, Crepes, der Eiffelturm oder auch die Liebe ein. Das ist schon mal ein guter Anfang die Paris-Exkursion in ihren Grundzügen zu verbildlichen. In der Tat bestand die Verpflegung während der Ausflüge aus diesen landestypischen Spezialitäten und Ja!, sie sind keineswegs mit den hiesigen Supermarktstandards zu vergleichen. Sobald wir in Paris angekommen waren, spürte man den Pariser Charme und die Lebenslust der Menschen. Die vielen kleinen Straßencafés und Papeterien dufteten in allen Gassen und auch die Häuser prunkten mit ihren detailreichen Fassadenverzierungen. Während der Stadtrundfahrt konnte man außerdem zahlreiche Sehenswürdigkeiten und landestypische Straßenspiele wie Boule beobachten.
Auf dem Besichtigungsplan standen neben ausreichender Freizeit auch noch einige besondere Museen, wie der Louvre, das Centre Pompidou und das Musee d‘Orsay. In diesen konnte man unter anderem viele berühmte Werke von Picasso, Monet, van Gogh und Renoir sehen, welche versucht wurden bestmöglich in den Kunsttagebüchern festzuhalten. Ein absoluter Höhepunkt der Exkursion stellte der Besuch im Garten von Monet in Giverny dar, denn dieser vermittelte eine Atmosphäre wie im „Paradies“. Das berühmte Seerosenmotiv, die Blumenbögen über den schmalen Pfaden, bis ins kleinste Detail liebevoll angelegte Artenvielfalten. Überall duftete es, das Haus von Monet, in seiner Einrichtung originalgetreu nachgebildet und auch die Orangerie mit Reproduktionen seiner Werke. Der Inbegriff von Idylle, Ruhe und Friedlichkeit.
Dies war nur ein kleiner Einblick in die abwechslungsreiche Exkursionsfahrt und ich kann nur sagen, dass Paris immer eine Reise wert ist und ich sie jedem weiter empfehlen würde.
Autorin: Alexandra Nitsch, Kl. 12/3

Und das Abenteuer beginnt…

Nach Wochen der Vorbereitung und Anspannung ist es endlich soweit! 18 Schüler und drei Lehrer unseres Gymnasiums treten die große Reise nach Indonesien an. Ziel unseres Besuches soll unsere Partnerschule, die International Yari School, Padang, Sumatra sein.
Unser 2. Austausch führte nun die deutsche Gruppe in das Land unserer Partnerschule. Unvorstellbare Landschaften, sprachliche Herausforderungen, neue Essenskultur, Herzlichkeit, Traditionen, Gastfamilien – die mehr als „nur“ Gastfamilien wurden, klimatische Besonderheiten, Büffel und Reisfelder, Zuckerrohrplantagen, traditioneller Tanzunterricht, Charity-Projekte, Einladungen von Bürgermeistern, dem Governor von West Sumatra, dem Bildungsministerium, Kleidervorschriften, Lawang Park ( ein Outdoor-Camp fast im Regenwald) – all das sollte Inhalt unseres 3 –wöchigen Aufenthaltes werden.
Natürlich war häufig am Morgen eines Tages der Schulbesuch Programmteil. Hier, wie auch in den Gastfamilien, durften wir unsere Englischkenntnisse unter Beweis stellen, denn unsere Kommunikationssprache war Englisch (oder so ähnlich).
Mit Freude denken wir an unsere Willkommensparty am Carolina Beach zurück. Hier durften wir erstmals Kokosnussmilch aus einer frischen Kokosnuss versuchen. Wir probierten mit ansprechender „Badekleidung“ den Ozean zu ergründen und stärkten uns mit Chili-gewürztem Hähnchenfleisch. Dass man in Indonesien mit den Fingern der rechten Hand isst, lernten wir sehr bald.
Ein ganz besonderer Programmpunkt sollte unser gemeinsames Charity-Programm werden. Gemeinsam mit unseren indonesischen Freunden machten wir uns auf den Weg Menschen zu besuchen und zu unterstützen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen können. Während Schulsachen an Waisenkinder übergeben wurden, lernten wir aber auch warmen Reis in Bananenblätter zu wickeln, denn unsere Gasteltern teilen regelmäßig Essen unter der sehr armen Bevölkerung aus.
Diese Erfahrung hat uns alle geprägt. Deshalb ist es uns ein Herzensbedürfnis unsere Partnerschule beim Bau eines Waisenhauses zu unterstützen.
Wir möchten uns für die beeindruckende Reise bei unseren Gasteltern, allen indonesischen Unterstützern, aber auch bei allen deutschen Elternhäusern bedanken, die diese Reise ermöglicht haben.
Autorin: Annette Kailus

Eines der vielen Highlights auf unserer Reise nach Indonesien war am Samstag der ersten Woche! Die Indonesier haben für uns eine Wilkommensparty am wunderschönen Caroline Beach gegeben! Mit einer Live-Band, leckerem Essen und Kokosnüssen. An Stränden haben wir die Milch immer getrunken. Wir sind mit T-Shirt, da es ein sehr religiöses Land ist, baden gegangen und bewunderten die Landschaft. Es war so wunderschön! Caroline Beach ist wirklich einer der empfehlenswertesten Strände in Indonesien. Die Bucht ist umringt von Bergen und Regenwald! Natürlich waren dort auch viele andere Leute die uns andauernd nach Fotos fragten. Und doch war die Entspannung sehr groß! Wir haben den Tag total genossen und werden die Wochen wohl nie vergessen!
Autorinnen: Lara Steinbach, Laura Schmidt

„Gegenwart ist Vergangenheit“

Geschichtsexkursion der Klassen 9/3 und 9/4 nach Pirna Sonnenstein
Fesselnd und ergreifend zugleich war die Exkursion der Klassen 9/3 und 9/4 am 16. April 2015 nach Pirna Sonnenstein, in die Gedenkstätte der ehemaligen Tötungsanstalt. Unsere beiden Lehrer Herr Naumann und Frau Finaske begleiteten uns durch diesen aufregenden Tag.
Die Einrichtung in Pirna Sonnenstein diente ab 1939 allein dazu gezielt Morde auszuüben. Die Opfer dieser Taten waren, basierend auf Hitlers Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses, hauptsächlich Menschen mit körperlicher bzw. geistiger Behinderung oder mit psychischen Erkrankungen. Damals war man der Meinung, dass diese Personen aufgrund deren Arbeitsunfähigkeit keinen Nutzen für Volk und Staat hätten und dass sie ein „lebensunwertes“ Leben führen würden, aus dem sie durch einen „Gnadentod“ erlöst werden sollten. Frauen und Männer mit solch einer Erkrankung wurden zur Sterilisation gezwungen, um zu verhindern, dass sich mit deren Nachwuchs die Krankheiten/Behinderungen weiter ausbreiten.
Man wollte eine reine, gesunde „deutsche Rasse“ erreichen und züchten.
Bevor die Patienten nach Pirna Sonnenstein gebracht wurden, waren sie schon in vielen anderen klinischen und psychiatrischen Einrichtungen gewesen. Sie wurden ständig verlegt und das meist ohne Benachrichtigung der Angehörigen. Die Anhänger der Aktion T4 sprachen von einer erneuten Verlegung oder sagten den Patienten, dass sie einen Ausflug machen würden.
In der Tötungsanstalt angekommen, sagte man ihnen, sie würden jetzt duschen gehen, und führte immer mindestens 30 Personen in die Gaskammer, welche tatsächlich einer Dusche ähnelte. Schließlich wurden diese Patienten vergast. Nicht einmal Kinder wurden verschont. Anschließend wurde die Gaskammer gelüftet und die Leichen wurden durch die zweite Tür hinausgetragen und verbrannt, um diese grausamen Verbrechen zu vertuschen.
Die Anstalt Pirna Sonnenstein besaß sogar ein eigenes Standesamt, welches für die Fälschung der Todesurkunden zuständig war. Den Angehörigen wurde eine falsche Todesursache, ein falsches Todesdatum und ein falscher Todesort genannt um die Mordtaten zu vertuschen.
1941 wurden die Tötungsanstsalten aufgrund von Protesten der katholischen Kirche offiziell verboten. Vor Gericht äußerten sich die Mitwirkenden der Aktion T4 doch tatsächlich mit den Worten: Es sei die harmloseste Tötungsmethode gewesen, da die geistig behinderten Menschen sowieso nicht ganz bei Bewusstsein gewesen wären.
Nur wenige der Ärzte, welche nur der Karierre und des Geldes wegen offiziell deutschlandweit 70.000 unschuldige Menschen auf dem Gewissen hatten, wurden verurteilt, da man durch die damalige Kriegs- und Nachkriegszeit auf sie angewiesen war.
Mich persönlich machten diese Eindrücke sprachlos. Mir ist unbegreiflich, wie Menschen tagein, tagaus nichts anderes tun können, als unschuldige Personen zu ermorden.
Der Herr, der uns all dies erzählte meinte noch, dass man nicht denken solle, solche Geschehnisse könnten nie wieder vorkommen, denn Gegenwart ist Vergangenheit.
Ungefähr dreizehn Uhr waren wir am Ende der Exkusion und machten uns auf den Heimweg. Schließlich kamen wir gegen vierzehn Uhr an der Schule an. Sicher wird dieser Tag mir noch sehr lange in Erinnerung bleiben.
Autorin: Amina Fatima Sebha, Kl. 9/4

Geschichtsexkursion der Klassen 6 nach Kriebstein

Die Klassen 6/1 und 6/3 (wir) fuhren am 14.April 2015 zusammen mit einigen Lehrern zur Burg Kriebstein. Um 08:43 Uhr ging es nach langem Warten endlich los. Als wir um ca. 09:30 Uhr angekommen waren, liefen wir direkt auf den Burghof. Wir warteten eine kurze Weile auf einer Terrasse und gingen dann zum Bogenschießen. Als wir damit durch waren, schossen wir auch noch mit der Armbrust. Wer damit fertig war, durfte noch in den Souvenirladen gehen. Danach gab es Mittagessen aus Tongeschirr, nämlich Makkaroni und Himbeerbrause. Nach dem Mittagessen begann die Burgführung. Dabei hat der Führer uns folgende Dinge erklärt: Kleidung, Kosmetik und Sitten im Mittelalter. Ebenfalls lernten wir von einer Frau einen mittelalterlichen Tanz. Zum Schluss gingen wir auf eine Wiese und warteten auf unseren Bus. Etwa 14:30 Uhr kamen wir wieder an der Schule an. Innerhalb der nächsten Tage fuhren auch noch die anderen Klassen 6 zur Burg.
Autorinnen: Sandra, Pia Klasse 6/3

Reisaren – Das Erwachen – eine Leseprobe

Melinda Gauss, Absolventin des Dr.-Wilhelm-André-Gymnasiums, stellt exklusiv einen Ausschnitt aus ihrem Roman vor:
Fremde Welten, Fabelwesen, Magie – das alles hat mich seit frühester Kindheit fasziniert. Schon in der Grundschule verschlang ich Fantasy-Bücher regelrecht und begann bereits, mir auch eigene, kleine Geschichten auszudenken und sie aufzuschreiben. Als ich etwa fünfzehn Jahre alt war, nahm dann eine größere Geschichte mit komplexer Handlung in meinem Kopf Gestalt an, und die Worte wollten einfach zu Papier gebracht werden, ich konnte quasi nichts dagegen tun. So enstand, während meiner Schulzeit hier am André-Gymnasium, die Welt von „Reisaren“.

Damit hätten Alina und ihr Freund Giuseppe nun wirklich nicht gerechnet: eigentlich wollten sie nur dem Jungen Norgann helfen, der eines Tages verwirrt und verängstigt mitten im Wald auftaucht. Nun aber finden sie sich plötzlich in einer anderen Welt wieder, in der alle Anzeichen auf Krieg stehen – ein Krieg, der nicht nur jene fantastische und fremdartige Welt in Chaos und Gefühlslosigkeit stürzen soll, sondern gleichzeitig auch die Erde und alles Leben darauf bedroht. Da entdeckt Alina, dass sie außergewöhnliche Kräfte besitzt. Soll sie sich in den gefährlichen Kampf gegen den machthungrigen Grauen König einmischen?
Jetzt schauten auch Alina und Giuseppe zu der Statue. Sie stellte einen Greif dar, ein Fabelwesen mit löwenartigem Körper, Adlerflügeln und Adlerkopf. Er erinnerte an einen großen Greifvogel, da sein ganzer Körper mit Federn bedeckt war – so lebensecht aus dem Gestein gemeißelt, dass man beinahe meinen konnte, er würde sich gleich in die Lüfte erheben. An einigen Stellen war die Figur unter einer weißen Decke aus Schnee verborgen, so als würde das steinerne Wesen Winterschlaf halten.
Norgann war immer noch starr.
„Was hast du?“, fragte Alina erneut.
Als hätte sie ihn ruckartig aus einem Traum geweckt, schrak er hoch und sah sie an. Dann gelang es ihm, seine Fassung einigermaßen zurückzugewinnen.
„Das ist ein Scarhyn …“, sagte er leise.
Giuseppe sah ihn an. „Ein was?“
Aber Alina glaubte zu verstehen. „Sepp – ich schätze er meint, dass dieser Greif dort ein Wesen aus seiner Welt ist.“
Norgann nickte zustimmend. „Genau. Diese Statue sieht genauso aus wie ein Scarhyn.“ Er blickte zu Alina. „Wie hast du es genannt? Greif? Aber gibt es denn bei euch auch Scarhyn, und ihr nennt sie nur anders?“
Sie schüttelte den Kopf. „Nein, es gibt sie nicht. Es sind Fantasiegestalten, die sich die Menschen unserer Welt ausgedacht haben. Aber so wie es aussieht, haben sie sie sich gar nicht ausgedacht …“
Giuseppe zweifelte langsam an seinem Verstand. „Jetzt redest du schon so wie Norgann – unsere Welt, seine Welt.“ Er sah verärgert und besorgt zugleich aus. „Ich will nicht mehr weiter – mir wird das zu unheimlich.“ Deprimiert ließ er sich auf den mit Moos und Flechten bewachsenen Mauerresten nieder.
Alina setzte sich neben ihn. „Aber wir finden doch langsam immer mehr heraus. Sepp, es ist doch alles okay. Klar, das ist alles ein bisschen fantastisch, aber du willst doch auch, dass Norgann wieder nach Hause kann.“ Sie wandte sich wieder Norgann zu.
Er sah aus, als ob er etwas sagen wollte, aber er schwieg. Stattdessen ging er auf die Statue zu; langsam und bedächtig, als wäre dies ein heiliger Ort. Vorsichtig streckte er eine Hand aus und berührte das kalte Gestein.
„Ich habe noch nie selbst einen gesehen, aber man sagt, sie wären sehr klug und geheimnisvoll, die Scarhyn. Genau wie die Elben“, meinte er gedankenverloren.
Fragend sah Alina ihren Freund an, aber Sepp zuckte nur die Schultern und flüsterte: „Langsam beginne ich wirklich zu hoffen, dass ihr nur spinnt, alle beide.“
Sie standen auf und gingen zu Norgann, der immer noch so dastand ‒ die Hand ausgestreckt, die Statue anstarrend, als wollte er für alle Ewigkeit so stehen bleiben. Sie wussten nichts zu sagen, aber sie spürten, dass dies etwas Besonderes für ihn sein musste – er hatte hier zum ersten Mal etwas gefunden, das ihn mit seiner Welt verband, wenigstens in Gedanken.
Zögernd näherte sich Alina der Statue, der sie sonst nie viel Beachtung geschenkt hatte. Auch sie berührte sie vorsichtig mit einer Hand, als plötzlich ein blauer Blitz aufzuckte.
Erschrocken fuhr sie zurück. „Was war das denn?“, wunderte sie sich.
Sepp blinzelte. „Das war doch jetzt hoffentlich nur Einbildung, oder?“
Norgann sah Alina stirnrunzelnd an. „Also, ich habe es auch gesehen“, sagte er. „Was hast du gemacht?“
Hilflos sah Alina ihn an. „Ich habe überhaupt nichts gemacht – nur den Stein angefasst!“
Auf einmal wurde es ganz still, kein Windhauch war mehr zu spüren. Den dreien wurde es sehr unheimlich; ihnen war, als würde irgendetwas anwesend sein, das sie nicht sehen konnten, und das erschreckte sie.
Norgann fuhr herum, mit geweiteten Augen.
„Was ist los?“, fragte Sepp beunruhigt. „Was ist das?“
Alina war ebenfalls verstört und schaute sich ängstlich um.
Zuerst war nichts zu sehen, dann aber legte sich ein grauer Schleier um sie, wie Nebel, und bald war er so dicht, dass man ihn mit den Augen kaum mehr zu durchdringen vermochte.
Die Präsenz, die sie alle fühlten, war nun stärker zu spüren, und mit ihr die Angst und auch die Stille. Sie standen starr da und blickten auf den unheilvollen, grauen Schleier, der sie umgab.
Dann formten sich aus dem Nebel langsam dunkle Umrisse; erst nur ganz blass, dann immer deutlicher. Die Freunde waren bleich vor Schreck. Die Gestalten sahen aus wie schwarze Vögel, und sie bewegten sich kaum merklich mit langsamen Flügelschlägen auf sie zu, umgeben von einem Hauch des grauen Schleiers, aus dem sie entstanden waren.
Die Zeit stand still. Alle Farben waren aus der Welt gewichen, und kein einziges Geräusch war zu hören. Und genau diese Ruhe flößte ihnen unendlich große Furcht ein; es war keine friedliche Ruhe, sondern sie war erdrückend und kalt. Es war, als hörte ihr Herz auf zu schlagen.
Die schwarzen Nebelvögel kamen immer näher, so langsam, dass man meinte, sie würden sich nicht durch Luft, sondern durch eine zähflüssige Masse bewegen.
Alina wollte schreien, aber sie konnte nicht. Sie wollte weglaufen, aber sie hatte keine Kontrolle über ihre Beine; ihre Füße waren wie angefroren. Ihren Freunden erging es nicht anders. Sie dachte, sie wäre für immer und ewig gefangen im Zustand dieser qualvollen Starre, bis die Vögel kommen und ihr das Leben aushauchen würden.
Langsam wurde alles dunkler, und dunkler … genauso wie die schwarzen Vögel … und sie hörte auf zu denken. In Zeitlupe lief sie auf die lichtlosen Gestalten zu …

„Reisaren – Das Erwachen“ ist erhältlich als Taschenbuch (14,95 €) und als
e-book (11,99 €), bestellbar in jeder Buchhandlung und im Internet.
Autorin: Melinda Gauss

Vom Backpacker zum BA-Studenten … so kann es nach dem Abi weitergehen

Hallo Jungs und Mädels!
Genau wie ihr habe ich früher auch das André-Gymnasium besucht. 2012 habe ich mein Abitur gemacht und wusste natürlich überhaupt nicht, was ich später mal werden möchte. Während sich meine Klassenkameraden bereits im Laufe der zwölften Klasse beworben haben und super Studienplätze ergatterten, habe ich lieber als Nebenjob Pizza ausgefahren. Damit ihr nicht ganz so planlos wie ich vorgehen müsst, schreibe ich euch heute.
Ich entschied mich, für ein Jahr nach Australien zum Work-and-Travel zu gehen. Ein paar Monate nach der Abifeier hob ich ab und landete 25 Stunden später in Sydney. Da es viele junge deutsche Backpacker in Australien gibt, war es einfach, Anschluss zu finden. Auch Englisch zu sprechen war kein Problem, denn die Australier sind sehr hilfsbereit und freundlich. Ich arbeitete in verrückten Jobs, wie zum Beispiel als Helfer auf dem Rummel mit vielen Fahrgeschäften oder in Australiens größter Weinfabrik, wo es meine Aufgabe war, tausende Liter Wein in Road-Trains zu pumpen – und ganz nebenbei konnte ich mein Englisch super verbessern.
Im April 2013 kam ich zurück nach Deutschland und nachdem ich gesehen hatte, welche Jobs man bekommt, wenn man keine Ausbildung hat, war ich mir sicher, studieren zu wollen. Weil ich in Australien viel Spaß am Arbeiten hatte und nun nicht mehr den ganzen Tag im Unterricht an einer Universität sitzen wollte, entschied ich mich für ein duales Studium. Auf der Internetseite der Berufsakademie Sachsen, Staatliche Studienakademie Glauchau fand ich Unternehmen, die Stellen ausgeschrieben hatten, und denen sendete ich meine Bewerbung. Das ist die Besonderheit eines BA-Studiums: Ihr seid drei Monate an der Berufsakademie und nehmt am Unterricht teil und dann seid ihr drei Monate in eurem Unternehmen und könnt dort an Projekten direkt in der Praxis mitarbeiten. Und das Beste ist: bezahlt wird man dafür auch. Die Mindestvergütung liegt bei monatlich 440 € in Glauchau. Bei vielen geht auch mehr. Ich studiere Verkehrsbetriebswirtschaft und Logistik. Ihr könnt aber auch zum Beispiel in die Richtungen Bank, Bauingenieurwesen, Baubetriebsmanagement, Mittelständische Wirtschaft, Wirtschaftsinformatik oder – wenn es technischer sein soll – Technische Informatik, Automobilmanagement, Versorgungs- und Umwelttechnik oder Industrielle Produktion studieren.
Die Theoriephasen vergehen immer sehr schnell, da man so viele neue Sachen erfährt und auch viele neue Leute kennenlernt. Danach geht jeder in sein Unternehmen zur Praxisphase. Ich bin bei einer kleineren Spedition in Dresden gelandet. Dort habe ich am Anfang erstmal das Unternehmen vorgestellt bekommen und durfte dann an meinem eigenen Arbeitsplatz gleich mitarbeiten. Ab und zu muss man auch mal Kaffee kochen, aber das ist die Ausnahme.
Wenn ihr euch für ein 3-jähriges Bachelor-Studium an der BA interessiert oder Informationen zu einem Auslandsaufenthalt haben möchtet, könnt Ihr mir gerne unter simon.h.richter@gmail.com schreiben oder mal auf der Internetseite www.ba-glauchau.de vorbeischauen.
Freue mich, von euch zu hören!
Autor: Simon Richter

Aufgabe des Monats – ein Projekt im Rahmen der Begabtenförderung Mathematik

… ein Wettbewerb von Schülern für Schüler der Klassen 5 – 7
1. Von Schülern
Wir, Marvin und Ben, sind zwei Schüler aus der Klasse 7/4, die selbst schon oft an verschiedenen Mathematikwettbe-werben und an der Mathematikförderung teilgenommen haben. Als wir am Ende des letzten Schuljahres Ideen für unsere Arbeit in der nächsten Klassenstufe sammelten, war dabei auch der Vorschlag zu einem mathematischen Knobelwettbewerb.
Im September nahmen unsere Ideen dann konkrete Formen an.
2. Für Schüler
Unser Ziel ist es, für interessierte Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 7 jeden Monat ein bis zwei Knobelaufgaben zu stellen. Für richtige Lösungen sammelt man Punkte. Zur Abschlussveranstaltung am letzten Schultag wollen wir den Wettbewerb auswerten und die fleißigsten Punktesammler mit kleinen Preisen belohnen.
Nachdem der Ablauf und die Organisation des Wettbewerbs geklärt, die ersten Aufgabenblätter fertig waren, sind wir in die einzelnen Klassen gegangen und haben unser Vorhaben vorgestellt. Jetzt treffen wir uns vierzehntägig für eine
Doppelstunde, suchen aus Zeitschriften, Büchern und mithilfe des Internets geeignete Aufgaben heraus (es sind auch schon die ersten eigenen Aufgaben entstanden), bringen die Aufgaben in die richtige Form und lösen sie natürlich auch selbst. Gemeinsam werden die Schülerlösungen korrigiert und die erreichten Punkte klassenstufenweise in Tabellen erfasst. Mit den Teilnehmerzahlen der Klassen 5 und 6 sind wir ganz zufrieden, nur in der Klasse 7 könnten wir durchaus mehr Lösungen verkraften.

Hier eine Beispielaufgabe:
Gegeben ist eine zweistellige natürliche Zahl, aus verschiedenen ungeraden Ziffern. Eine zweite Zahl entsteht durch Vertauschen der Ziffern. Bildet man nun das Produkt der beiden Zahlen und multipliziert das Ergebnis mit der um eins vergrößerten Quersumme der Ausgangszahl, so erhält man 2015.
Viel Spaß beim Knobeln.
Autoren: Ben Erdeli und Marvin Ohlmeyer, Klasse 7/4


54. Mathematikolympiade
im Schuljahr 2014/2015
Preisträger der ersten Stufe (Schulolympiade)
Klasse 5
1. Platz: Luis Peuckert (5/4)
2. Platz: Christoph Döllner (5/4)
3. Platz: Lara Starec (5/2)
Klasse 6
1. Platz: Nils Ole Engler (6/2)
2. Platz: Hannah Arnold (6/4)
3. Platz: Toni Kalinsky (6/3)
Klasse 7
1. Platz: Anna Ittner (7/1)
2. Platz: Marvin Ohlmeyer (7/4)
3. Platz: Friederike Domes (7/1)
und Ben Erdeli (7/4)
Klasse 8
1. Platz: Maxime Hobusch (8/2)
2. Platz: Fabian Bär (8/1)
3. Platz: Julia Gäse (8/3)
und Michelle Klenner (8/3)
Klasse 9
1. Platz: Tobias Lippert (9/2),
Emelie Brockhaus und
Ivana Richter (beide 9/1)
Klasse 10
1. Platz: Anna-Lena Land (10/3)
2. Platz: Konstantin Land (10/3)
3. Platz: Patrick Zimmer (10/4)
Alle Preisträger der Klassenstufen 5 bis 9 und die beiden erstplazierten Schüler der Klassenstufe 10 erhielten eine Einladung zur zweiten Stufe der Mathematikolympiade am 12. November 2014. Zusätzliche Starter waren dort Benjamin Höfer, Isolde Kirk (beide 5/3), Magnus Gräßler (5/4), Cornelius Heinrich (6/3) und Henri Johannes Rößler (Klasse 11).
Julia Gäse schaffte es in diesem Schuljahr sogar bis zur dritten Stufe. Am letzten Wochenende der Februarferien erreichte sie auch hier gute Ergebnisse.

Die Komplizen – ein Mentoringprogramm

Es ist wichtig, schon zeitig zu wissen, welchen Beruf man später vielleicht ausüben möchte.
Das spielt z.B. in der Wahl der Kurse und auch in der Vorbereitung auf das spätere Leben eine große Rolle. Trotzdem fällt es vielen sehr schwer, sich für den richtigen Beruf zu entscheiden, da man oft eine ungenaue Vorstellung oder einfach zu viel Auswahl hat.
Natürlich ist dies der Schule durchaus bewusst, sie gibt uns viele Möglichkeiten, wie z.B. die Berufsberatung, um uns näher zu informieren, unter anderem wurde uns in der 9. Klasse das Komplizen-Programm von zwei Vertretern vorgestellt. „Die Komplizen“ ist ein Mentoring-Programm, das Jugendliche individuell, praktisch und theoretisch auf das Berufsleben vorbereiten soll. In der Schule bekamen wir einen ersten Überblick und konnten uns danach anmelden. Per E-Mail bekamen wir dann die nötigen Informationen für das 1. Treffen. In einer kleinen Gruppe von zehn Schülern aus verschiedenen Schulen in Chemnitz, haben wir dann allgemeine Informationen zu Berufen und dem Berufsleben anhand von Gruppenarbeit erarbeitet. Danach mussten wir und ein anderer uns einschätzen und wir mussten unseren Wunsch für einen Mentor abgeben. Nach einer bestimmten Zeit gab es dann auch schon das 1. Treffen mit unserem Mentor im „Kick-Off“, dort hat man sich erstmals kennengelernt und konnte prüfen ob man sich gut versteht. Die nächsten Treffen kann man dann nach Datum, Uhrzeit und Ort selbst bestimmen. Des Weiteren beinhaltet das Programm mehrere Arbeitsplatzbesichtigungen, die man sich selbst wählen kann.
Was uns angeht, so wussten wir beide schon ziemlich genau, was wir werden wollen und trotzdem war es noch einmal etwas ganz anderes mit jemandem, der diesen Beruf bereits ausübt, zu reden. Man bekommt einen individuellen und einmaligen Einblick in den Beruf, den man sonst sicherlich nicht bekommen hätte. Auch hatten wir zwei das große Glück hautnah in das Berufsleben unseres Mentors zu schauen, z.B. indem man am Alltag des Berufes teilhaben, hospitieren oder sich sogar mal selbst ausprobieren konnte. Auch durch Arbeitsplatzbesichtigungen in einen Beruf, den man vielleicht gar nicht in Erwägung gezogen hat, bekommt man ganz neue Sichtweisen, Erfahrungen und Erkenntnisse.
Alles im allem war es eine tolle Erfahrung, die uns unheimlich viel gebracht hat und die wir jedem weiterempfehlen würden.
Autorinnen: Clara Leschner, Lisa-Marie Wilde, Kl. 10/1

Vorlesewettbewerb am Dr.-Wilhelm-André-Gymnasium

Alles fing mit dem Klassenentscheid an. Meine Klasse hat sich zwei Schüler ausgesucht, die zum Schulentscheid durften. Ich konnte es fast gar nicht glauben, als ich gewählt wurde. Nie hätte ich gedacht, dass ich das schaffe. Vor allem, weil meine Klasse sehr stark im Lesen ist.
Als dann der Tag des Schulentscheids gekommen war, war ich sehr nervös. Meine Hände zitterten. Manchmal hatte ich dann das Gefühl, ich wäre in einem Traum. Als wir dann in die Bibliothek hinein gebeten wurden und uns auf die Stühle setzten, war ich nur noch aufgeregter. Es waren sechs Schüler da gewesen. Als erstes musste man seinen Namen und seine Klasse ansagen. Schließlich musste jeder einzeln nach vorne kommen, sich vorstellen, sein Buch vorstellen und einen geübten Text aus einem beliebigen Buch vorlesen.
Als erstes war eine Schülerin aus meiner Klasse dran. Sie war sehr, sehr gut und hatte mit viel Betonung gelesen.
Als dann ungefähr drei oder vier Schüler dran waren, kam ich an die Reihe. Ich stellte mein Buch vor und begann zu lesen. Die ganze Zeit dachte ich mir, hoffentlich klappt das und hoffentlich lese ich laut genug. Als ich fertig war, war ich sehr erleichtert. Die Jury sah sehr zufrieden aus.
Als dann die letzten gelesen haben, entfernte sich die Jury, um drei oder vier Schüler auszusuchen. Die Kandidaten durften sich in der Zwischenzeit an einem lecker gedeckten Tisch bedienen. Mir kam es wie eine Ewigkeit vor, bis die Jury endlich ihr Urteil fällte. Ich durfte weiterhin mit lesen. Die zweite Runde bestand daraus, dass drei oder vier Schüler einen unbekannten Text lesen mussten. Das ist nicht gerade einfach. Jeder Schüler musste einen vorgegebenen Abschnitt lesen. Als ich an die Reihe kam, war ich sehr nervös. Ich habe mich mindestens ein oder zwei Mal verlesen. Zum Glück wurden Verleser nicht überbewertet. Als dann alle, die in die nächste Rund weiter gekommen waren, gelesen hatten, zog sich die Jury wieder zurück, um den endgültigen Gewinner festzulegen. Sie fingen mit dem vierten Platz an und dann ging es immer weiter abwärts. Als es dann nur noch zwei Schüler gab, also eine aus meiner Klasse und mich, hatte ich die Hoffnung schon aufgegeben. Sie war so gut im Lesen und hatte mit viel Betonung und Ausdruck gelesen. Es kam mir wie eine Ewigkeit vor, bis die Jury sagte: „ Die Gewinnerin des Schulentscheids ist Kyra Meißner.“ Ich konnte es gar nicht glauben. Die Jury sagte mir, dass ich nun zum Stadtentscheid gehen könnte. Bei diesem müsste ich aus einem anderen Buch vorlesen. Ich war sehr stolz auf mich.
Alles in einem war es eine schöne Erfahrung, auch wenn ich beim Stadtentscheid nicht gewonnen habe.
Autorin: Kyra Meißner, Kl. 6/4

Schultanzprojekt „Romeo und Julia“ im Rahmen des Profilunterrichts Klasse 8

In Zusammenarbeit mit dem Theater Chemnitz und einer 9. Klasse des Karl-Schmidt-Rottluff-Gymnasiums
Verzweiflung, Tränen, Verderben, Trauer, Wut, Krieg, Liebe, Mord und Angst,
all das ermöglicht durch eine Frau: Frau Sadowska, die Regisseurin und Choreografin des Tanzprojekts „Romeo und Julia“.
Es fing alles ganz harmlos an: erste Tanzschritte, nichts Kompliziertes, Vertrauensübungen. Anfangs empfanden wir es so, wie es hier klingt: langweilig und ermüdend. Den Großteil des Schuljahres verbrachten wir damit, Tänze einzustudieren. Wir waren voll davon überzeugt, dass Frau Sadowska uns total überschätzt hatte und es uns niemals möglich wäre, die Tänze und Hebefiguren auf die Bühne zu bringen. Doch schließlich übertrafen wir uns selbst und beherrschten die Tänze, die denen von „Romeo und Julia auf der Abbey Road“ durchaus ähnlich waren.
Bis hierher lief es noch ganz gut. Doch dann trafen wir auf die Schüler des Karl-Schmidt-Rottluff-Gymnasiums, die mit uns das Stück aufführen sollten.
Wir fingen praktisch bei Null an.
Zwei Wochen vor der Premiere: es fehlten noch einige Tänze, wir hatten keinen Ablauf des Stücks und niemand konnte seinen Text. Zudem kannten wir die „Kaschmirer“ nicht, was die Paartänze deutlich erschwerte.
Es kostet nämlich doch einige Überwindung, sich von einem fremden Jungen hochheben zu lassen und sich mit ihm halbnackt auf die Bühne zu legen (Romeo war halbnackt, Julia hatte natürlich ein Kleid an). Außerdem waren die Rollen erst weitere zwei Wochen vorher bekannt gegeben worden. So hatte man nur wenig Zeit, sich vorzubereiten und sich in die Rollen hineinzuversetzen.
Unglaublicherweise schafften wir es tatsächlich, das Stück innerhalb dieser extrem kurzen Zeit fertig zu stellen.
Und dann kam die Premiere am 03.07.2014 im Schauspielhaus. Hinter der Bühne gab es zwei Gruppen: die, die vor Aufregung gestorben sind und die, die Flappy Bird spielten und Rammstein hörten.
Das Chaotischste an der ersten Vorstellung war wohl die Verbeugungsaufstellung, allerdings war der Rest in unseren Augen ein voller Erfolg. Bei der zweiten Aufführung wurde sogar eine Zugabe verlangt, so kam das Publikum in den Genuss eines Hip-Hop-tanzenden Mönchs.
Nach der letzten Aufführung waren wir wirklich perplex, dass das ganze Projekt schon vorbei war. Am Anfang hatten wir uns jeden Dienstag das Ende des Profilunterrichts herbeigesehnt, doch jetzt fehlte es uns.
Es war eine unglaubliche Erfahrung, die anstrengend und unfassbar stressig war, aber auch Spaß gemacht hat.
Wenn wir jetzt, ein halbes Jahr nach den Auftritten, in Erinnerungen schwelgen, werden wir ganz sentimental.
Autoren: Sarah Möller, Emil Stendike, Klasse 9/5

Wettbewerb Diercke WISSEN 2015

Zum zweiten Mal gelang es Julian Grummt, Klasse 8/3, sich gegen die anderen Teilnehmer der Klassen 7 bis 10 durchzusetzen. Insgesamt beteiligten sich 23 Schüler am Schulausscheid Diercke WISSEN 2015.
Dass die Aufgaben durchaus anspruchsvoll waren, bewiesen die relativ geringen Punktzahlen. Im Schnitt wurden 8 Punkte erreicht. Julian erzielte 17 von 25 möglichen Punkten. Achtbar schlugen sich die beiden Siebtklässler Fabian Liefke und Ben Erdeli, die in der Gesamtwertung auf die Plätze 4 bzw. 7 kamen.

Als Klassenstufensieger wurden ermittelt:
Klasse 7 – Fabian Liefke (7/4)
Klasse 9 – Marvin Hahn (9/5)
Klasse 10 – Fabian Oertel (10/2)

An dem für die Klassen 5 und 6 extra ausgeschriebenen Wettbewerb der Wissens-Junioren nahmen alle Klassen dieser Klassenstufen teil. In der Klassenstufe 6 erreichte Ole Kruggel, 6/1, wieder die höchste Punktzahl. Er hatte den Wettbewerb bereits in Klasse 5 gewonnen. Der Sieger der Klassenstufe 5 stand bis Redaktionsschluss noch nicht fest, da ein Stechen zwischen 3 Schülern ausgetragen werden muss.
Wir gratulieren allen Gewinnern und hoffen auch für das nächste Jahr auf eine rege Beteiligung am Wettbewerb!

World Robot Olympiad – Deutschlandfinale 2014 in Dortmund

Das Team des Dr.-Wilhelm-André-Gymnasiums war beim Finale dabei.
Unser Team INVICTUS ist für das Deutschlandfinale in Dortmund (19./20. Juni) qualifiziert.
Joshua und Julius aus der Klasse 9/2 nutzten ihre Chance, sich für das Deutschlandfinale der Regular Category der World Robot Olympiad (WRO) 2015 zu qualifizieren. In München Garching belegten sie den 2. Platz in einem spannenden Wettbewerb.
Die World Robot Olympiad (WRO) ist ein internationaler Roboterwettbewerb für Kinder und Jugendliche im Alter von 8 – 19 Jahren mit dem Ziel, ihnen den Zugang zu naturwissenschaftlichen Fächern zu erleichtern und sie für einen Ingenieur- oder IT-Beruf zu motivieren. Die WRO-Saison 2015 steht unter dem Motto „Robot Explorers“. Der Wettbewerb in München findet in der sogenannten Regular Category der WRO in den Altersklassen Elementary (8 – 12 Jahre), Junior (13 – 15 Jahre) und Senior (16 – 19 Jahre) statt.
Bei der Regular Category bauen und programmieren die teilnehmenden Teams einen Roboter, welcher auf einem etwa 2,5 m x 1,3 m großen Parcours verschiedene Aufgaben lösen kann (z.B. Farben erkennen, Gegenstände transportieren etc.). Bereits seit Anfang Februar hatten die Teams Zeit, ihren Roboter für die weltweit identischen Aufgaben vorzubereiten.
Teams der Altersklasse Junior (13 – 15 Jahre) gehen auch in Dortmund auf Schatzsuche. Der Wettbewerb findet in der Helmut-Körnig-Halle in der Nähe des Signal-Iduna-Parks statt.
Autor: Mathias Schönherr

Komplexe Leistung zur Kryptografie

Kryptographie – was ist das überhaupt? Das fragten wir uns alle, als Franz J. Müller aus der 10/4 unser Klassenzimmer betrat und uns ankündigte, dass er sich mit diesem Thema für seine Komplexe Leistung (die Frau Wallenta, unsere Mathelehrerin, betreute) beschäftigte. Wir, die Klasse 6/3, sollten ein Teil seiner Forschungsarbeit sein.
Zunächst erklärte er uns, was sich hinter dem Wort „Kryptographie“ verbirgt. Es handelt sich um die Verschlüsselung von Daten durch geheime Zahlen oder Zeichen. Ein paar Beispiele von solchen Geheimschriften versuchten wir erst an der Tafel zu lösen. Doch später durften wir in Gruppen selbst Geheimschriften entwickeln. Das hat viel Spaß gemacht und es wurde die Zeit gestoppt, wie lange wir gebraucht haben. Es waren wirklich sehr kreative Verschlüsselungen entstanden. Wir haben es Franz nicht leicht gemacht! Er löste gerade mal vier von neun unserer Geheimcodes. Wenig später erfuhren wir, dass Franz eine Eins für sein Projekt bekommen hat, und freuten uns alle mit ihm, aber wir wollten natürlich die Details wissen. So kam er ein wenig später erneut in unsere Klasse und gab uns einen kleinen Einblick in seinen Vortrag zur Komplexen Leistung.
Franz erzählte uns auch über die Geschichte der Kryptographie, die antiken Verschlüsselungen und Geheimzeichen und vieles mehr. Er präsentierte mit Computer und großem Fernseher noch viele Bilder, Schriften und verschlüsselte Zeichen. Auch Maschinen, wie zum Beispiel die Enigma, waren zu sehen.
Man sah sogar Fotos unserer selbsterfundenen Geheimcodes. Es war interessant zu sehen, wie die einzelnen Gruppen gearbeitet haben.
Die Gewinnergruppe war am Ende die Gruppe 2 mit Tanja und Lisa. Sie ergatterten eine Tüte Gummibärchen.
Wir haben dabei viel gelernt und großen Spaß beim Erfinden und Entschlüsseln von Geheimtexten gehabt.
Autorin: Angelina Kärcher 6/3

Meine Komplexe Leistung – eine Rückschau

Die Komplexe Leistung – das heißt ca. 15 Seiten Text über ein selbst gewähltes Thema im Rahmen eines ebenfalls selbst gewählten Faches schreiben.
Als ich das das erste Mal hörte, dachte ich: „Oh Gott, das schaffst du doch nie, was soll man denn alles über ein Thema schreiben, um diese Seiten zu füllen?!“ Ich bewunderte die 10er, die diese Aufgabe schon gemeistert hatten und war mir nicht sicher, ob ich das auch schaffen würde.
Ich machte mir Gedanken, welches Thema mich interessieren würde, denn man muss sich ja wirklich über ein halbes Jahr mit dieser Thematik auseinander setzen. Folglich sollte man sich auch gern mit dem Thema beschäftigen. Nach einigen Überlegen fasste ich den Entschluss, meine KL (Komplexe Leistung) über Kommunikation Gehörloser, also über Gebärdensprache, zu schreiben. Da mich die Gebärdensprache sehr interessiert und ich auch überlege, Gebärdensprachdolmetschen zu studieren, war es für mich am Ende kein Problem, die 15 Seiten zu füllen. Natürlich hatte auch ich nicht immer Lust, mich an den Laptop zu setzten und an meiner KL zu arbeiten, aber im Großen und Ganzen hat es mir doch Spaß gemacht und ich konnte noch mehr über diese faszinierende Sprache und ihre Geschichte lernen.
Mein einziges Problem: Was mache ich als Eigenanteil? Ich hatte keinen zündenden Einfall, aber meine betreuende Fachlehrerin, Frau Eichelkraut, brachte mich auf die Idee, eine Art Workshop in einer Klasse zu machen. An dieser Stelle noch eimal herzlichen Dank an die Klasse 9/1 für eure tolle Mitarbeit und an eure Deutschlehrerin Frau Löser, dass sie einen Teil ihres Unterrichts dafür „geopfert“ hat!
Als dieses Problem also auch geklärt war, konnte ich mich in die Arbeit stürzen ;-) In der Chemnitzer Stadtbibiothek gab es leider nicht sehr viel Literatur über dieses Thema, aber dafür wurde ich in der Zwickauer Hochschulbibliothek fündig. Aber bevor ich richtig loslegen konnte, musste ich mir zuerst einmal Gedanken über meine Gliederung machen. Rückblickend würde ich sagen, dass das für mich die größte Herausforderung bei der Arbeit an der KL war. Ich musste wirklich gut überlegen, wie ich die Arbeit aufbaue und über welche „Unterthemen“ ich etwas schreiben wollte. Aber schließlich war auch das geschafft und ich konnte endlich mit den „richtigen“ Texten beginnen.
Das war natürlich die arbeitsintensivste, aber auch eine sehr spannende Phase. Ich ging in meiner Arbeit auf Kommunikation allgemein ein, auf die Geschichte der Gebärdensprache und natürlich auf die Sprache an sich, das heißt Grammatik und Kommunikationskomponenten und verglich sie mit der deutschen Lautsprache.
Letztendlich hat es mir nicht an Themen und Inhalten gemangelt und bin sehr glücklich mit meiner (Komplexen) Leistung. Dafür möchte ich mich auch noch einmal ganz herzlich bei Frau Eichelkraut bedanken dafür, dass sie sich auf dieses Thema, das mir so am Herzen liegt, eingelassen hat und mir mir immer mit Rat und Tat zur Seite gestanden hat. Danke!

Tipps für die neuen 10er:
• Sucht euch ein Thema aus, das euch wirklich sehr interessiert, ihr müsst euch mehr als ein halbes Jahr damit beschäftigen.
• Teilt euch die Zeit gut ein, fangt früh genug an, nach Literatur zu suchen – in Bibliotheken sind nicht immer alle Bücher gleich da, wenn ihr sie braucht!
• Notiert euch sofort die Quellen, arbeitet sie am besten gleich mit in den Text ein!
• Druckt die Endversion möglichst schon eine Woche vor Abgabe aus, um sie in Ruhe und am besten von mehreren Korrekturlesern gegenlesen zu lassen!

Abschließend bleibt mir nur noch, euch neuen 10ern viel Glück für die Komplexe Leistung zu wünschen, ihr schafft das!
Autorin: Thea Kruggel, Kl. 10/1

Having a dream?!

“What? In my freetime? In the evening?!” – likewise were thoughts of many eleventh – and twelfth graders on the 15th of October 2014.
They were obliged to attend the theatre performance “Martin Luther King – Malcolm X”.
Not only did we have to go to the city hall of Chemnitz in the darkness, it was also prohibited to snore loudly, even though there was talk of a men having dreams.
While forcing ourselves to stay awake it miraculously became easier to understand and follow the scenes on stage, which – to be honest – was not the case at the beginning. But that is due to the hard-to-understand accent that all the actors had. The play was initiated by the American Drama Group Europe. Because of the voices of the native speakers the performance became, no doubts, credible.
The five actors introduced us to the political and private world of Martin Luther King as a black civil rights activist.
Furthermore we encountered a human rights activist called “Malcolm X”, who played a crucial role as well.
“This skin is a mark of shame.” Phrases like that were both – moving and shocking. Besides they made daily racism in the 20th century tangible.
The actors succeeded in conveying the message of a powerful and stunning, not to forget memorable human being in a totally different way, than we were used to.
So all in all, even if we might not confess it with pleasure, it was a magnificent piece of acting and frankly speaking it would be great to attend such events more often (although we would never tell our teachers, so pssssst and keep the secret!)
Autorinnen: Klara Otto, Caprice Mansfeld

Astronomieunterricht draussen – ein Beobachtungsabend

Astronomische Koordinatensysteme, Entstehung und Entwicklung von Sternen, Galaxien und großräumige Strukturen im Kosmos. Das sind nur einige der Themen des Astronomieunterrichtes der Oberstufe. Mehrere Jahre nun schon kommen Astronomiekurse an unserer Schule zustande. Doch alle Theorie wird erst lebendig durch die Anschauung des Sternenhimmels und die unmittelbare Beobachtung mit dem Teleskop.
So ist es erklärlich, wenn die Schülerinnen und Schüler mit fortschreitender Dauer der Kurse ungeduldig werden und fragen: „Wann machen wir denn nun mal einen Beobachtungsabend?“
Die praktische Umsetzung erweist sich dann aber als gar nicht so einfach. Unter den Bedingungen der sogenannten „Lichtverschmutzung“ des Himmels durch die Beleuchtung der Stadt ist es nicht leicht, einen Platz zu finden, an dem die Objekte wie Sternhaufen und Galaxien noch sichtbar sind, ohne gleich eine halbe Weltreise zu unternehmen. Zu bedenken ist, dass ja auch die umfangreiche Technik, also drei bis fünf Teleskope unterschiedlicher Größe mit Zubehör in die dunkle Einsamkeit transportiert werden muss und die Schülerinnen und Schüler spät abends auch wieder wohlbehalten zuhause ankommen sollen. Klarer Himmel wird auch gebraucht und der Mond soll nicht gerade in voller Pracht erstrahlen.
Und dann war es für die Astronomiekurse der 12. Klassen am 19.12.2014 und am 18.3.2015 endlich so weit.
„Heute Abend treffen wir uns bei 50°51’10’’ Nord, 12°48’17’’ Ost, einer Betonfläche zwischen Kändler und Röhrsdorf, und bearbeiten folgendes Beobachtungsprogramm... (siehe QR-Link)“, sagte Herr Preuß. Selbst Klausuren am nächsten Tag sind dann kein Hindernis.
Dann geht es los. Die Teleskope werden aufgebaut. Mit Sternkarte und Taschenrechner werden die Einstellungen an der Montierung bestimmt. Und wenn alles genau justiert ist, kann man die gesuchten Objekte wirklich sehen. Nicht bunt und leuchtend wie in einer Illustrierten sondern ganz blass vor dem Schwarz des Himmels, eher unspektakulär, dafür aber tatsächlich mit den eigenen Augen.
Allmählich kriecht die Kälte unter die Kleidung, die Finger werden klamm. Ja, Winternächte sind die besten und längsten für die Astronomie; aber meist ist es ar… unangenehm kalt.
Schließlich wird es Zeit, abzubauen und den Heimweg anzutreten. „Nichts liegen lassen im Dunkeln!“, heißt es da. Gut, wer jetzt von den Eltern oder Freunden mit dem Auto abgeholt wird. Einige sportliche Schüler sind mit dem Fahrrad. Der Beobachtungsabend ist zu Ende und manchem wird wohl erst später bewusst, dass man selten wieder die Möglichkeit hat, den Sternenhimmel so intensiv zu erleben.
Autor: E. Preuß

Andréaner als Juroren beim Internationalen Kinder- und Jugendfilmfestival in Saint Quentin

Ciné-Jeune ist ein großes, internationales Filmfestival in Frankreich und findet jedes Jahr erneut in St. Quentin statt. Sarah Möller(Klasse 9/5) und ich (Nina Ritter, Klasse 9/4) hatten dieses Jahr die Ehre, zusammen mit Frau Freund nach Frankreich reisen zu dürfen und als Jury-Mitglieder ein Teil dieses Filmfestivals zu sein.
Es war eine wunderschöne Woche, vor allem durch die vielen Filme, die wir anschauen durften und die netten Menschen, die wir dort kennen gelernt haben.
Untergebracht für diese eine Woche in St. Quentin waren Sarah und ich in Gastfamilien. Dadurch hatten wir auch die Möglichkeit, ein französisches Collège hautnah mitzuerleben.
In der internationalen Jury waren neben Sarah und mir auch Italiener, Polen und natürlich auch einige Franzosen in unserem Alter. Die Filme, die wir dort zusammen ansahen, wurden alle von uns bewertet. So gewann auch der beste Film einen Preis von 5.000 Euro.
Der Gewinnerfilm in diesem Jahr ist „Nathans World“. Ein großartiger Film mit einer sehr bewegenden Geschichte. Der Hauptdarsteller ist Asa Butterfield.
Ich bin der Meinung, dass wir nach dieser tollen Woche sehr viel mitnehmen konnten. Auch unser Französisch verbesserten wir. Ich würde jedem, der die Möglichkeit bekommt, empfehlen, nach St. Quentin in Nordfrankreich zu reisen oder vielleicht sogar das Festival selbst einmal zu besuchen.
Autorin: Nina Ritter, Kl. 9/4

Bericht über den Besuch der Klasse 5/4 im Tierpark Chemnitz

Am 26.03.15 machte die Klasse 5/4 einen Ausflug in den Tierpark Chemnitz. Wir trafen uns 8.45 Uhr in der Schule und liefen dann zur Bushaltestelle an der Beyerstraße. Von dort aus fuhren wir zum Tierpark. Als wir angekommen waren, holten wir uns Eintrittskarten und gingen zum Bauernhof, wo Frau Riedel schon auf uns wartete. Frau Riedel ist die Tierärztin des Tierparks. Sie erzählte uns viel über die Tiere auf dem Bauernhof und wir durften sogar kleine Babymäuse streicheln und fotografieren. Danach fütterten wir noch die Ziegen im Streichelgehege.
Als wir fertig waren gingen wir zum Löwengehege. Dort sahen wir den Löwen Malik und die Löwin Kimba. Frau Riedel erzählte uns wieder sehr viel und beantwortete unsere Fragen. Wir erfuhren z.B., dass Malik eine Augenkrankheit hat und dass man diese Löwen und auch viele andere Tiere des Tierparks nicht mehr in die freie Wildbahn setzen könnte, weil sie keinen Respekt mehr vor dem Menschen haben und deshalb, um sich zu ernähren, in Menschensiedlungen eindringen würden.
Dann gingen wir zu den Kamelen. Diese durften wir mit Zuckerrüben und Möhren füttern. Frau Riedel erklärte uns, dass in den zwei Höckern der Kamele kein Wasser sondern Fett ist.
Danach ging es noch zu den Kängurus, Emus, Nasenbären und Raubkatzen wie dem Tiger, dem Leopard und dem Gepard. Nachdem Frau Riedel uns auch an diesen Gehegen viel Wissenswertes erzählt hatte und alle Fragen geklärt waren, gab sie uns noch ein Rätselblatt, das wir dann alleine oder in Teams ausfüllen sollten. Erst ging es aber noch ins Tropenhaus, denn es war sehr, sehr kalt. Im Tropenhaus wärmten wir uns auf und besprachen, wie es weitergehen sollte. Wir verabredeten uns um 12.00 Uhr am Eingang. Dann durften wir losziehen, das Rätsel lösen und uns am Kiosk etwas zu essen kaufen.
Als wir uns alle am Eingang versammelt hatten, durften wir noch kurz auf den Spielplatz. Dann mussten wir auch schon wieder zum Bus und fuhren zurück zur Schule. Es war ein schöner und interessanter Ausflug!
Autorin: Hannah Baehring, Kl. 5/4

Sonnenfinsternis 2015 – Großereignis am André-Gymnasium

Alle wie viel Jahre gibt es eigentlich eine Sonnenfinsternis? Eine Frage, bei deren Antwort man leicht ins Schwimmen geraten kann. Denn irgendwohin in den Weltraum wirft der Mond immer seinen Schatten und verdeckt das Sonnenlicht. Doch nur, wenn der Schatten des Mondes auf ein Gebiet der Erde trifft, ist es eine Sonnenfinsternis. Befindet man sich im Kernschatten, so erlebt man die Sonnenfinsternis als total, also nichts mehr ist zu sehen von der Sonne.
So etwas gab es letztmalig in Deutschland 1999. Aber man musste für dieses Erlebnis schon ziemlich weit in den Süden reisen. In Chemnitz war auch diese Finsternis nur als partielle Sonnenfinsternis zu beobachten.

2012 konnten wir auch am André-Gymnasium schon einmal eine partielle Sonnenfinsternis beobachten. Aber bei sehr schlechtem Wetter. Nur minutenweise ließen die Wolken mal den Blick auf die Sonne zu. Ganz anders am 20. März 2015. Von Wetterbericht zu Wetterbericht verbesserten sich die Prognosen. Blauer Himmel war angesagt. Der Sonnenstand hoch über den umliegenden Häusern. Nichts stand einer Beobachtung der Sonnenfinsternis durch alle Schülerinnen und Schüler im Wege.
Gleich zu Anfang des Unterrichtstages begannen die Schülerinnen und Schüler des Physik-Leistungskurses mit dem Aufbau der Teleskope. Eines soll mit der Projektionsmethode das Bild der Sonne mit dem sich davor schiebenden Mond auf einem Schirm abbilden. Das können mehrere Schülerinnen und Schüler gleichzeitig anschauen. Mit dem zweiten Teleskop kann das Schauspiel durch einen Filter zum sicheren Schutz der Augen direkt betrachtet werden. Schließlich wird das dritte Fernrohr dazu benutzt, durch einen Computer gesteuert, alle dreißig Sekunden ein Foto von der Finsternis aufzunehmen. So kann man hinterher einen Film von dem Ereignis als Zeitraffer-Aufnahme anfertigen.
Für den zweiten Block übernahmen einige Schüler der Astronomiekurse, die gerade eine Freistunde hatten die Betreuung der Technik und das schrittweise Herzuholen der Klassen nach einem Plan. 9.36 Uhr begann der Mond, sich vor die Sonne zu schieben. Klasse um Klasse kam, um zu schauen. Um den Zeitpunkt der maximalen Bedeckung der Sonne, ca. 10.40 Uhr hielt es manche der offensichtlich gut informierten Schüler nicht mehr in den Zimmern. Plan hin, Plan her. Auf dem Schulhof drängten sich zeitweise um die 150 Schülerinnen und Schüler. Dazu kamen noch einige Klassen der Oberen Luisenschule Grundschule, die sich freuten, unter der Betreuung durch die Großen das Astronomieereignis des Jahres 2015 und das Getümmel an unserer Schule zu erleben.
Autor: E. Preuß

„Clara und das Geheimnis der Bären“

Am 17.10.14 sind wir ins Kino gegangen. Wir haben den Film „Clara und das Geheimnis der Bären“ angeschaut, um ihn am Ende zu bewerten. Bevor der Film losging, stellte sich der Produzent vor und wünschte viel Spaß. Der Film handelte von Clara, die in den Bergen der Schweiz lebt und von Susanna, einem Mädchen aus der Vergangenheit. Eine wichtige Rolle spielte ein kleiner Bär, der von Clara beschützt wird. Dabei begegnet Clara dem Mädchen Susanna. Sie stellt sich vor, Susanna zu sein, weil sie das Gleiche wie sie denkt und tut. Gemeinsam gelingt es ihnen, den kleinen Bären zu retten. Leider kennen wir das Geheimnis der Bärenfrau und Susannas nicht so richtig. Darüber haben wir auch nach dem Film in der Klasse gerätselt.
Am Ausgang des Kinosaals standen drei Behälter zur Bewertung des Films. Einer für sehr gut, einer für gut, einer für schlecht. In einen dieser sollten wir nach dem Film unsere leeren Flaschen werfen.
Autorin: Aylin Kreische, Klasse 5/2

Die Chemnitzer Jugend-Film-Jury

Am Anfang des Schuljahres fragte mich meine Deutschlehrerin Frau Egdmann, ob ich mich für die Jugend-Film-Jury bewerben möchte. Da ich gern ins Kino gehe, bewarb ich mich. Ich musste dafür eine Kritik über meinen Lieblingsfilm schreiben und einen Fragebogen ausfüllen und wurde tatsächlich ausgewählt.
Was macht eine Jugend-Film-Jury?
Der Hintergrund ist, dass die Deutsche Film- und Medienbewertung, die Kinder- und Jugendfilme mit den Prädikaten „wertvoll“ und „besonders wertvoll“ auszeichnet, nur aus Erwachsenen besteht. Und dass Erwachsene oft einen anderen Geschmack als Kinder und Jugendliche haben, ist kein Geheimnis. Deshalb gründete man in verschiedenen Städten, z.B. in Frankfurt /M., Oberhausen und Erfurt, Jugend-Film-Jurys, deren Mitglieder zwischen zehn und 14 Jahre alt sind und die Filme ebenfalls - aus ihrer Sicht - bewerten. In Chemnitz wurde die aus zehn Schülern verschiedener Schulen bestehende Jury im Rahmen des „Schlingel“-Festivals am 16. Oktober 2014 der Presse vorgestellt, denn der Kinderfilmdienst in der Neefestraße ist in Chemnitz der Ansprechpartner und Initiator.
In einem Wochenendseminar lernten wir vieles, worauf man bei einem Film achten muss: Neben der Leistung der Schauspieler und der Action spielen auch die Farbgestaltung, z.B. der Einsatz von Farbfiltern, und die passende Filmmusik eine große Rolle, ob ein Film beim Publikum ankommt. Zur Probe verfassten wir anschließend nach den vorgegebenen Kriterien eine Filmkritik. Inzwischen treffen wir uns im Abstand von einigen Wochen sonnabends, sehen einen Film an, der noch nicht im Kino läuft, und bewerten ihn. Es macht immer viel Spaß. Die Inhaltsangabe und die Bewertung werden anschließend unter www.jugend-filmjury.com eingestellt. Dort können sich Eltern und Kinder informieren, bevor sie ins Kino gehen oder eine DVD kaufen.
Autor: Konstantin Heuberg, Klasse 6/3

Das Schulensemble des Dr.-Wilhelm-André-Gymnasiums lädt ein…

Zweimal jährlich, im Frühjahr und in der Weihnachtszeit lädt unser Schul-ensemble zu seinen vielbesuchten Konzerten ein. Die vielen Gruppierungen unseres Schulensembles, unsere Chöre, die Orff-Gruppe sowie die Streicherklassen der Klassenstufen 5 bis 7, Band- und Solovorträge und nicht zuletzt die engagierte Arbeit unserer Organisatoren, Musiklehrerinnen und -lehrer lassen die Konzerte immer wieder zu etwas ganz Besonderem werden.

Rainer Maria Rilke – ein fächerübergreifendes Projekt der Leistungskurse Deutsch und Musik 12

Die Schülerinnen und Schüler der Leistungskurse Musik und Deutsch erarbeiteten musikalisch-literarische Programme zu Texten von Rainer Maria Rilke. Dabei stellten die Schüler ihre Textauswahl in einer dramaturgisch begründeten Reihenfolge zusammen. Entsprechend dem Stimmungsgehalt der Texte, ihrer Entstehungszeit oder persönlichen Assoziationen wurden entsprechende Musikstücke ausgewählt, improvisiert oder vorhandene Werke bearbeitet. In Gruppeninszenierungen wurden die Programme am 26.04. 2015 auf die Bühne gebracht.
Autorin: Bärbel Eichelkraut

Imaginärer Lebenslauf
Erst eine Kindheit, grenzenlos und ohne
Verzicht und Ziel. O unbewußte Lust.
Auf einmal Schrecken, Schranke, Schule, Frohne
und Absturz in Versuchung und Verlust.

Trotz. Der Gebogene wird selber Bieger
und rächt an anderen, daß er erlag.
Geliebt, gefürchtet, Retter, Ringer, Sieger
und Überwinder, Schlag auf Schlag.

Und dann allein im Weiten, Leichten, Kalten.
Doch tief in der errichteten Gestalt
ein Atemholen nach dem Ersten, Alten...

Da stürzte Gott aus seinem Hinterhalt.

Du musst das Leben nicht verstehen            
Du musst das Leben nicht verstehen,
dann wird es werden wie ein Fest.
Und lass dir jeden Tag geschehen
so wie ein Kind im Weitergehen
von jedem Wehen
sich viele Blüten schenken lässt.

Sie aufzusammeln und zu sparen,
das kommt dem Kind nicht in den Sinn.
Es löst sie leise aus den Haaren,
drin sie so gern gefangen waren,
und hält den lieben jungen Jahren
nach neuen seine Hände hin.

Liebes-Lied
Wie soll ich meine Seele halten, dass
sie nicht an deine rührt? Wie soll ich sie
hinheben über dich zu andern Dingen?
Ach gerne möcht ich sie bei irgendwas
Verlorenem im Dunkel unterbringen
an einer fremden stillen Stelle, die
nicht weiterschwingt, wenn deine Tiefen schwingen.
Doch alles, was uns anrührt, dich und mich,
nimmt uns zusammen wie ein Bogenstrich,
der aus zwei Saiten eine Stimme zieht.
Auf welches Instrument sind wir gespannt?
Und welcher Geiger hat uns in der Hand?
O süßes Lied.

Erinnerung
Und du wartest, erwartest das Eine,
das dein Leben unendlich vermehrt;
das Mächtige, Ungemeine,
das Erwachen der Steine,
Tiefen, dir zugekehrt.
Es dämmern im Bücherständer
die Bände in Gold und Braun;
und du denkst an durchfahrene Länder,
an Bilder, an die Gewänder
wiederverlorener Fraun.

„… derweil das Gras wächst“ – das Sprichwort ist ein wenig rostig (Hamlet)

Nächstes Jahr wird sein 400. Todestag sein, darauf sei für alle Abiturienten hingewiesen, die solch eine kleine Information nebenbei in ihrer Deutschprüfung erwähnen wollen.
Viele Jahrhunderte sind seine Texte schon alt und werden noch heute adaptiert und neu interpretiert.
Sie sind heute noch aktuell, denn obwohl sich unser Leben weiterentwickelt hat und viel moderner geworden ist, hat sich der Mensch nicht geändert und zwischenmenschliche Beziehungen und Probleme, wie Shakespeare sie niederschrieb, gibt es noch heute.
Die Würze der Zeitlosigkeit und die vielen Themen, die er in seinen Werken verpackt hat, lassen seine Dramen, Tragödien, Sonette und Komödien zur Weltliteratur zählen und so manch einem wird sich nicht entschließen, warum sie heute immer noch gelesen werden. Diesem Jemand sollte ein Einblick in das Schaffen Shakespeares gewährt werden, denn er schrieb nicht nur Tragödien wie „Romeo und Julia“ und „Hamlet“, die im Unterricht behandelt werden – vielleicht noch den „Sommernachtstraum“ als eine Komödie dazu, sondern viele weitere dramatische und lyrische Texte, die heutzutage kaum noch vielfältig in einer Buchhandlung zu finden sind.
Die gegenwärtig verfügbaren Inszenierungen sind ebenso zahlreich wie unterschiedlich, dem Original getreu oder neu. Bekannteste Größen der Schauspielkunst haben immer wieder in Filmen und an Theatern Shakespeares Werke aufleben lassen, aber auch weniger bekannte oder Akteure in kleineren Theatern oder Jugendschauspielgruppen befassen sich mit Shakespeare, dessen Leben allein eine eigene Geschichte ist, da seine Autorenschaft nicht nachgewiesen werden kann und Zweifler behaupten, dass er jene Texte nicht verfasste, die mit seinem Namen versehen sind.
„Etwas ist faul im Staate Dänemark.“ und „Sein oder nicht sein“ sind trotzdem allgemein bekannte Zitate, ob „Shakespeare“ sie nun verfasste oder nicht.
In Chemnitz lief in diesem Jahr „Hamlet“ aus, welches Stück sich der 11er Deutschleistungskurs von Frau Ehmann anschaute, da wir uns mit jenem Dänenprinzen zu dieser Zeit im Unterricht beschäftigten. Um einen Vergleich zu haben, wurde uns auch die Dresdner Inszenierung nicht vorenthalten; allerdings muss man sagen, dass beide Theater verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung stehen haben – und Dresden hat um einige mehr als Chemnitz.
Obwohl beide Stücke moderne Mittel einbeziehen, ist das unserer Landeshauptstadt doch moderner und wahrscheinlich besser dafür geeignet, junges Publikum zu begeistern als die Chemnitzer Aufführung, die sich dafür mehr am Buch orientiert, während in Dresden die Musik der Band „Woods of Birnam“ die erste Halbzeit prägt.
Gelohnt hat es sich beide Vorstellung anzusehen und die Dresdner Inszenierung, die noch nicht ausläuft, ist weiterzuempfehlen.
„Hamlet“ betreffend ist damit aber noch nicht genug, denn Ausschnitte zweier Filme, einmal „Hamlet“ von und mit Kenneth Branagh und die „Denmark Corporation“, verschafften uns einen Überblick weiterer Adaptionen.
Da Shakespeare aber, wie schon erwähnt, nicht nur die vom Unterricht bekannten Werke verfasste – oder auch nicht, sollte er wirklich nicht der Autor sein – nahmen wir noch die „Richard III“ Aufführung unseres Theaters mit, welche der Spielplan uns außerdem anbot.
Shakespeare, das Phantom, sein Einfluss auf das Theater in der damaligen Zeit und die Bedeutung einiger Rollen oder die Beziehungen zwischen seinen Figuren erarbeiteten wir uns oder hörten Vorträge darüber an, wenn wir sie nicht selbst hielten.
Zurückschauend kann man sagen, dass unsere Lehrerin alles richtig gemacht hat. Unser kultureller Horizont hat sich erweitert, über „Shakespeare“ haben wir viel gelernt und „Woods of Birnam“ haben neue Fans und die Theater Dresden und Chemnitz neue Zuschauer gewonnen.
Am 23. April 2016 haben die Werke ihn 400 Jahre überlebt, den Dramatiker, Schauspieler und Dichter William Shakespeare. Wir werden seiner gedenken – vorausgesetzt, dass wir bis dahin so gut imstande sind, es uns gemerkt zu haben wie jetzt.
Autorin: Nadine Koop, Kl. 11/1

Schubertiade 2014 – ein Projekt mit dem Theater Chemnitz

Seit einigen Jahren rufen die Theater Chemnitz Schulen zur Mitwirkung an einem Spielzeitprojekt auf. Im Schuljahr 2013/14 stand die menschliche Stimme im Mittelpunkt. Ausgehend von Gustav Mahlers „Lied von der Erde“ setzten sich die Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Musik mit den Möglichkeiten der Klanggestaltung durch die Stimme, Formen der Textvertonung vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert sowie der Umsetzung eigener bzw. vorhandener Texte auseinander. In zwei Workshops, bei denen Tom Bitterlich, Jón Philip von Linden und Thomas Mäthger mit den Schülern arbeiteten, gestalteten die Schüler eigene Kompositionen, die einer Fachjury vorgestellt wurden.
Am Ende der Spielzeit wurden die daraufhin ausgewählten Werke im Rahmen eines Konzertes mit allen beteiligten Schulen im Großen Saal der Stadthalle aufgeführt.
Autorin: B. Eichelkraut

„Das gibt‘s doch nicht“

Tag des Sehens an der Landesschule für Blinde und Sehbehinderte – Förderzentrum Chemnitz
Wenn junge Leute sich treffen, gibt es immer viel zu erzählen und zu erkunden. Man ist ja schließlich neugierig.
Das Thema Freizeitbeschäftigung oder die Frage, was willst du nach der Schule mal machen, sind zwar nicht die „Renner“ der Gesprächsthemen unter den Jugendlichen, doch heute waren sie das schon!
Wenn Olivia gern Klavier spielt und von einer Karriere als Musikerin träumt, Maria und Julia Bücher verschlingen, gern Eis laufen, schwimmen und manchmal auch eigene Texte schreiben, wenn Oli nach Amerika fliegt und in der Goalball-Nationalmannschaft um Punkte kämpft oder wenn Julien und Vanessa total stolz auf die Arbeit mit ihrem Computer sind und Daniel mit dem Long- Board die Stadt durchquert um Freunde zu besuchen und nicht zuletzt Lena das Buch „Krabat“ liest, denkt doch jeder gleich: „Na und? Ist doch nichts Besonderes. Kann und macht doch jeder!“
Wenn das für Blinde und Sehbehinderte nur wirklich so einfach wäre. Denn genau das sind die Jungen und Mädchen.
Welche Mühe, welche Kraft und Ausdauer und welche Mittel dazu nötig sind, einen ganz normalen Alltag zu leben, wie ihn Gleichaltrige auch haben, das konnten am 08.10.2014 sieben Schüler und Schülerinnen des DWAG in einer ganz persönlichen Veranstaltung zur 13. Internationalen Woche des Sehens erfahren. Schön, dass durch einen Kooperationsvertrag zwischen den beiden Schulen die Möglichkeit des Gedankenaustauschs, des Kennenlernens und gemeinsamer Unternehmungen problemlos möglich sind.
Obwohl die Jungen und Mädchen der Schule für Blinde und Sehbehinderte aufgeregt waren, haben sie in fast zwei Stunden stolz, überzeugend und durchaus unterhaltsam und witzig demonstriert, wie man mit Lupen, Lesegeräten, einem Langstock, mit dem Computer, dem Beherrschen der Braille-Schrift und natürlich der Hilfe von anderen auch einen schönen und abwechslungsreichen Alltag erleben kann.
Christian, Emily 1 und 2, Kaya, Carolin, Katharina und Philine aus der Klasse 9 des Andrégymnasiums waren von dem selbstbewussten und offenen Auftreten beeindruckt. Sie wissen nun, dass Oli mit dem Monokular auf dem Bahnhof den richtigen Zug findet, Olivia nach intensivem Hören sicher auf dem Flügel spielt oder dass Lenas Zimmer von Büchern vollgestellt ist, wenn sie sich in der DZB Harry Potter ausleiht. Nicht zuletzt muss noch erwähnt werden, dass Paris oder Reisen in andere Großstädte auch auf dem Plan dieser Jugendlichen stehen.
Da hörte man schon mal den Ausspruch: „Das gibt‘s doch nicht.“ Bleibt nur noch die Bemerkung: Es war ein tolles Treffen, das dem Anliegen der Woche des Sehens voll und ganz gerecht geworden ist. Ein Dank an alle Beteiligten.
Autorin: Bärbel Häusler

Goalballturnier an der Chemnitzer Blindenschule

Am 12.03.2015 stand für die Klasse 7/3 das Goalballtunier an der Blindenschule Chemnitz an.
Um 9 Uhr sollten wir uns vor der Schule versammeln, damit wir dann zusammen mit dem Bus zur Blindenschule fahren konnten. Als wir dort angekommen waren, sind wir zur Turnhalle der Blindenschule gelaufen. Dort hat uns eine Sportlehrerin die Kabinen gezeigt, wo wir uns umziehen konnten. Es haben nicht alle Schüler aus der Klasse 7/3 mitgespielt – nur die Schüler, welche von Fr. Behrendt ausgesucht wurden. Die anderen Schüler waren das Publikum. Wir haben Mannschafts-T-Shirts bekommen und haben dann erst einmal den anderen Mannschaften zugesehen.
An dem Tag fand auch das finale Goalballspiel zwischen Chemnitz und Leipzig statt. Wer dieses gewinnt, darf nach Berlin zur Bundesmeisterschaft fahren.
Wir waren erstaunt, dass es so etwas gab.
Wir haben uns dann eingespielt, da wir im Sportunterricht das nicht so richtig üben konnten. Wir hatten nicht die richtigen Utensilien dazu. Man braucht nämlich erst einmal einen Ball mit einer Klingel oder Glocke drinnen, denn man hatte eine Brille auf, durch die man nichts sah. Bei unserem ersten Spiel, so gegen 11 Uhr, haben wir gemischte Mannschaften gebildet, also es haben Schüler vom André-Gymnasium mit Schülern von der Blindenschule zusammen gespielt. Unsere Mittagspause war ungefähr von 11:50 Uhr bis 12:30 Uhr.
Da sind wir in die Kantine der Blindenschule gegangen, diese mussten wir aber erst einmal suchen, denn das Gelände dort ist sehr groß und wir haben uns anfangs gar nicht zurechtgefunden.
Als wir dann in der Kantine angekommen sind, waren wir alle ein wenig überrascht. Denn die Kantine war richtig gemütlich und sauber und einfach nur toll! Nachdem wir essen waren, mussten wir zurück in die Turnhalle, denn wir hatten dann noch zwei Spiele, einmal die André-Mädchen gegen die Mädchen von der Blindenschule und dann noch die Jungs von der Blindenschule gegen unsere Jungs. Die Mädchen unserer Schule haben leider verloren, dafür haben aber unsere Jungs gewonnen. Es war eine tolle Erfahrung und Respekt an alle Blinden! Am Ende gab es noch eine Siegerehrung, wir haben leider keinen Pokal bekommen, aber dafür eine Teilnahme-Urkunde. Danach ging es dann für alle nach Hause mit neuen Erfahrungen.
Autorin: Sarina Löbig, Klasse 7/3

…auf der Laufbahn den Urwald retten

Noch frisch von den nicht allzu entfernten Ferien, aber etwas müde tapsen die ersten Schüler und Lehrer am 15.09.2014 in das Sportforum um am „Take a walk for the wild“ teilzunehmen. Natürlich sind auch ein paar putzmuntere Energiebündel unter ihnen, die es kaum erwarten können, endlich loszurennen.
Während immer mehr Jugendliche und Lehrer die Halle betreten und der Beginn immer näher rückt, fragt man sich, wo denn eigentlich die Veranstalter bleiben... Mitten ins Chaos, zehn Minuten vor Start stürmen die Dresdner Organisatoren in die Sportstätte und schaffen es innerhalb kürzester Zeit, alles zum Laufen zu bringen, neben der Musik und vielen Kleinigkeiten letztlich auch die erwartungsvollen Teilnehmer. Die fünften Klassen vom Dr.-Wilhelm-André-Gymnasium und circa 100 Schüler von der Pablo-Neruda-Grundschule scheinen sichtlich Spaß bei der Erwärmung zu haben und übertragen ihre Motivation ein paar Minuten später direkt aufs Laufen.
45 Minuten sammeln sie Runden für die Spendenaktion auf der anderen Seite des Planeten. Doch sie sind nicht die einzigen, die sich an diesem Tag für den Erhalt von Urwäldern einsetzen. Einige Schüler der siebenten und achten Klasse haben sich mit Jungen und Mädchen der
Landesschule für Blinde und Sehbehinderte zusammengefunden und rennen als Team für den Regenwald. Im Vorfeld konnten sich alle Teilnehmer Sponsoren suchen, die sie pro Runde mit einem bestimmten Betrag unterstützen wollen. So hatte jede Klasse die Möglichkeit, ihr eigenes Stück Wald zu erlaufen und ganz genau zu sehen, was sie gemeinsam schützen und erreichen können.
Aber auch die sportlichen Leistungen sind ganz beachtlich, so schaffen es die 245 Sportler vom André-Gymnasium zusammen mehr als 1.421 Kilometer zu rennen! Auch die Lehrer sichern sich ihren Platz und beginnen fleißig, alles einzutragen und auszurechnen. Die Halle verwandelt sich so langsam in einen geschäftigen Bienenstock. Während die einen noch fleißig Runden laufen, machen sich die anderen schon ans Auswerten, holen sich etwas zu trinken oder ein paar coole Postkarten und weitere Laufbegeisterte oder Eltern treffen ein. Seit einigen Jahren schon schützt Wilderness International zusammen mit Schulen in ganz Deutschland unberührte Natur. Eine Million Quadratmeter Urwaldfläche konnten bereits an der Westküste Kanadas vor der industriellen Nutzung bewahrt werden. Mit eurer Hilfe konnten wir dieses Gebiet nochmals um circa 1000 Quadratmeter erweitern.
Umweltschutz ist längst etwas, dass uns alle angeht, und es ist schön gemeinsam so handfest einen grünen Schatz der Erde bewahren zu können…
Autorin: Anne Katrin Albert

Ich bin so… – Gedichte aus der Klasse 7

Ich bin so müde

Ich bin so müde,
ich könnte jeden Moment einschlafen.
Ich könnte schlafen wie ein Faultier,
wie ein Faultier, Faultier.

Ich bin so müde,
dass ich jetzt sofort einschlafen könnte.

Ich bin so müde,
ich könnte schlafen wie ein Igel
im Winterschlaf,
wie im Winterschlaf, Winterschlaf.

Meine Augen fallen zu.
Ich bin so müde.

Autorin: Gerda Müller

Verzweiflung

Ich bin so,
so verzweifelt,
sitze hier, soll ein Gedicht schreiben,
Eltern nicht da,
Mist

Mir fällt nichts ein,
bin so verzweifelt wie,
wie wenn du vor der Stunde merkst,
merkst du schreibst eine Klassenarbeit,
verdammt

Ich bin so verzweifelt,
die Worte wollen mir nicht einfallen,
so verzweifelt wie,
du kriegst die Arbeit wieder,
sechs,
na toll

Wie sollst du das den Eltern,
den Eltern erklären,
bin so verzweifelt,
wenn sie wiederkommen,
und du hast immer noch kein Gedicht,
nur Stress,
na super

Autor: Lucas Wolf

Was macht mich glücklich?

Ich stelle mir die Frage, ob ich glücklich bin und sage ja. Nicht, weil ich keine Sorgen habe oder weil ich gestern im Lotto gewonnen habe. Ich hätte gern mehr Zeit für meine Freunde oder wünschte mir, dass meine Lieblingsserie fortgesetzt wird. Aber Wünsche, die nicht in Erfüllung gehen, machen mich nicht automatisch unglücklich.
Glück, das ist kein Produkt, kein Gegenstand. Ich kann mich über ein neues Handy freuen und sagen, ich bin der glücklichste Mensch auf Erden. Vielleicht bin ich in jenem Moment tatsächlich glücklich, vielleicht aber einfach nur froh. Das ist ein großer, gar ein gewaltiger Unterschied. In 70 Jahren wird man mich fragen, was mich in meinem Leben glücklich machte, und ich werde von meinen besten Freunden, von meinen Leidenschaften, von meinen Zielen und meinen Erfolgen erzählen, aber nicht von einem Handy, das 2014 mal der neueste Schrei war.
Glück, das ist etwas sehr Subjektives. Ich bin nicht glücklich, weil andere es sind. Ich bin auch nicht glücklich, weil ich etwas habe, was andere nicht haben. Ich bin glücklich, weil ich für mich so empfinde. Das muss nicht immer nachvollziehbar sein oder von anderen genauso empfunden werden, gerade deswegen ist es eben sehr subjektiv. Wieso sollte irgendjemand meine Leidenschaft für das Programmieren teilen und von sich behaupten, er wäre glücklich, weil er mithilfe von einigen Zeilen Code die Ulam-Spirale zeichnen kann? So ein Nerd! Und wieso sollte ein anderer die gleichen Sympathien zu meinen Freunden haben, von denen einer die schlechtesten Witze reißt, die sich die Menschheit nur vorstellen kann und ein anderer aussieht wie ein Hobbit?
Was muss mein Leben also gehabt haben, damit es ein glückliches war. Ich muss gelacht haben. Geld bringt mich nicht zum Lachen, ein Handy auch nicht. Freunde, die schlechte Witze machen, bringen mich zum Lachen, genauso wie Erinnerungen an diese Witze. Ich muss etwas geschaffen haben. Entweder habe ich ein neues Stück geschrieben, Musik, die so zuvor noch nie jemand gehört hat. Oder ich habe ein Programm geschrieben, Code, der so nur einmalig geschrieben steht und seinen Zweck erfüllt. Vielleicht zeichne ich ein Bild, Farbe, die man so nicht wiedersehen wird. Ich brauche Erinnerungen. Früher, da habe ich jeden Tag mit meinen Freunden verbracht. Früher, da habe ich mal bei einem Wettbewerb gewonnen. Früher, als ich mein erstes Stück komponiert habe! Auch wenn sich die Zeiten ändern, glücklich war ich und das nimmt mir keiner.
Ich stelle mir jetzt die Frage, ob ich glücklich bin und sage ja. Weil mir alles zugänglich ist, was ich für mich brauche, um glücklich zu sein. Ich lache mehr, als ich verkrafte, wenn ich bei meinen Freunden bin. Ich habe das Gefühl, viel in meinem Leben erreicht zu haben, und jeden Tag erreiche ich mehr. Und wenn viel schief geht, dann habe ich noch immer Erinnerungen an eine bessere Zeit, die mir Hoffnung und Antrieb geben.
Autor: Henry Rößler

Lass dich inspirieren…

Unter diesem Motto entstanden im Deutsch-Unterricht Gedichte nach der Vorlage des deutschen Expressionisten Jakob van Hoddies (1887 – 1942) mit seinem Gedicht WELTENDE:

WELTENDE

Dem Bürger fliegt vom spitzen Kopf der Hut,
In allen Lüften hallt es wie Geschrei.
Dachdecker stürzen ab und gehn entzwei
Und an den Küsten – liest man – steigt die Flut.

Der Sturm ist da, die wilden Meere hupfen
An Land, um dicke Dämme zu zerdrücken.
Die meisten Menschen haben einen Schnupfen.
Die Eisenbahnen fallen von den Brücken.

Dazu schreiben Schüler:

Die Menschheit macht die Augen zu
bis es für sie zu spät.
Ein Jeder hockt andauernd nur
vor technischem Gerät.

Will ich zum Augenblicke sagen:
„Verweile doch; du bist so schön.“,
so muss ich gleich ein Selfie machen,
dass es auch alle Freunde seh’n.

Die Menschheit macht die Augen auf
erst, wenn sie ohne Netz.
„Gefällt mir“ drückt dann keiner mehr;
der Super-GAU ist jetzt.

Denn was die Welt im Innersten
zusamm‘ hält, ist ein Netz,
was letzten Endes jeden Mensch
recht effektiv ersetzt.

Sie haben alle Posts geteilt,
nun teilen sie ihr Leid.
Der letzte Status heißt dann wohl:
„Offline für alle Zeit“.

Ohne Titel, AutorAdrian Hermsdorf

oder auch:

WELTENDE (Martha Kleinhempel)

Der Klimawandel kommt aus der Stille
Am Nordpol sietzen sie schon mit Sonnenbrille.
Die Temperatur verändert sich auf Schritt und Tritt,
da machen Tier und die Natur nicht mit.

Die Ozonschicht verschwindet voll und ganz
Die Welt verbrennt und atmet nicht mehr.
Da ist keine Chance auf einen Tanz,
denn nun ist‘s an der Stell‘ der Welt leer.

Schreiben à la Kafka – Leistungskurs Deutsch, Klasse 12

Fest umklammerten seine Hände das morsche Holz, fast wäre er auf dem feuchten Boden ausgerutscht. Sein Blick schweifte von den großen, sich widerspiegelnden Pfützen zur Decke. Nasse Fetzen gewaschener Wäsche hingen dort: eines unansehnlicher als das andere. Ein Tropfen, der auf seine erhitzte Wange fiel, bewegte ihn dazu, den Flur hinunter zu schauen.
Regale über Regale, vollgepackt mit ungeordneten Papieren, welche sichtlich unter der Feuchtigkeit litten. Sie gehörten in die Schubladen, doch scheinbar wurden diese Papiere zu oft gebraucht, als dass sich die Mühe lohnen würde, sie jedes Mal wieder ordentlich einzuräumen. Alles war klamm und roch nach nassem Papier und Tinte.
Hinter sich hörte er schwere Schritte von einem Gehstock begleitet. Er wagte nicht, sich umzuschauen. Die Schritte waren zu fest, zu sicher, zu erhaben. Wann würde der Klang dieser Schritte ihn erreichen? Würde er möglicherweise zuerst den Schlag des Stockes auf seinem Rücken zu spüren bekommen?
Die Männer, die an der anderen Seite des Raumes saßen, schauten zu Boden. Bemerkte denn keiner seine Angst?
Die Schritte wurden lauter, es kam ihm vor, als würde der Stock immer heftiger auf den Boden schlagen. Durfte er überhaupt hier stehen? Seine Finger gruben sich in das Holz des Regals. Ihm war, als würde die Konstruktion des Regals genau wie seine Knie einbrechen. Und dann ging alles ganz schnell.
Autorin: Susanne Lahns

Impressum

Herausgeber:
Förderverein des
Dr.-Wilhelm-André-Gymnasiums e.V.
Henriettenstraße 35 • 09112 Chemnitz
Tel. 0371/38 21 40 • Fax 0371/3 82 14 24
Mail: foerderverein@andregymnasium.de

Spendenkonto:
IBAN: DE87 8709 6214 0380 1710 31
BIC: GENODEF1CH1

Redaktion:
Romy Haubensak

Auflage:
500 Exemplare

Herstellung:
transparent werbeagentur chemnitz
Kanalstraße 28 • 09113 Chemnitz
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Titel: Lisa Kulakow, Linolschnitt